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Scheidung steht kurz bevor

wilhelmineanna

Mitglied seit
02.02.2008
Beiträge: 3
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Hallo zusammen,

würde mich freuen, wenn mir jemand eine Ratschlag geben kann.

Ich bin 54 Jahre alt, komme aus München, bin 30 Jahre mit meinem Mann verheitratet und wir haben uns auseinander gelebt.

Damit, dass wir uns bald trennen werden habe ich mich abgefunden, aber jetzt habe ich angst, nach der Scheidung vor dem Nix zu stehen. Selber war ich in den 30 Jahren nicht berufstätig, habe in der Zeit aber 3 Kinder großgezogen. Wir haben gemeinsam ein Haus gebaut, welches jetzt schuldenfrei ist, aber es gehört laut den Papieren meinem Mann alleine.

Meine Frage an euch ist ob ich nach der Scheidung Anspruch auf einen Anteil habe, oder ob evtl. sogar die Möglichkeit besteht, dass ich in dem Haus weiter wohnenbleiben kann?

Meine Angst vor dem Nix zu stehen ist daher begründet, dass sämtliche Bausparverträge, Autos und Sparbücher auf meinen Mann laufen.

Würde mich freuen, wenn mir jemand einen Rat geben kann wie ich mich jetzt verhalten soll.

Danke schon mal fürs lesen.

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jenny14101976

Mitglied seit
10.03.2005
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Hallöchen du,

bin selbst geschieden. Als Erstes würde ich dir raten einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen der mal deinen Unterhalt ausrechnet. Dazu am Besten die letzten 12 Lohnzettel von deinem Mann mitnehmen

Beantrage beim Amtsgericht Beratungskostenbeihilfe - dann kostet dich der Anwalt nix. Da du ja kein eigenes Einkommen hast, müßtest du gute Chancen haben...

Habt ihr Zugewinngemeinschaft (sofern ihr keinen Ehevertrag habt, habt ihr dieses Modell automatisch)? Dann gehört dir von allem 50% - d.h. vom Haus, dem Gesparten, Autos etc. Rentenanteile werden gegeneinander aufgerechnet.

Wenn du noch Fragen hast - PN mich einfach an

"Mit jeder neu gelernten Sprache erwirbst du eine neue Seele." Aus Tschechien

[img:2cf0b9fa23]http://www.cosgan.de/images/smilie/frech/a035.gif[/img:2cf0b9fa23]

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Gemini

Mitglied seit
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Hallo,

jenny hat Recht, ohne eine (gute) Rechtsberatung kommst Du nicht weiter. Der Teufel steckt immer im Detail, so dass Du beim Anwalt erstmal alle Karten auf den Tisch legen solltest.
Wie steht denn Dein Mann zu der Trennung, gibt es Möglichkeiten sich zu einigen?
Wie alt sind Deine Kinder?

LG
G.

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jaegerin

Mitglied seit
26.04.2005
Beiträge: 127
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Und mach nicht den Fehler, einen gemeinsamen Anwalt zu nehmen weil's billiger ist. Nimm deinen eigenen Anwalt, am besten eine Frau!

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jenny14101976

Mitglied seit
10.03.2005
Beiträge: 1686
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@ Jägerin

Anwältin ist nicht gleich Anwältin. Meine erste war ne Schlaftablette - hat sich ständig von der Gegenseite einlullen lassen

Dann hab ich beim Gericht nachgefragt wen sie mir empfehlen können. Die haben mir gleich die besten drei Familienanwälte (zufällig alles Frauen hier) genannt. Wie es der Zufall so wollte, war die Erste auf der Liste eine Mama aus dem Kiga. Tja ... und nun - nach 3,5 Jahren ist sie inzwischen ne gute Freundin von mir. So kann es gehen

Wie schon vorher erwähnt KEINEN gemeinsamen Anwalt. Das geht hundert pro in die Hose. Ich würde mich so schnell wie möglich auf die Suche machen und paralell Beratungskostenbeihilfe beim Amtsgericht beantragen.

Wilhelmineanna - solltest du noch Fragen haben...PN mich gern an

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jenny14101976

Mitglied seit
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Wilhelmineanna - wo wohnst du denn? Vielleicht kenn ich ja zufällig nen Anwalt in deiner Gegend :?:

"Mit jeder neu gelernten Sprache erwirbst du eine neue Seele." Aus Tschechien

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Edana

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22.06.2007
Beiträge: 239
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[quote="jenny14101976"]
Dazu am Besten die letzten 12 Lohnzettel von deinem Mann mitnehmen
[/quote]

Vergiß hier dann nicht sämtliche Verträge, die Du eventuell mit unterchsrieben hat und die auf deinen Mann laufen, sowie die Bankunterlagen. Je mehr Infos Du dem Anwalt liefern kannt, desto besser.

[quote="jenny14101976"]Wie schon vorher erwähnt KEINEN gemeinsamen Anwalt. Das geht hundert pro in die Hose. [/quote]

Kann ich nur bestätigen... bin zwar selbst nicht geschieden, aber hab sowas beim Unterhaltskrieg gegen meinen Erzeuger erlebt. Der Anwalt stand leider auf der Seite dessen, der besser lügen konnte...

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vroni62

Mitglied seit
26.04.2006
Beiträge: 1140
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Hallo Wilhelmineanna,

wie schaut es mit einer Lebensversicherung aus? Hat Dein Mann eine abgeschlossen während der Ehezeit? Dann kannst Du auch daraus Ansprüche erheben, genauso wie aus seinen erworbenen Rentenansprüchen (auch bei Betriebsrenten). Wichtig ist das mit einem guten Anwalt zu besprechen, denn ich habe auch (glücklicherweise) keine persönlichen Erfahrungen.

Dann solltest Du Dir überlegen wie Du wieder zurück ins Arbeitsleben finden kannst. Was hast Du gelernt, wo kannst aufbauen? Lass Dich baldmöglichst vom Arbeitsamt beraten. Denn ich nehme an, dass Deine Kinder aus dem Alter raus sind und nicht mehr betreut werden müssen. Dann ist Dir auch zumutbar arbeiten zu gehen um für Deinen Unterhalt selber zu sorgen. Bevor Du irgendwo einen unliebsamen Job annehmen musst, würde ich vorher aktiv werden.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du bald Dein Leben wieder neu geordnet hast.
Das ist sicherlich nach so langer Zeit sehr schwer, aber auch eine Chance dem Leben neue Perspektiven zu geben.

Liebe Grüße
Vroni

Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup

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shiny-diamond2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 1093
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Hi,

bei uns war das damals mit dem Haus auch so, dass es nur auf meinen Mann eingetragen war. Laut meinem Anwalt hätte ich aus diesem Grund überhaupt keinen Anspruch auf einen Anteil am Haus gehabt, obwohl ich schön monatlich das Darlehen mit abgezahlt habe. Mein Glück war halt, dass mein Mann und ich (11 Jahre) nach Einzug beim Notar was schreiben ließen, dass ich das Geld, das ich ins Haus reingesteckt habe, im Trennungsfall wieder bekomme. Und das war mein Glück. Wir haben uns danach tatsächlich getrennt und ich bekam mein Geld.

Aber wie schon die anderen gesagt haben. Nimm Dir auf jeden Fall einen eigenen Anwalt.

LG
S-D

Wer mich nicht kennt hat viel verpennt.

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wilhelmineanna

Mitglied seit
02.02.2008
Beiträge: 3
Hilfreich: 0

Danke für die ganzen Ratschläge. Macht mich schon viel optimistischer.

Meine Kinder sind schon alle aus dem Haus, aber das Problem ist, dass ich keine Berufsausbildung gemacht habe. Wird daher nicht leicht was zu finden, aber klemm mich dahinter.

@ jenny:

komme aus München/Hirschbach

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