Menu

Zeitarbeiter-Austausch

philomenia

Mitglied seit
11.02.2004
Beiträge: 737
Hilfreich: 0

Hallo,

ich bin erst seit 1 Monat circa bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt und möchte mich gern mit anderen Zeitarbeitern austauschen. Meine Kolleginnen von der Zeitarbeitsfirma kenne ich ja gar nicht... (wüsste auch nicht, wann ich die kennenlernen sollte - außer auf einer Weihnachtsfeier vielleicht und die ist ja schon gelaufen)

Ich hatte erst einen Einsatz (Urlaubsvertretung) und bin zurzeit "ohne". Meine Betreuerin hat noch nichts Neues für mich, deshalb soll ich nächste Woche auf der Geschäftsstelle aushelfen.
Mich würde interessieren, wie rechtzeitig ihr von neuen Einsätzen erfahrt. Wie lange eure Einsätze dauerten. Welche Erfahrungen ihr gemacht habt in puncto Akzeptanz im Einsatzbetrieb seitens der festen Belegschaft. Bekommt ihr Fortbildungsmöglichkeiten von der Zeitarbeitsfirma? Seid ihr mit der Betreuung zufrieden? Wenn ihr in einem Einsatzbetrieb Schwierigkeiten hattet, wird das ernst genommen und wird Abhilfe geschaffen? Kann man Einsätze ablehnen, wenn man da nicht arbeiten will (aus welchen Gründen auch immer?) Wie weit entfernt waren eure Einsätze? Kommt das Gehalt pünktlich? Wurde euch bei Nicht-Einsätzen gekündigt und später wieder eingestellt? Und und und...

Philo

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Apfelsine

Mitglied seit
06.05.2002
Beiträge: 119
Hilfreich: 0

Morgen Philomenia,

ich habe Ende Januar 07 bei einer Zeitarbeitsfirma angefangen. Der Einsatz dauerte nur 1 Woche.
Im Vertrag steht eine Kündigungsfrist von 1 Tag im ersten Monat, 2 Tagen im 2. Monat, 3 Tagen im 3. Monat usw.
Nach einer Woche war kein neuer Auftrag da. Man wartete noch großzügig 3 Tage auf einen neuen Auftrag und kündigte mich dann.

Das musste ich so dem Arbeitsamt direkt weitergeben.

Jetzt, Mitte Februar war wieder ein Auftrag da, für 1,5 Wochen. Heute ist mein letzter Arbeitstag, und wiederum gibt es nichts Neues.
Der erneute Arbeitsvertrag lief unbefristet und wurde mir schon am Mittwoch, wegen der abzusehenden fehlenden Aufträge gekündigt.

Dieses Hick-Hack musste ich immer schnell dem Arbeitsamt melden.
Und ich habe und hatte ständig die Hoffnung, dass ich endlich für einen längeren Einsatz - sei es auch nur 3 Monate - geplant werden kann.

Ich weiß nicht mal, ob die Arbeitsagentur meinen geringen Verdienst jetzt im Rahmen eines 400 EURO- Jobs abrechnet, und mir letzten Endes nur den monatlichen Freibetrag von 100 EURO und auf den Rest die 20 % bleiben.

Meine Zeitarbeitsfirma (Allbecon) scheint mir nicht die Ideale zu sein, obwohl sich meine Betreuerin bei der Vermittlung Mühe gegeben hat.

Als ich den ersten Auftrag annahm, sagte man mir, dass der Auftrag zwar nur kurz sei, der Arbeitsvertrag aber unbefristet abgeschlosssen würde. Über die Kündigungsfrist von 1 Tag ging man großzügig hinweg.
Denn auch ich ging davon aus, dass ich bei fehlenden Aufträgen in der Firma selbst aushelfen müsse.

Ja, PUSTEKUCHEN !!!!!!!!!!!!!!!!

LG

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

vroni62

Mitglied seit
26.04.2006
Beiträge: 1140
Hilfreich: 0

Hallo zusammen,

erst mal vorweg ich habe eine Erfahrungen mit Zeitarbeit. Allerdings finde ich es nicht schlecht auch in dieser Branche berufliche Erfahrungen zu sammeln. Was mich aktuell davon abhält ist weniger der geringere Verdienst, sondern eher, dass die Chancen für einen konstanten Einsatz eben nicht sehr groß sind. Ansonsten finde ich die Idee der Zeitarbeit nicht schlecht. Viele Firmen suchen sich somit die späteren Mitarbeiter und so hat man auch die Chance in größere Firmen unterzukommen.
Allerdings wenn es so läuft wie bei Apfelsine mit diesen sehr kurzen Einsätzen und der Ungewissheit was denn danach kommt würde mir Zeitarbeit keinen Spaß machen!

Vroni

Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Hallo,

ich habe einmal in den Semesterferien für eine größere Zeitarbeitsfirma gearbeitet (Einsatz war 2 Monate - war vorher schon klar) und später eigentich auch nur geplant in den Semesterferien für eine kleine Zeitarbeitsfirma ... Aber mir gefiel der Job viel besser als das Studium, also bin ich geblieben!

Ich hatte dann im unbefristeten Arbeitsverhältnis über die Zeitarbeitsfirma drei Einsätze, die zweite Firma wollte mich bereits übernehmen. Aber dann kam der dritte Einsatz und das war eine so tolle Firma, dass ich Risiko gegangen bin und dort auch noch "reingeschaut" habe. Die haben mich dann nach einem 3/4-Jahr übernommen.

Das war eine kleine, aber feine Zeitarbeitsfirma im Rhein-Main-Gebiet. Ich habe gut verdient, die haben mir sogar die Monatsfahrkarte der Bahn für den ICE i.H. von 370,- ? (Arbeitsstelle war 120 km vom Wohnort entfernt) bezahlt.

Ich fand es sehr gut, hatte aber auch nie Leerlauf zwischen den Einsätzen und konnte meinen zukünftigen Arbeitgeber so eben auch selbst prüfen.

Ich würde es jederzeit wieder machen. Allerdings muss ich sagen, für die Hungerlöhne, die die großen Zeitarbeitsfirmen zahlen, hätte ich meine Probleme zu arbeiten (und auch Probleme, mein Leben zu finanzieren).

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

bramble

Mitglied seit
27.02.2006
Beiträge: 2075
Hilfreich: 0

Meine Erfahrungen mit ZA sind eigentlich positiv. Ich habe jeweils unbefristete Vertraege bekommen, und bin nie gekuendigt worden. Jedoch gab es natuerlich auch mal eine Auszeit von ein paar Tagen, aber selten mehr als 1 Woche.

Der allererste Einsatz war unter aller Kanone, aber das lag nicht an der ZA-Firma, sondern an der Einsatzfirma. Da wurden ZA-Kraefte als letzter Muell behandelt, angeschrien, rumgeschubbst, und die Arbeit wurde mir sogar mal im hohen Bogen vor die Fuesse geworfen :shock: . Auch die Zeit habe ich ueberlebt, war zum Glueck nur ein kurzer Einsatz, aber ich habe mich bei der ZA-Firma ueber das Verhalten der Vorgesetzten beschwert.

Ansonsten hatte ich immer Glueck. Die Kollegen und Vorgesetzten waren freundlich und hilfsbereit, mehrmals wurde ich von Firmen wieder angefordert, und zweimal bin ich aus einem ZA-Vertrag in eine unbefristete Festanstellung uebernommen worden.

Es war sicherlich eine interessante Zeit, aber ich war ja auch juenger, ungebunden und ohne Familie, sprich Verpflichtungen. Natuerlich musste man kurzfristig zur Verfuegung stehen, meist am naechsten Tag, manchmal sogar noch am selben Tag. Und die Einsaetze waren strategisch gut ueber die Stadt verteilt, so dass ich die Umgebung, in die ich beide Male gerade gezogen war, gut kennengelernt habe.

Liebe Gruesse
Bramble [img:c4b134337d]http://www.move2nz.com/member/forum/images/emotions/hehe.gif[/img:c4b134337d]

[color=green]Just relax and have fun... it's amazing what you can achieve![/color]

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Tortuga

Mitglied seit
30.09.2002
Beiträge: 177
Hilfreich: 0

Nachdem ich 12 Jahre lang in einem Unternehmen war, habe ich gewechselt. Leider bin ich in einer Firma gelandet, bei der der Job zwar super interessant, die aber auf der menschlichen Ebene eine Katastrophe war. Nach drei Jahren habe ich es nicht mehr ausgehalten und gekündigt.

Dann bin ich bewusst zu einer Zeitarbeit gegangen. Dort gilt das Prinzip Try & Hire, es war also von vornherein klar, dass die Einsätze darauf abzielten, ggf. dort übernommen zu werden.

So hatte ich die Möglichkeit, die Unternehmen kennen zu lernen und vor allem die für mich so wichtige menschliche Komponente zu prüfen. Der erste Einsatz war nett, aber die Aufgabe nicht sehr anspruchsvoll. Dann war ein kleiner Leerlauf und man hat mir angeboten, in dieser Zeit Urlaub zu nehmen oder in der Geschäftsstelle zu arbeiten. Ich bin dann in die Geschäftsstelle gegangen, auch das hat Spaß gemacht. Dann, nach zwei Wochen, kam der nächste Einsatz. Hier ging es um eine Krankheitsvertretung, also nicht unbedingt eine Übernahme, aber das war ok für mich, denn die Zeitarbeitsfirma hatte versprochen, sobald ein Einsatz kommen würde, der auf mich passt, hätten sie mich raus genommen und dorthin geschickt.

Schon nach wenigen Tagen merkte der Chef in der Einsatzfirma, dass ich wesentlich mehr auf dem Kasten hatte und nach wenigen Wochen kam das Angebot für eine Übernahme. Die Dame, die ich vertreten habe, hatte sich inzwischen entschieden, das Unternehmen krankheitsbedingt zu verlassen, so dass ich niemandem den Job weg nahm. Und so blieb ich. Da bin ich heute noch, seit 5 Jahren.

Es ist nicht mein ursprünglicher Job, aber ich bin glücklich. Die Aufgaben sind interessant, ich kann meine Arbeit selbst gestalten und die menschliche Ebene stimmt.

Mit der Zeitarbeitsfirma war ich sehr zufrieden und würde es jederzeit wieder machen. Die Bedingungen waren gut. Mein Verdienst bei der Zeitarbeit war ok. Ich hatte eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende. Wenn kein Einsatz da war, dann wurde nicht gekündigt, sondern man konnte entweder Urlaub nehmen, in der Geschäftsstelle arbeiten oder man wurde pro bono an eine gemeinnützige Initiative ?ausgeliehen?. Ich habe zusätzlich zum Gehalt eine Tagespauschale bekommen (Fahrkosten- und Verpflegungszuschuss) und Überstunden wurden bezahlt.

Mir ist es nie passiert, dass ich aus einem Einsatz raus wollte. Ich weiß aber von einer Bekannten in der gleichen Zeitarbeitsfirma, dass man sehr gut mit so einer Situation umging. Es wurden zunächst Gespräche geführt und als sich nichts änderte, wurde sie aus dem Einsatz rausgenommen (hat mit einer anderen getauscht).

Ich weiß nicht, ob ich einfach Glück mit meiner Zeitarbeitsfirma hatte oder ob sich die Situation in den vergangenen 5 Jahren so drastisch geändert hat.

Liebe Grüße
Tortuga

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Apfelsine

Mitglied seit
06.05.2002
Beiträge: 119
Hilfreich: 0

Die Situation hat sich so drastisch verändert, Tortuga

LG

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

vroni62

Mitglied seit
26.04.2006
Beiträge: 1140
Hilfreich: 0

Ich sehe es auch so wie Apfelsine und auch Du Tortuga hast das ja schon angedeutet.
Vor 5 Jahren war noch manches anders im Arbeitsleben....
Außerdem ist heute die Konkurrenz unter den Zeitarbeitsfirmen so groß geworden. Auch hier wird mehr denn je auf die Kosten geschaut um wettbewerbsfähig zu sein und das geht wiederum zu Lasten des Arbeitnehmers.

Vroni

Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

bramble

Mitglied seit
27.02.2006
Beiträge: 2075
Hilfreich: 0

Es kommt sicherlich auch auf die ZA-Firma an. Tortuga, ohne hier Werbung machen zu wollen, kannst du mir den Namen der ZA-Firma nennen? Wuerde mich sehr interessieren.

Liebe Gruesse
Bramble [img:c4b134337d]http://www.move2nz.com/member/forum/images/emotions/hehe.gif[/img:c4b134337d]

[color=green]Just relax and have fun... it's amazing what you can achieve![/color]

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Sektträgerin

Mitglied seit
12.05.2006
Beiträge: 166
Hilfreich: 0

Auf einer früheren Arbeitsstelle hatte ich immer, wenn ich länger als 2 Wochen durch Urlaub gefehlt habe, Vertretungen von Zeitarbeitsfirmen.

Irgendwann rief mich der Firmenbeauftragte eines Unternehmens an, welches mit uns zusammenarbeitete und sagte, es hätte sich eine Frau XYZ bei ihm vorgestellt, sie arbeitete bei einer Zeitarbeitsfirma und er hat im Bewerbungsschreiben gelesen, dass sie auch schon bei mir Vertretung gemacht hat - klar, er kannte ja die Abteilung .
Wortlaut: "Was ist das für eine?????"

Ich habe nur gelacht und ihm gesagt: für die Truppe, für die sie das Mädel brauchen, ist sie genau die richtige (Bau!). Große Klappe und Herz am richtigen Platz, lässt sich nicht alles gefallen von den "Jungens", arbeitet super und schnell. Stören sie sich nicht an ihrem Alter (sie war gut über 50), sondern: greifen sie zu!

Manchmal kommt man auch über Umwege zu einem festen Job und raus aus der Zeitarbeit.

Wenn ich arbeitslos werden würde, würde ich mich auch auf jeden Fall bei einer Zeitarbeitsfirma bewerben

***Lieber einen wackligen Kneipentisch, als eine feste Beziehung***Eine Dame rennt nicht und schon gar nicht einem Mann hinterher!*

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.
Hinweis: Sie müssen sich einloggen um antworten zu können. Noch kein Login? Hier registrieren.