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Hilfe zu einigen Rechtsfragen

Keroleen

Mitglied seit
16.05.2006
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

...danke für eure Antworten.

zu 1

Kaution wurde damals nicht bezahlt und die Miete für die Monate, wo er bereits verstorben war ist noch offen. Im BGB steht, dass die Erben den Mietvertrag fortführen, es sei denn, die schlagen das Erbe aus. Was hier ja der Fall ist. Die Nachbarin erzählte uns, dass der Verstorbene kurz vorher noch neue Elektrogeräte etc. erhalten hat und diese haben die Angehörige mitgenommen. Kann ja nicht sein. Das "Brauchbare" mitnehmen und für den Rest müssten wir dann aufkommen. Einfach aufbrechen können wir ja auch nicht, da es sonst heißt, wir hätten die Sachen rausgenommen. Wie ist es denn überhaupt, wenn jemand stirbt? Ich meine, er ist ja begraben worden und irgendjeman muss es doch organisiert haben? Sozialamt und Einwohnemeldeamt sind dafür nicht verantwortlich.

zu 2
Schuldschein besteht - die Person ist aber abgehauen und wird auch gesucht. Wenn nicht bei den Steuern, wo sollte man diese denn sonst abschreiben?

DANKE

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Keroleen

Mitglied seit
16.05.2006
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

Hallo,

bin über jeden Tipp und Rat sehr glücklich. Es gibt zwei Sachlagen:

1.
Mieter ist Verstorben. War Sozialhilfeempfänger. Der Mietvertrag bestand jedoch zwischen dem Mieter und Vermieter. D. h. Mieter hat Geld vom Sozialamt bekommen und dann an Vermieter weitergeleitet. Mieter hat Schwester und Bruder. Der Mieter ist im Krankenhaus verstorben, Schwester und Bruder sind danach in die Wohnung gekommen und haben diese ausgeräumt. Im Anschluss haben die gesagt, dass sie den Schlüssel an das Sozialamt abgeben haben und mit dem Verstorbenen nichts mehr zu tun haben wollen. Werden demnach das Erbe ausschlagen.
Aber was macht der Vermieter nun? Das Sozialamt fühlt sich dafür nicht verantwortlich, da der Verstorbene mit dem Vermieter einen Vertrag hatte. Desweiteren nehmen sie keine Wohnungsschlüssel an. Was muss der Vermieter jetzt machen? Wenn die Angehörigen die Wohnung oder jedenfalls, das was sie noch haben wollten aus der Wohnung genommen haben, dann sind sie doch das Erbe angetreten, oder?

2.
Privatperson verleiht ein Darlehn an eine Unternehmen (e.K.). Das Unternehmen zahlt nicht zurück. Kann die Privatperson das Darlehn (zzgl. Zinsen) bei der Steuererklärung geltend machen und abschreiben?

Für eure Hilfe schon mal ein herzliches Danke.

Gruß
Keroleen

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blondchen

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 856
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Zu 1:

Kaution von damals behalten, Schloss auswechseln lassen und neu vermieten. Mitteilun an Sozialamt, Mieter x verstorben, MV endet somit am x. Feddisch is.

Zu 2: Nein! Wo simma denn hier? Auf den Caymons?

Für Hummel ab jetzt ohne Bild

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Kuemmerliese

Mitglied seit
14.03.2007
Beiträge: 3715
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Zu 1.) Genau so wie blondchen sagt
zu 2.) Hä??? Privatperson leiht Unternehmen Geld? Super! Meines Erachtens sollte es aber möglich sein, dies zzgl. Zinsen geltend zu machen.

Frohes Schaffen!

Liebe Grüße von der
Kümmerliese

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Frauen sind Engel. Wenn man ihnen die Flügel bricht, fliegen sie weiter.... auf einem Besen!

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Keroleen

Mitglied seit
16.05.2006
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

Danke vorab.

zu 1)

Kaution besteht nicht. Darf Vermieter die Tür aufbrechen lassen?

zu 2)

Es waren mal Freunde.

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Sumsel

Mitglied seit
02.08.2006
Beiträge: 253
Hilfreich: 0

zu 1.) Also, der Schlüssel zur Wohnung ist nicht mehr auffindbar? Dann würde ich die Türe öffnen lassen als Vermieter (wer soll noch was dagegen haben, wenn Mieter verstorben und Familie nix mehr wissen will?).

zu 2.) Mahnbescheid beantragen oder gleich einklagen. Wenn z.Zt. bei dem Darlehensnehmer nichts zu holen ist, kann man mit einem vollstreckbaren Titel auch später noch Geld von ihm holen. Da würde ich aber unbedingt eine anwaltliche Beratung bzw. Vertretung empfehlen.
Steuerlich geltend machen kann man da meines Wissens nicht.

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clarissa

Mitglied seit
21.09.2006
Beiträge: 685
Hilfreich: 0

Zu 1)
Den Schlüssel von Schwester und Bruder des Verstorbenen zurück fordern. Das Sozialamt [i]vermietet [/i:819ca21d0b]keine privaten Wohnungen, das sollte denen klar gewesen sein. Deren Dummheit, wenn sie den Schlüssel dort abgeben und er geht verloren.
Falls Schwester und Bruder Schlüssel nicht bringen, Wohnung aufbrechen, Schloss tauschen, neu vermieten.

Zu 2)
Bei Geld hört die Freundschaft oft auf - hast du einen Beleg, dass du Geld verliehen hast; Schuldschein mit Rückzahlungsvereinbarung? Falls nein, kannst du's abschreiben (aber nicht bei der Steuer ).

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zioba

Mitglied seit
03.01.2006
Beiträge: 206
Hilfreich: 0

zu 1:
ich bin kein Anwalt, aber der gesunde Menschenverstand sagt:
[b]Wenn der Bruder und die Schwester des Verstorbenen die Wohnung ausgeräumt haben, haben sie automatisch das Erbe angetreten![/b:3d1487748a]

--> Anwalt einschalten. Wenn Sie das Erbe ausschlagen, dürfen sie auch nicht die Erbstücke (Möbel und sonstige private Dinge) nehmen.
Unbedingt die Forderungen bei den Erben (Bruder&Schwester) anmelden.
Wenn die das Erbe ausschlagen, kommt der nächste in der Erbfolge an die Reihe...

Mit dem Tod des Mieters endet doch sicher auch der Mietvertrag; also kann der Vermieter auch die Wonung öffnen lassen. da die Angehörigen sowieso ausgeräumt haben und auch erklärt ahben, dass sie mit der Wohnung nichts mehr zu tun haben wollen, dürfte es rechtlich kein problem darstellen, die Wohnung zu öffnen und mit einem neuen Schloß auszustatten.

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clarissa

Mitglied seit
21.09.2006
Beiträge: 685
Hilfreich: 0

Weshalb ist es für den [i]Vermieter [/i:df9de9917f]interessant, ob Bruder/Schwester das Erbe antreten oder nicht?
Hat er die letzte(n) Miete(n) nicht gezahlt? Davon lese ich aber nichts.

Ansonsten:
- Die haben die Wohnung ausgeräumt: gut für den Vermieter, braucht er es nicht zu tun.
- Die haben den Schlüssel verbummelt: einfordern oder aufbrechen und Schloss tauschen.

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