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Zu viele Gedanken?

Hallo Missy,

doch - ich habe einen Vollzeitjob.

Das hat mehrere Gründe:

1. wenn ich Teilzeit arbeiten würde, hätte ich die schlechtere Lohnsteuerklasse, dann bliebe nach Abzug der KiTa-Kosten so gut wie nichts übrig

2. habe diese Bewerbung geschrieben und nicht wirklich ernsthaft damit gerechnet, mit zwei kleinen Kindern in die engere Auswahl zu kommen. Dann habe ich aber das Angebot bekommen, obwohl ich gesagt habe, dass ich jeden Tag pünktlich den Hammer fallen lassen muss. Und Jobs bei uns in der Region sind echt rar gesät

3. will ich nicht vom Einkommen meines Mannes abhängig sein

4. will ich selbst etwas für meine Rente etc. tun

5. macht es mir sehr viel Spaß

6. brauchen wir das Geld

Mein Tag ist schon straff strukturiert. Aber ich habe sehr kurze Wege zur Arbeit und zur KiTa. Da geht es mir im Endeffekt genauso wie einer TZ-arbeitenden Mutter im Ballungsraum.

Wir fahren um halb acht daheim los und sind ca. 17 Uhr zurück. Dann räumen wir ein bisschen auf, essen Abendbrot und machen einen Spaziergang. Dann ab in die Wanne und in die Heia mit den Kids. Gegen 19:30 Uhr schlafen die dann. Ich bereite alles für den nächsten Tag vor und wenn alles gut läuft, kann ich ab 20:00 Uhr (20:30 Uhr) die Füße hochlegen. Als ich noch Pendlerin war, war ich abends auch nicht früher fertig und musste am Morgen auch so früh aufstehen (05:30 Uhr).

Es hat sicher alles Vor- und Nachteile. Wenn die Kinder z.B. krank sind, ist es echt blöd. Oder wenn am Morgen mal alles überhaupt nicht funktioniert (vollspucken, Windel noch mal kurz vor knapp voll etc.) ... Aber auch diese Tage gehen vorbei. Meine beiden wichtigsten Weisheiten seit ich Kinder habe: "Eins nach dem anderen" und "Es kommt nie auf 5 Minuten früher oder später an"

Liebe Grüße und alles Gute für Dich,

ready

PS: Dass ich so einen guten Job trotz Kinder bekommen habe, liegt mit Sicherheit daran: Meine Vorgängerin ist direkt nach der Probezeit schwanger geworden und hat für den Rest der Schwangerschaft den gelben Schein gebracht. Da hat mein Chef bei mir gedacht, dass ich meine Familienplanung schon abgeschlossen habe ... Denke ich mir!

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Ach ... da spricht mir jemand aus der Seele ...

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Bienchen78

Mitglied seit
07.12.2006
Beiträge: 109
Hilfreich: 0

@miramar

Danke für Deine ehrliche Antwort und gleichzeitig ganz viel Respekt für das, was Du in den letzten Jahren geleistet hast!

Wenn man will, geht alles und man kann Kind & Beruf unter einen Hut bringen, wenn man sich von vorne herein bewusst ist, dass man eben Vor-und Nachteile aus so einer Sache zieht.

Ich kenne so viele Mütter, die "nur" zu Hause und absolut unausgeglichen und unzufrieden sind. Ich habe sehr viel Respekt vor Müttern, die ihre Kinder gross ziehen weil ich weiss, dass diese Aufgabe ein absoluter Full-Time-Job ist. Aber nur zufriedene Mütter haben auch zufriedene Kinder.

Es ist wahrscheinlich erst dann Zeit für eine Entscheidung, wenn man ein Kind unter seinem Herzen trägt, trotzdem find ich den Gedankenaustausch echt interessant.

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KarinS

Mitglied seit
17.09.2001
Beiträge: 376
Hilfreich: 0

Diese Antwort mit dem Kind abschieben hat mich auch gestört, bin aber bewusst nicht darauf eingegangen. Ich kann es nicht mehr hören und finde es noch bedauerlicher, wenn diese Aussagen von berufstätigen Frauen kommen,- unabhängig davon ob mit eigenen Kindern oder ohne! Da reicht nicht einmal das letzte Jahrhundert.

Karin

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Bienchen78

Mitglied seit
07.12.2006
Beiträge: 109
Hilfreich: 0

@ready 2006

Ich ziehe echt den Hut vor Dir, was Du so alles meisterst! Wenn ich für mich aus jetziger Sicht entscheiden könnte, würde ich mich genau für so einen Weg entscheiden - wenn es von der Organisation her umsetzbar ist.

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Sonnenblümchen

Mitglied seit
28.09.2005
Beiträge: 40
Hilfreich: 0

Habe mir alles durchgelesen, und was mir hier fehlt, ist der Fakt, dass es einfach wunderschön ist die ersten 3 Jahre mit Kind zu Hause zu sein. Ich habe 2 Kinder im Abstand von 2 1/3 Jahren bekommen und war 5 Jahre am Stück daheim. Das war eine tolle Zeit, sich ganz auf die Kinder einzulassen und ohne beruflichen Zeitdruck zu leben. Nebenbei habe ich ehrenamtlich ein Mütter- und Familienzentrum mitgegründet und war dort sehr aktiv, habe also nicht nur "im Topf gerührt".
Als meine Kinder im Kindergarten bzw. Grundschule waren, habe ich langsam wieder angefangen, stundenweise zu arbeiten und bin nun auf einer Dreiviertel-Teilzeitstelle, die sehr gut im Einklang mit meiner familiären Situation ist.
Allerdings habe ich den "Luxus" eines vollzeitarbeitenden Ehemanns und kann daher keine Alleinerziehende verurteilen, wenn sie ihr Kind fremd betreuen lässt.
Die Aussage, es gäbe keinen perfekten Zeitpunkt zum Kinderkriegen, ist Quatsch. Eine Frau sollte schwanger werden, solange sie jung genug ist, d. h. zwischen 20 und 35 und gleichzeitig einen lieben Mann an der Seite hat, der Papa sein möchte. Sobald ihr Bauch bei Gedanken an Babies grummelt. Und das unabhängig von der beruflichen Aussicht.
Denn arbeiten müssen wir noch bis 67, aber die Fruchtbarkeit nimmt unweigerlich ab, und wir alle kennen Frauen, die sagen, ach hätte ich doch damals ein Kind bekommen und jetzt ist es zu spät.

Viele Grüße von
Sonnenblümchen

Immer schön gießen...

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Ach Bienchen - Ende letzten Jahres war ich total fertig!

Mit meinem Mann lief es scheiße, finanziell lief es scheiße ...

Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Job ...

Aber wir haben die Probleme miteinander in den Griff bekommen und auch finanziell einiges neu regeln können ... Jetzt geht es bergauf!

Es gibt eben Höhen und Tiefen im Leben!!! Ich hoffe sehr, dass mein bergauf etwas länger anhält!

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clarissa

Mitglied seit
21.09.2006
Beiträge: 685
Hilfreich: 0

Leute, ich verstehe die ganze Diskussion nicht - weder hier im Forum noch in der derzeitigen Politik.

Jede, jede, jede Frau (bzw. jedes Paar) sollte sich entscheiden können, ob und wann sie ein Kind bekommt. Jeder Frau sollte dann die Möglichkeit gegeben werden, entweder zu Hause bei ihrem Kind zu bleiben (nicht weil sie es sich leisten kann, sondern weil sie es MÖCHTE); oder sofort wieder zu arbeiten; die Elternzeit alleine in Anspruch zu nehmen oder sich mit ihrem Mann die Elternzeit zu teilen. Jeder, wie er mag.

Dann sollte es natürlich Krippen- und Hortplätze geben - und zwar kostenlose und genügend, damit die, die wollen, auch die Chance haben, einen zu ergattern.

Außerdem sollte es eine Kindergarten- bzw. Vorschulpflicht geben, denn das Problem mit Migrantenkindern, die vor der Schule nicht Deutsch können, ist ja bekannt.

So lange aber solche Thesen mit "Rabenmütter", "Nur-"Hausfrau, "Gebärmaschinen" (und das von einem Bischof! *polemik: wie viele kinder hat der schon bekommen und erzogen?*) und "abschieben in die Krippe" im Raum stehen, ist das noch ein weiter Weg.

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