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Ich bin soooo sauer! Habt ihr einen Rat?

Zicke

Mitglied seit
11.08.2002
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Wie gehe ich mit folgender Situtation um?

Ich habe eine Kollegin, mit der ich eng zusammenarbeite. Wir haben jedoch verschiedene Chefs.

Ihre Mutter ist im KH und sie moechte nach Hause fahren (ausserhalb EU) und sich um ihre Mutter kuemmern. Sie hat ihren Chef gefragt und der hat gesagt „natuerlich, nimm dir soviel Zeit wie du brauchst. Nimm deinen verbleibenden Jahresurlaub (4 Tage) und den Rest geben wir dir als Sonderurlaub.“ Ihr Plan ist, am Montag (3. Dez) abzufliegen und am 7. Januar wieder im Buero zu sein (ca. 18 Tage Sonderurlaub) und ihr Chef hatte dem urspruenglich zugestimmt!

Als sie mir das erzaehlte sagte ich gleich, dass es auch beim Tod der Eltern nur 2-3 Tage Sonderurlaub gibt. Gestern abend hat ihr Chef ihr eine Email geschrieben, dass sie nur 3 Tage Sonderurlaub bekommt, sie muss den Rest als unbezahlten Urlaub nehmen...und wenn sie Fragen hat, dann soll sie sich an mich (!) wenden. Der Personalabteilung hat er auch gesagt, dass die sich an mich wenden sollen....

Mein Problem ist folgendes:

1. Ich bin sauer, denn ich bin nicht fuer sie zustaendig und er (ihr Chef) ist heute nicht erreichbar.
2. Wir gehen durch eine Phase der Umstrukturierung und es werden Jobs wegrationalisiert – keiner weiss, ob unsere Jobs auch dabei sein – das erfahren wir kurz vor Weihnachten...
3. Sie hat nur einen Hinflug, hat bis zum naechsten Gehalt kein Geld um sich ein Rueckflugticket zu kaufen.

Was mache ich jetzt? Was sage ich ihr jetzt? Wir muessen heute eine Loesung finden, da sie ja ab Montag nicht da ist....

Am Montag trete ich ihrem Chef in den Hintern – ich finde diese Art und Weise feige und absolut unakzeptabel.

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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Pinkie

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Hallo Zicke,

Das ist ja echt eine blöde Situation... und es ist ziemlich mies vom Chef Deiner Kollegin ihr erstens eine falsche Auskunft wg. des Sonderurlaubs zu geben und sich zweitens dann heute zu verp****, so dass Du die Sache ausbaden kannst....

Allerdings kann ich schon verstehen, dass Deine Kollegin ihre Mutter besuchen möchte.

Kann sie nicht ihre restlichen Urlaubstage nehmen plus einige Tage unbezahlt und dann nach einer Woche zurückkommen? So könnte sie zuhause nach dem Rechten sehen und ggf. einen neuen Besuch Anfang nächsten Jahres vereinbaren. Ich weiß natürlich nicht, wie schwer die Erkrankung ist und ob das so praktisch machbar ist (auch bzgl. der Umstrukturierungsmaßnahmen, von denen Du sprachst).

Dass sie kein Geld für den Rückflug hat ist ja nicht wirklich Dein Problem.... das müsste sie dann mit ihrer Familie regeln und sich ggf. leihen (oder könntet ihr ein Abschlag auf das nächste Gehalt gewähren, so dass sie sich ein Rückflugticket kaufen könnte?)

Wirklich verzwickete Situation, hoffe, dass Du da irgendwie eine Lösung findest...berichte mal, wie es ausgegangen ist.

Liebe Grüße
Pinkie

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Zicke

Mitglied seit
11.08.2002
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Danke Pinkie!

Ja, das sie keinen Rueckflug kaufen kann muss mich nicht interessieren - es ist nur so, dass sie dann u.U. nicht zu dem Termin zurueck ist (wenn alle Flieger voll sind etc.).

Ich finde das total ok, dass sie ihre Mutter besucht (Verdacht auf Krebs). Es ist auch eine bloede Zeit, wenn sie nach 1 Woche zurueckkommt, dann wuerde sie zwischen Weihnachten und Neujahr hier rumsitzen - niemand aus ihrer Abteilung wird da sein und sie sitzt dann regelrecht ihre Zeit ab...

Abschlag aufs Gehalt zahlen, naechsten Jahresurlaub schon vorwegnehmen, da laesst sich die Personalabteilung nicht drauf ein, wegen der Ungewissheit, ob wir im Jan noch einen Job haben.

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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Zicke

Mitglied seit
11.08.2002
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So, Loesung gefunden.

Ich habe ihrem Chef die Pistole auf die Brust gesetzt und ihm klar gemacht, dass er diese Situation verursacht hat. Hab ihm dann die Email diktiert und jetzt blinkt sie mich an: "...aufgrund des Entfernung und der familiaeren Situation gewaehre ich Frau XY ausnahmsweise einen Sonderurlaub von 10 Tagen..."

Jetzt nimmt sie ihren verbleibenden Jahresurlaub und im voraus ein paar Tage von 2008 und reist am Montag ab, kommt am 2. Januar wieder.

Sie ist froh und am Montag trete ich ihrem Chef in den Hintern!

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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pearson

Mitglied seit
07.03.2006
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Oh mann Zicke, dich möchte ich nicht als Kollegin haben. Da gibt es schon mal ein seltenes Exemplar von Chef, das soziale Kompetenz zeigt, dann haut einem die Kollegin einen Knüppel zwischen die Beine. Wo ist dein Problem? Mehr als arbeiten kannst du doch nicht, und wenn die Kollegin selbst krank wäre, wäre die Situation die gleiche. Wenn du ihre Arbeit nicht mitschaffst oder kannst, kümmere dich gemeinsam mit den Chefs um eine kurzfristige Übergangslösung. Es gab schon Mütter, die Krankenhausaufenthalte nicht überlebt haben, da möchte man in der verbleibenden Zeit als Tochter bei ihnen sein.

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pearson

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Oh mann Zicke, dich möchte ich nicht als Kollegin haben. Da gibt es schon mal ein seltenes Exemplar von Chef, das soziale Kompetenz zeigt, dann haut einem die Kollegin einen Knüppel zwischen die Beine. Wo ist dein Problem? Mehr als arbeiten kannst du doch nicht, und wenn die Kollegin selbst krank wäre, wäre die Situation die gleiche. Wenn du ihre Arbeit nicht mitschaffst oder kannst, kümmere dich gemeinsam mit den Chefs um eine kurzfristige Übergangslösung. Es gab schon Mütter, die Krankenhausaufenthalte nicht überlebt haben, da möchte man in der verbleibenden Zeit als Tochter bei ihnen sein.

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pearson

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Oh mann Zicke, dich möchte ich nicht als Kollegin haben. Da gibt es schon mal ein seltenes Exemplar von Chef, das soziale Kompetenz zeigt, dann haut einem die Kollegin einen Knüppel zwischen die Beine. Wo ist dein Problem? Mehr als arbeiten kannst du doch nicht, und wenn die Kollegin selbst krank wäre, wäre die Situation die gleiche. Wenn du ihre Arbeit nicht mitschaffst oder kannst, kümmere dich gemeinsam mit den Chefs um eine kurzfristige Übergangslösung. Es gab schon Mütter, die Krankenhausaufenthalte nicht überlebt haben, da möchte man in der verbleibenden Zeit als Tochter bei ihnen sein.

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Zicke

Mitglied seit
11.08.2002
Beiträge: 1132
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Hey Pearson,

da hast du etwas falsch verstanden. Mich interessiert es nur begrenzt, ob die Kollegin da ist oder nicht. Ich habe mit der ganzen Geschichte auch nichts zu tun. Ich bin nicht ihr Manager und bewillige deshalb nicht ihren Urlaub. Das macht ihr Chef und der hat durch eine falsche/undeutliche Ansage Probleme fuer sie verursacht. Es war fuer ihn bequem, nicht da zu sein und eine Loesung zu finden, sondern meiner Kollegin und der Personalabteilung mitzuteilen das ich die Loesung habe so dass ich am Freitag zwei erwartungsvolle Gesichter vor mir hatte....

Dadurch, dass die Personalabteilung jetzt etwas schriftliches vorliegen hat ist die Situtation (fuer meine Kollegin) geklaert. Ob die Perso mit dem Manager nochmal spricht um ihm klar zu machen welche Regelungen allgemein gelten ist mir egal.

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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pearson

Mitglied seit
07.03.2006
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Ups, da hab ich wohl wirklich komplett falsch verstanden. Hatte mich auch schon gewundert, weil du dich sonst garnicht so "fies" liest. Entschuldigung!

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Zicke

Mitglied seit
11.08.2002
Beiträge: 1132
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ich hatte eigentlich gedacht, dass diese Geschichte beendet sei, aber meine Kollegin setzt noch einen drauf.

Ihr Manager hat ja die Email an die Perso gesandt, dass sie am 2. Jan wieder arbeitet. Heute bekomme ich eine Email von ihr.... der Flug am 2. Jan waere teurer gewesen, deshalb hat sie jetzt einen Flug am 8. Jan, zurueck zur Arbeit am 9. Jan.

Ich halte es in dieser Zeit der Umstrukturierung fuer sehr leichtsinnig, ohne Bewilligung ihres Chefs kurzerhand eine Woche extra Urlaub zu nehmen (im voraus, denn sie hat ja keinen urlaub fuer 2007 mehr).

Ich kann mich nicht entscheiden, ob sie den Ernst der Situation nicht erkennt (Umstrukturierung/Umzug der Abteilung) oder ob sie gar keinen Bock auf den Job hat.

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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