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Was mache ich mit meiner Kollegin

Emilia06

Mitglied seit
29.03.2006
Beiträge: 60
Hilfreich: 0

Hallo Ihr Lieben,
ich stehe kurz vor dem Feierabend und habe noch einmal hier reingeschaut. Was würdet Ihr machen. Ich habe eine Kollegin von Anfang 40, die aber nach außen wirkt wie Anfang 60, sie wirkt auch sehr unkonzentriert und man hat das Gefühl, sie ist an dem was sie tut gar nicht interessiert. Ich habe Sie auch schon einmal darauf angesprochen, aber es hat sich seitdem nichts geändert. Was würdet Ihr tun?
Emilia

Der Weg ist das Ziel

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Omak

Mitglied seit
17.01.2006
Beiträge: 116
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Ja, Emilia, wenn der Chef nichts sagt... kannst Du gar nichts machen. Ich glaube nicht, dass sie sich von Dir (es sei denn, Du bist weisungsbefugt) etwas sagen lässt. Du hast sie ja schon angesprochen, wie hat sie denn reagiert? Hat sie privat denn Sorgen?

Ich habe auch so eine Kollegin, die mich vertritt, wenn ich Urlaub habe! Und meine Kollegin steht "selbstverständlich über den Dingen", kann alles, weiß alles - nur das Arbeiten klappt nicht so richtig. Chef hat gemeint, solange alles dann halbwegs läuft... Und nun lasse ich es dann eben so halbwegs laufen, er ist der Chef! Aber ich ärgere mich trotzdem darüber.

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Emilia06

Mitglied seit
29.03.2006
Beiträge: 60
Hilfreich: 0

Der Chef hat mir ihr auch schon gesprochen und ihr verschiedene Ratschläge gegeben. Private Sorgen hat sie nicht, sagt sie. Sie macht aber diesen Eindruck nun schon seit über einem Jahr. Ich muß sie auf jede Kleinigkeit aufmerksam machen.
Mein Chef gibt ihr noch ein Chance, aber er hat schon gemeint, wenn sie sich nicht ändert, dann müsse man sich von ihr wohl trennen.
Emilia

Der Weg ist das Ziel

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Sektträgerin

Mitglied seit
12.05.2006
Beiträge: 166
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Es ist nicht normal, dass man mit 40 wie 60 aussieht und keine privaten Sorgen hat.

Es ist auch logisch, dass man privaten Sorgen nicht am Arbeitsplatz mit Fremden bespricht, um nicht allen kundzutun: ich bin im Moment psychisch labil, ich kann eigentlich nicht mehr. Es interessiert mich im Moment eigentlich nicht, was um mich passiert, ich habe viel größere Probleme

Man versucht, alles so gut zu verdecken, so gut zu arbeiten, wie es eben geht, aber es geht nicht, weil man mehr mit den privaten Sorgen beschäftigt und dadurch unkonzentriert ist. Man schleppt einfach die privaten Sorgen mit zum Arbeitsplatz. Wer mal richtig Probleme hatte, wird das verstehen

Du hast sie daraufhin angesprochen, aber ein :"Du kannst nicht weiterhin so unkonzentriert arbeiten, du machst nur noch Fehler, hast du was?" reicht nicht aus.

Wenn ich diese Kollegin "mögen" würde und auch so guten Kontakt hätte, würde ich sie einfach mal privat zum Essen einladen, um zu versuchen, herauszukriegen, was da wirklich ist. Ein Glas Rotwein wirkt da manchmal Wunder. Versuchen, ein wenig Vertrauen zu bekommen und nicht nur Vorwürfe wegen der schlechten Arbeit ablassen.

Es kann alles sein: Scheidung, Belastung durch die Familie, Alkohol, Schulden etc. und das sind Themen, wo man am Arbeitsplatz nicht drüber spricht. Vielleicht hat sie auch im privaten Bereich keinen, dem sie sich anvertrauen kann.

Ich würde nach Sympathie entscheiden

Lg

***Lieber einen wackligen Kneipentisch, als eine feste Beziehung***Eine Dame rennt nicht und schon gar nicht einem Mann hinterher!*

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TanteNana

Mitglied seit
16.08.2005
Beiträge: 158
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@omak!!
ich kann dich sowas von gut verstehen,

gerade wenn ich in urlaub gehe,
sie nickt und sagt zu allem ok! und wenn ich zurückkomme ist nur die hälfte richtig gemacht (wenn überhaupt) und der chef nimmt es aber hin!!
da könnte ich an die decke gehen,
mir würde er so eine schlamperei im traum nicht abnehmen,
aber bei ihr ??
da geht mir regelmäßig der hut hoch!!

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Aus eigener Erfahrung kann ich Sektträgerin nur zustimmen.

Auch ich habe in den letzten 3 Jahren schwerwiegende private Probleme gehabt und es fiel mir sehr schwer diese nicht mit auf die Arbeit zu nehmen. Meine Gedanken sind oft abgeschweift und ich hatte Probleme mich zu konzentrieren. Da ich mir dies aber nicht erlauben konnte habe ich es immer wieder geschafft diese Probleme zu verdrängen und mich auf die Arbeit zu konzentrieren, was nicht immer einfach war und sicher auch nicht jeder schafft. Seit Anfang März haben wir unsere privaten Probleme in den Griff bekommen.

Bei uns in der Firma hat niemand etwas gemerkt und sprechen wollte ich dort auch mit niemanden. Später habe ich dann mal was angedeutet, weil meine Kollegin auch schwere private Probleme hat und sich dies auf Ihre Arbeit und Ihr Verhalten gegenüber Kollegen ausgewirkt hat. Sie hat mir bestätigt, dass man mir nichts angemerkt hat und wir haben allgemein über die Probleme gesprochen, nicht bis ins Detail, aber seitdem läuft es auf der Arbeit wieder und die Probleme bleiben draußen. Wenn dann doch mal was ist, weiß jeder warum und ein paar aufmunternde Worte wirken dann Wunder.

Ich wünsche Dir und Deiner Kollegin, dass ihr einen Weg findet. Wie Sektträgerin schon schreibt, wenn eine gewisse Sympathie da ist wirkt ein privates Gespräch bei einem Glas Wein vielleicht und wenn nicht, kannst Du ihr auch nicht helfen.

LG AnjaG.

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