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Warum arbeitet ihr dort, wo ihr arbeitet?

Loesje

Mitglied seit
06.04.2004
Beiträge: 105
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Ich habe ein sehr gutes Angebot (mehr Urlaub und sogar zwei Monate Lohnfortzahlung im Falle meines Todes an meine Angehörigen) in einer Versicherung für meine jetzige Stelle sausen lassen. Es ist einfach viiieeel spannender.

Viele Grüße, Loesje.

Höhere Gaspreise für mehr Kuscheln!

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Catsitter2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 460
Hilfreich: 0

Ich wollte schon vor meiner Ausbildung bei einer Bank oder Versicherung arbeiten und bin froh, auch den Weg als sauberer Schreibtischtäter ins Vorstandssekretariat gefunden zu haben.

Es grüßt die Catsitter

[color=green:0f17e63000]Ich bin eine Beamtenkatze - ich schleiche mich zur Arbeit, lege meine Pfoten auf den Tisch und warte auf die Mäuse! [/color:0f17e63000]

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Diana80

Mitglied seit
03.04.2006
Beiträge: 27
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Blöde Überschrift, doch ich befinde mich gerade in einer Zwickmühle und mir ist nichts anderes eingefallen.

Ich möchte gern wissen, warum ihr als Sekretärinnen/ Bürokauffrauen etc. arbeitet. Arbeitet ihr wegen dem Geld, d.h. egal in welchem Unternehmen, in welcher Branche, hauptsache die Kohle stimmt? Oder interessiert euch die Branche mehr, so dass ihr auf das Gehalt nicht so schaut?

Grund ist, dass ich vor etwa 2 Jahren für 5 Monate einen Job in einem großen Textilunternehmen über eine ZA hatte. Die Firma wollte mich übernehmen. Doch trotz Gleitzeit, 32 Tage Urlaub und 1400 netto sagte ich dankend ab, da ich keinen Bock hatte mich Tag ein und Tag aus um Bettwäsche, Laken, Müllfahrerbekleidung zu beschäftigen. Es hat mich, auch für das Gehalt, einfach nicht interessiert, ob Müllfahrer Meier seine Latzhose in Größe XXL hat.

Seit dieser Zeit bin ich in einer großen Vermögensberatung in der Zentrale. Anhand der Arbeitszeit und der eigentlichen Arbeit ist das Gehalt halbwegs okay. Doch nun sitze ich hier, langweile mich, verblöde, bekomme weniger Geld.

Im Sozialen Bereich habe ich mich auch beworben, da ich dachte, hier würde ich das finden, was ich suche. Doch ich musste feststellen, dass das Gehalt und die Arbeit in keiner Relation standen.

Seit über 1 1/2 Jahren bewerbe ich mich mehr oder weniger und mich beschleicht das Gefühl aus dieser "Warteschleife" nicht mehr rauszukommen.

Ist es denn nicht möglich, einen Job zu finden, wo man sich halbwegs für die Branche interessiert und das Gehalt passt?

Wie seht ihr das?

Viele Grüße Diana

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blondchen

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 856
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Ich habe früher auch alle 3 Jahre den Job inkl. Branche gewechselt, weil mir dann immer alles zu langweilig wurde - verstehe Dich also vollkommen.

Heute arbeite ich in meiner eigenen Firma. Da ist mir noch nie langweilig geworden. Und wenn doch, gründe ich einen neuen Geschäftszweig - und habe wieder neue Herausforderungen und Betätigungsfelder

Ich denke es kommt darauf an, worüber man seine Motivation bezieht. Dieses Mädel, welches hier gepostet hat das Ihre Kollegin so "streng" ist, definiert Arbeit lediglich als Sinn zum Geldverdienen. Der Weg hin zu: Ich ziehe Selbstbewustsein aus meiner Tätigkeit und dem Job, den ich hervorragend mache ist noch weit.

Ich denke, Du hast Dir aber auch eine selten langweilige Branche (Vermögensberatung) ausgesucht. Der soziale Bereich heißt sozial, weil eben die Gehälter grottenschlecht sind - versuchs nochmal mit den Latzhosen - oder Pharma - oder oder oder....
Es ist nicht schlimm, wenn Du Branchenhopping betreibst - immer dann, wenn Dir langweilig wird. Das bereichert eher Dein Leben als das es im Lebenslauf stört

Für Hummel ab jetzt ohne Bild

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Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
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Mir ist die Arbeitsatmosphäre im Team wichtiger als die Branche. Ich will mich gefordert und geschätzt fühlen, das Gehalt sollte natürlich auch stimmen. Was die Firma herstellt oder welche Dienste sie anbietet, damit hat man als Sekretärin sowieso nicht zwangsläufig viel zu tun.

Wenn du natürlich Sachbearbeiterin bist und Bestellungen entgegennimmst, Angebote schickst usw., dann musst du dich denke ich auch ein wenig mit dem Produkt identifizieren und auskennen. Ich könnte mir auch nicht vorstellen, Latzhosen für Müllmänner zu verkaufen...

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vivian

Mitglied seit
06.06.2002
Beiträge: 417
Hilfreich: 0

Ich habe aus all Deinen Aspekten einen Mix gemacht und bin ausgesprochen zufrieden. Wichtiger als Geld, ich hab da aber gut reden, denn es ging mir nie schlecht) ist mir aber die Art der Arbeit (Aufgabengebiete) - die Branche ist fast egal. Ich brauche sinnvolle Arbeit. In der Vergangenheit habe ich immer gekündigt, wenn es mir zu langweilig wurde!!! Schließlich verbringe ich den größten Teil des Tages bei der Arbeit!

Fazit: Ohne Kompromisse geht es nicht.

Vivian

Das Heute sorgt für Heute und das Morgen sorgt für Morgen

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Firlefanz

Mitglied seit
21.04.2006
Beiträge: 405
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meine letzte firma hat pleite gemacht, ich war in einer maßnahme vom arbeitsamt und dann noch über ein jahr arbeitslos. hab einfach nichts gefunden. immer wieder diese blöden fragen: von was leben sie jetzt? etc. etc. immer wieder diese blöden antworten: überqualifiziert etc.

ich hätte nach der langen arbeitslosenzeit jede stelle angenommen. kann also von glück reden, dass ich hier gelandet bin. gute arbeitszeiten, nette kollegen. eigentlich würde ich aber auch lieber im sozialen bereich arbeiten, gerne auch dort im büro, aber mit mehr kontakt zu menschen.

Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum

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minimu

Mitglied seit
31.10.2005
Beiträge: 256
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Für mich ist die Branche schon wichtig. Ich habe festgestellt, dass mir die freie Wirtschaft mehr liegt als das Beamtentum, wozu ich auch gewisse Wirtschaftsverbände zähle.

Mein Traumjob: Ich habe ein abgegrenztes Aufgabengebiet und kann größtenteils selbständig arbeiten, ich komme mit den Kollegen gut klar, ich bin "mitten im Leben", habe also Kontakt zu Kunden und Geschäftspartnern. Und da ich schon einige Berufsjahre hinter mir habe, sollte ein gewisses Gehaltsniveau gehalten werden. Allerdings habe ich bei meinem Wechsel vor 1 1/2 Jahren auf 200 ? brutto monatlich und 2 Tage Urlaub verzichtet und habe jetzt DEN Job, in dem ich in den nächsten Jahren arbeiten möchte.

Anpassung ist die Stärke der Schwachen.

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Alleinzuhaus1

Mitglied seit
05.08.2005
Beiträge: 303
Hilfreich: 0

Ich kann Vivian eigentlich nur zustimmen. Die Branche ist mir im großen und ganzen egal. Ich würde allerdings weniger gerne als Betriebsleiter-Sekki z. B. in einer Schlachterei oder Tierverwertung arbeiten, weil ich dabei zu dicht an der Produktion wäre und dann aus persönlichen Gründen damit ein Problem hätte.

Mit ist auch sehr wichtig, dass die Arbeit interessant ist, Spaß macht und keine Langeweile aufkommt. Außerdem sollte das Gehalt, Urlaub etc. angemessen und der Anfahrtsweg nicht zu weit sein.

Ich könnte mir übrigens wohl vorstellen, Latzhosen für Müllmänner zu verkaufen. Warum nicht? Wenn die keine Hose hätten, was würde dann aus unserem Müll? Ich habe schon in unterschiedlichen Branchen gearbeitet und eigentlich überall Wissen zu den Produkten mitgenommen. Dieses Wissen, z. B. über Materialeigenschaften, Qualitäten etc. habe später auch oft in branchenfremden Firmen einsetzen können. Dabei war es nicht entscheidend, was vorher aus dem Material gefertigt wurde.

LG
Alleinzuhaus

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Also ich bin aus folgenden Gründen bei meiner jetztigen Firma:

Es ist die Branche/das Aufgabengebiet die mir liegt.
Ich habe den gleichen Chef wie in der letzten Firma (er hat mich nachgeholt).
Ich wollte zu meinem Schatz ziehen und das hat ja auch geklappt.

Ich hätte in Wien Einstiegsgehälter bekommen, die mein Gehalt auch nach 3 Jahren hier noch immer übertreffen. Aber darum ging es mir nicht. Klaro, die Pharmabranche wäre auch interessant gewesen, aber es hat einfach nicht gefunkt.

Da ich schon mal aus Geldgründen den Arbeitsplatz gewechselt habe und dann nach ein paar Monaten Mobbing aus der neue Firma geflohen bin, habe ich gelernt mich nicht mehr nur nach Geld auszustrecken.

Ich habe nun ein nettes Einkommen, einen super tollen Chef, der Job macht mir Spass - und auch die privaten Komponenten stimmen.

Der soziale Bereich würde mich zwar interessieren, aber alle Freunde warnen mich davor, weil ich mich dort so engagieren würde, dass ich daran zu Grunde ginge. Also opfere ich mich hier auf *gg*

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