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Pflegeversicherung für Eltern abschließen???

Theater

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Den Versicherungsmenschen würde ich rausschmeißen.
Wie kommt der an eure Adresse.

Mit 49 bzw. 52 Jahren stehen deine Eltern noch mitten im Arbeitsleben und sind doch versichert.

Grüße aus der Bundesstadt
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clarissa

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Hat sogar die Politik schon bemerkt:

Versicherte sollen mehr für Pflegeversicherung bezahlen
Um die steigenden Pflegekosten zu decken, will die Union die Versicherten stärker zur Kasse bitten. Bayerns Sozialministerin Stewens stellte am Montag offiziell ein parteiintern abgestimmtes Reform-Modell vor. Danach sollen die rund 70 Millionen Pflegeversicherten verpflichtet werden, eine Zusatzversicherung abzuschließen. Diese soll im ersten Jahr monatlich sechs Euro betragen und dann jedes Jahr um einen Euro steigen. Der allgemeine Pflegebeitrag, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam zahlen, soll bei 1,7 Prozent festgeschrieben werden.

zuletzt aktualisiert: 19. März 2007 | 15:37
Quelle: MDR INFO

Lt. Meldung von heute wurde das von der SPD abgelehnt.
Mal sehen, was dabei rumkommt - vermutlich nichts Gescheites.

Dass die Pflegeversicherungs-Leistungen immer zu niedrig sein werden, davon kann man ausgehen.

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Laetitia

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Nicht immer müssen Kinder für Eltern zahlen
Elternunterhalt wird meist nötig, wenn die Eltern oder ein Elternteil ins Alten- oder Pflegeheim kommen. Viele Altenheime sind so teuer, dass trotz guter Rente und etwaiger Pflegegelder noch Sozialhilfe geleistet werden muss. Diese Sozialhilfe-Gelder fordert das Sozialamt von den Kindern zurück.

Und so hatte sich in der Vergangenheit der Bundesgerichtshof wiederholt damit beschäftigen müssen, was Kindern finanziell zuzumuten ist.

Da gab es den bemerkenswerten Fall einer Bochumerin: Nach dem Tod der Mutter sollte die Tochter die aufgelaufenen Sozialhilfekosten in Höhe von 63.000 Euro an das Sozialamt zurückzahlen. Um zu ihrem Geld zu kommen, hatte die Stadt die einmalige Idee, der Frau ein zinsloses Darlehen zu gewähren. Zur Sicherung verlangte sie eine Grundschuld auf den Hausanteil der Tochter. Denn nach dem Tod der Tochter wiederum hätte die Stadt Bochum Zugriff auf die Grundschuld und damit auf die 63.000 Euro gehabt. Dies lehnte die Frau ab, die Stadt klagte und die Tochter wurde vom Landgericht Duisburg dazu verurteilt, den Vorschlag anzunehmen.

Das nahm die Frau nicht hin und so wurde der Vorgang abschließend vom Bundesgerichtshof verhandelt und entschieden. Die höchsten Richter erklärten das Vorgehen des Bochumer Sozialamtes für verfassungswidrig und stellten auch klar, dass die Nachfolgegeneration in der Regel nicht den Stamm des eigenen Vermögens einsetzen muss, um für den Elternunterhalt aufzukommen.

Sandwichgeneration

?Wer möchte schon gerne zwischen zwei Brotscheiben eingequetscht sein?? fragte WDR4 und meinte die Generation der heute 40- bis 50Jährigen, die noch die Ausbildung ihrer Kinder bezahlen und gleichzeitig finanziell für die Pflege ihrer Eltern aufkommen müssen. Doch mit dem obigen Urteil stellte der Bundesgerichtshof auch klar, dass die Pflicht zum Unterhalt für die pflegebedürftigen Eltern begrenzt ist.

Es gibt Freibeträge

Grundsätzlich gilt: Jeder muss nur so viel von seinem Einkommen für den Unterhalt der Eltern aufwenden, wie ihm zuzumuten ist. Das heißt, es gibt Freibeträge. Ganz grob kann gesagt werden:
? ein Alleinstehender darf 1.400 Euro behalten
? Verheiratete 2.450 Euro
? auch Kinderfreibeträge können eingesetzt werden, wenn sie noch finanziell abhängig vom Elternhaus sind.
Wie das in etwa funktioniert hat der SWR am Beispiel zweier Schwestern aufgezeigt. So hatte zwar die eine Tochter nur eine kleine Rente und erreichte auch nicht den Freibetrag. Aber der Ehemann hatte ein üppiges Ruhegehalt und rein rechnerisch hatte sie ihm gegenüber einen Unterhaltsanspruch von 1.250 Euro. Das Eigenheim war abbezahlt und Kinderfreibeträge konnten auch nicht mehr geltend gemachten werden. Deshalb wurde sie zur Kasse gebeten.

Hingegen sah es bei ihrer Schwester ein wenig anders aus. Zwar war ihr Einkommen so niedrig, dass sie über die Freibetragsgrenze nicht hinauskam, aber sie hat Vermögen und dies bestand aus einem Haus, das sie selbst bewohnte.

Aber es gibt Vermögenswerte, die selbst für das Sozialamt unantastbar sind. Diese Vermögen werden als Schonvermögen bezeichnet.
Was zählt zum Schonvermögen?
? Das eigene, selbst genutzte Haus.
Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Haben die Eltern den Kindern das Haus geschenkt, um ihnen die Erbschaftssteuer zu ersparen, dann kann das Sozialamt diese Schenkung unter Umständen wieder rückgängig machen. Denn verarmen die Eltern in der Zwischenzeit können sie die Schenkung innerhalb von zehn Jahren zurückfordern ? stellvertretend kann dies auch das Sozialamt tun
? das Auto, jede Familie darf eines besitzen. Aber es ist sehr gut möglich, dass über das Zweitauto mit dem Sozialamt diskutiert werden muss
? und die Altersvorsorge, egal ob Lebensversicherung, Sparkonten oder Riesterrente
gehören dazu.
Und noch etwas wurde in dem Urteil festgehalten: Fünf Prozent des Einkommens, das man während seines gesamten Arbeitslebens erworben hat, ist Altervorsorge und darf gespart werden. Die dabei entstandene Summe ist dann Schonvermögen.
Das bedeutet Pi mal Daumen: Durchschnittlich monatlich 2.000 Euro brutto in 35 Berufsjahren verdient, kann das einen Betrag von 90.000 Euro ausmachen. Bei einem monatlichen Durchschnittseinkommen von 5.000 Euro und ebenfalls 35 Jahren könnten das 225.000 Euro angespartes Vermögen sein. Diese Beträge sind für das Sozialamt tabu.

Mit diesen zusätzlichen fünf Prozent soll erreicht werden, dass der bisherige Lebensstandard beibehalten werden kann.

Aber eines ist auch klar. Die Sozialämter sind auch in den Kommunen angesiedelt, und wir wissen auch, dass da das Geld besonders knapp ist, und wir wissen durch das Beispiel der Bochumerin, dass Sozialämter sehr einfallsreich sowie kreativ sein können, wenn es ums Geld geht.

Deshalb unser Tipp: Fordert das Sozialamt oder der Heimträger Geld für die Pflege der Eltern ein, heißt es gegenrechnen und Widerspruch einlegen. Das heißt aber auch, um auf der sicheren Seite zu sein, den Rat eines Fachanwalts für Familien- und Sozialrecht einzuholen. Auch schon deshalb, weil es durchaus in den bundesweiten einzelnen Kommunen und Ländern unterschiedliche Ansätze des Berechnens gibt.

Quelle: verdi

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Walpurga

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12.02.2002
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KarinS: Das sit mein Geschenk : ihre gute Pflege und meine Sicherheit. Da ich, bzw. mein Mann und ich, zur Finanzierung der Pflege herangezogen würden, und ich sicherstellen will, dass meine Mutter im Fall der Fälle tatsächlich eine ausgezeichnete Pflege bekommt, ohne dass ich in finanzielle Strudel gerate, habe ich mich für diese vergleichsweise günstige Lösung entschieden.

Es bestehen immer Zweifel, ob die Immobilie tatsächlich den Wert erbringen würde, den man benötigt, insbesondere, wenn man verkaufen [b]muss [/b:8d048679ea] und somit unter Zeitdruck steht.

Ich finde es sinnvoll, sich rechtzeitig mit Altersvorsorge auseinanderzusetzen.

Viele Grüße
Walpurga

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Lilie82

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Dachte ich schau mal rein, ob der Bereich endlich wieder geöffnet ist und siehe da *freu*

Hab auch gleich mal ne Frage: Am Samstag war unser Versicherungsfutzi da und wollte mir für meine Eltern (49 und 52) eine Pflegeversicherung andrehen. Die Begründung: Wenn meine Eltern zu Pflegefällen werden, müsste ich das dann von Ihnen geerbet Haus verkaufen. Stimmt das wirklich? Was haltet ihr von der Extra Pflegeversicherung?

LG

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Moment mal, wenn Deine Eltern zum Pflegefall würden, dann wären sie ja noch nicht gestorben. D.h. das Haus hättest Du dann noch gar nicht geerbt.

Und es kann ja niemand verlangen, dass Du ein Erbe verkaufst, das Du noch gar nicht geerbt hast, oder????

Ansonsten kenne ich mich damit nicht aus. Würde eher sagen, die Versicherung müssten Deine Eltern abschließen ...

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Na aber hallo!
Von dem würde ich mir gar keine Versicherung andrehen lassen. Was ist das denn für eine Begründung für einen Versicherungsabschluss?!
Den würde ich rausschmeißen.

Deine Eltern werden ja wohl selbst versichert sein.

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Lilie82

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27.06.2005
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Meine Eltern würden gerne das Haus in den nächsten Jahren schon vorab an mich überschreiben wegen der Erbschaftssteuer usw. Wenn dann im Alter ein Elternteil zum Pflegefall werden würde und das Geld nicht ausreicht was man vom Staat für die Pflegestufen dazu bekommt, müssten ich, wenn ich im Monat nicht die Restsumme für die Pflege aufbringen kann, das Haus verkaufen, selbst wenn meine Eltern im Haus ein lebenslanges Wohnrecht hätten (ich wohne oben in der Wohnung und meine Eltern im Erdgeschoss). Deshalb bin ich jetzt ganz irritiert. Ist das so???

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Das weiß ich nicht ... Würde mich diesbezüglich mal an eine unabhängige Beratungsstelle wenden ...

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clarissa

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Nette Aussage von ver.di, aber Sozailämter können nervig sein

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