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Heimwohngeld !??

sting

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02.08.2001
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Hi,

ist jemand da, der einen Elternteil im Pflegeheim hat?
Meine Mutter ist seit 3 Monaten im Heim (Pflegestufe 2) und wenn ich jetzt alles abziehe, bleiben ca. 120€ übrig für Frisör, Fußpflege und soweiter. Das reicht natürlich nicht wirklich. Jetzt habe ich gehört, dass es Heimwohngeld gibt (in NRW). Unter welchen Voraussetzungen wird das daenn gezahlt? Was ist mit Eigenkapital? Bevor ich zum Amt gehe möchte ich mich erst etwas selbst informieren, aber entweder gibt es da unterschiedliche Bestimmungen oder die Leute erzählen nicht die Wahrheit. Gegoogelt habe ich schon aber nichts Genaues gefunden. Wer kann mir dazu was sagen?
:?:

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jaegerin

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Was ist denn außer Frisör und Fußpflege noch "undsoweiter"? (also ich hab dafür keine 120 € im Monat)

Essen, Unterbringung und Betreuung sind doch schon bezahlt. Was soll denn noch übrigbleiben?

Google sagt dazu:

Infoservice zur Grundsicherung

Die Grundsicherung ist ein wichtiger Beitrag zum Abbau der verschämten Altersarmut. Denn häufig beantragen Seniorinnen und Senioren keine Sozialhilfe, weil befürchtet wird, dass Kinder zum Unterhalt herangezogen werden. Jetzt gibt es eine eigenständige soziale Leistung, die den Lebensunterhalt sicher stellen soll. Anspruch auf diese Grundsicherung haben Menschen, deren Einkommen oder Vermögen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt sicher zu stellen. Sie müssen entweder mindestens 65 Jahre alt oder dauerhaft voll erwerbsgemindert sein. Anträge auf Grundsicherung können bei kreisfreien Städten, den Kreisen oder den kreisangehörigen Gemeinden gestellt werden.

Der Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesgesetz richtet sich an die Kommunen. Der Bund stellt den Kommunen Mittel zur Verfügung, um die zusätzlichen Belastungen aufzufangen, die sich aus der Differenz zwischen der bisherigen Sozialhilfe und den Leistungen aus der Grundsicherung ergeben.

Wer Anspruch auf Leistungen hat, wie sich der Bedarf errechnet und wie die Grundsicherung beantragt werden kann, darüber informiert Call NRW - das Bürger- und ServiceCenter der Landesregierung. Der Infoservice "Grundsicherung" ist montags bis freitags zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 0180 3 100 110 (9 ct/Min aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer) erreichbar

guggstdu hier: http://www.callnrw.de/infoservice_grundsicherung.php und hier: http://forum.jurathek.de/forumdisplay.php?s=08afa960b940ff8d26f9eb1e9057fe46&f=6

[img:bd7f01c9a6]http://www.cosgan.de/images/midi/boese/s010.gif[/img:bd7f01c9a6]

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sting

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Es gibt im Heim nur Mineralwasser; evtl. möchte man mal einen Saft trinken oder wenn es hoch kommt auch mal ein Glas Sekt. Dann müssen alle Pflegeartikel wie Zahncreme, Duschlotion usw. gekauft werden. Da die Kleidung sehr oft gewaschen wird muss auch da was ersetzt werden. Und evtl. möchte der "alte Mensch" mal eine Tasse Kaffee spendieren wenn eine freundin zu Besuch kommt.
Das Pflegeheim kostet in der Pflegestufe 2 im Monat 3000€, da sind die sparbücher schnell lehr.

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sting

Mitglied seit
02.08.2001
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Die grundsicherung ist nicht mit dem heimwohngeld zu vergleichen. Das Heimwohngeld entspricht dem Wohngeld was jeder bekommen kann, wenn das einkommen nicht reicht

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clarissa

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Google mal nach
neuntes gesetz zur änderung des wohngeldgesetzes

Gilt seit 2005. Da musst du dich durchwühlen.

Ich vermute, dass ein vorhandenes Eigenkapital erst mal aufgezehrt werden muss, bevor jemand Wohngeld bekommt. Ist ja nicht anders bei Sozialhilfe bzw. jetzt Hartz IV.

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Edana

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[quote="clarissa"]
Ich vermute, dass ein vorhandenes Eigenkapital erst mal aufgezehrt werden muss, bevor jemand Wohngeld bekommt. Ist ja nicht anders bei Sozialhilfe bzw. jetzt Hartz IV.
[/quote]

Ganz genau so siehts aus. Bei meinem Großvater hat zumindest seine Rente noch einen Großteil der Kosten abgefangen. Allerdings hatte man meiner Mutter als Betreuerin geraten, seine Wohnung schnellstmöglich zu renovieren und dann neu zu vermieten. Diese Miete wäre dann (da er ja Besitzer des Hauses war) ebenfalls zur Kostendeckung rangezogen worden. Das wäre noch ein weiterer Punkt, den du beachten müsstest, wenn deine Mutter Eigentümerin einer Immobilie sein sollte, sting.

Hat deine Mutter einen bestellten Betreuer? Dann könntest Du nämlich eventuell auch beim zuständigen Sozialgericht nachfragen. Manche Sachbearbeiter sind sehr nett und helfen da auch weiter.

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jaegerin

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Also wenn ich das richtig verstehe, willst Du Wohngeld beantragen, damit Deine Mutter mehr "Taschengeld" hat. Also das ist doch wohl nicht wahr, oder? Wie wäre es denn, wenn Du ihr einen Zuschuß geben würdest? Sie hat doch Dich jahrelang ernährt und gekleidet. Jetzt wäre doch die Gelegenheit, ihr davon etwas zurückzugeben.

So habe ich das zumindest bei meiner Mutter gemacht!

Ich finde es nicht gut, wenn jeder gleich nach dem Staat schreit, der ja verpflichtet ist, mich zu ernähren. Vor allem, wenn so wie in Deinem Fall noch Kapital vorhanden ist.

Oder hast Du Angst, es bleibt nicht genug übrig zum Erben?

[img:bd7f01c9a6]http://www.cosgan.de/images/midi/boese/s010.gif[/img:bd7f01c9a6]

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Zicke

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11.08.2002
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Ich kann Jaegerin nur zustimmen - gib deiner Mutter doch zusaetzlich EUR 100 pro Monat - alternativ kauf fuer sie ein... die Getraenke, die sie haben moechte, Kosmetik etc. - das kostet sicherlich nicht EUR 100 pro Monat ...

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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sting

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02.08.2001
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Also ich wünsche Euch nicht, dass ein Elternteil in Pflegeheim kommt. Ich bin bestimmt nicht kleinig, aber es fallen noch so einige Sachen an, die ich schon bezahle. Z. B. die Tageszeitung, Kleidung, Schuhe usw. Da meine Mutter stark abgenommen hat, mussten wir alles neu kaufen. Auch die Brille. Und das Geld geht weg wie nichts. Wie gesagt 3000€ pro Monat sind ja auch kein Pappenstiel. an Erben ist gar nicht zu denken, sondern an Zuzahlung da die Rente nicht reicht.
Ich fahre 3x in der Woche zum Heim und bringe jedes Mal was mit. Mal Kartoffelsalat, ein Stück Kuchen oder so. Das will ich eigentlich nicht erwähnen.
ich gehöre wohl zur Sandwich-Generation denn mein Sohn und meine Tochter studieren beide und auch da darf ich fleißig zahlen.
Dann soll ich ja auch noch was für meine Rente einzahlen - also ich brauch mir keine Gedanken machen, wo mein Geld bleibt.
Wir gehören nicht zu den Leuten, die vom Sozialamt leben, denn meine Eltern haben über 40 Jahre gearbeitet und fleißig Steuern gezahlt. Dann ist es besonders traurig wenn mal im Alter jeden Cent 2x umdrehen muss.
Man darf 6900€ Eigenkapital behalten und bekommt Pflegewohngeld. Das ist das Geld was wohl für die Beerdigung eingehalten werden darf.

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KarinS

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17.09.2001
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hallo Sting,

du hast recht, es reicht nicht wirklich - und wenn es dann nur Mineralwasser zum trinken gibt erst recht nicht. Meine Oma war auch Pflegefall. Wenn du vom Sozialamt was willst muss zum einen erst mal das eigene Vermögen deiner Mutter weg sein, zum anderen musst du (oder evtl. auch deine Geschwister) erst nachweisen, dass ihr nicht genügend habt, um für eure Mutter aufzukommen. Da werden pro Person bestimmte Grundwerte zugrundegelegt, auch das Einkommen des Ehepartners wird berücksichtigt und auch Kinder. Wenn mehr übrig ist, müsst ihr für eure Mutter aufkommen, sofern sie nichts eigenes mehr hat.

Übrigens, falls die Rente / Pflegeversicherung nicht für den Heimaufenthalt ausreicht und das Sozialamt (oder wie immer die Stelle zur Zeit heißt) für den Rest aufkommt, bekommt deine Mutter auch nicht mehr als 120 Euro. Ich weiß, dass es zu wenig ist, aber so ist das nunmal.

Gruß
Karin

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