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Urlaubsanspruch - ja oder nein ?

scully

Mitglied seit
14.10.2006
Beiträge: 6
Hilfreich: 0

Ich arbeite momentan als Krankheitsvertretung in einem Krankenhaus und werde nach Tarif bezahlt.

Dienstvertrag

AN wird von ? bis ? als Vertretung zur Aushilfe in der Tätigkeit als ? beschäftigt.
Vergütung richtet sich nach der VG ? der Anlage 2 zu den AVR.

Der erste Vertrag belief sich über 3 Wochen und 2 Tage (Werktage). Jetzt habe ich eine Verlängerung von 4 Wochen bekommen.

Meine Frage: Steht mir tariflicher Urlaub zu, obwohl es im Vertrag nicht vermerkt ist ?

Lieben Dank im voraus.
Scully

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KarinS

Mitglied seit
17.09.2001
Beiträge: 376
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Hallo Scully,

ich kenne das so, dass immer das Günstigkeitsprinzip gilt, d. h. wenn im einzelarbeitsvertrag etwas steht, das ungünstiger ist, als der Tarifvertrag gilt der Tarifvertrag. Steht im Einzelarbeitsvertrag etwas günstigeres, dann gilt der Einzelarbeitsvertrag.

Gruß
Karin

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Pommern

Mitglied seit
27.09.2005
Beiträge: 819
Hilfreich: 0

Aber, Karin, dass kann doch nur gelten, wenn es irgendeinen Hinweis darauf gibt, dass sie eine Tarifangestellte ist. Man müsste wissen, was VG und AVR heißt.

Außertarifliche Angestellte - in der Regel Führungkräfte - haben doch immer eine viel längere Kündigungsfrist, und die hat auch Gültigkeit für beide Seiten.

Pommern

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lt. BUrLG (Bundesurlaubsgesetz) steht jedem Angestellten bezahlter Erholungsurlaub zu. Pro Jahr = 24 Werktage. Bei einer 6 Tage Woche sind das 2 Tage pro Monat. Jetzt kannst du dir ganz einfach deinen Urlaubsanspruch ausrechnen. Stehen dir lt. Tarifvertrag mehr Urlaub zu, dann gilt das Günstigkeitsprinzip.

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KarinS

Mitglied seit
17.09.2001
Beiträge: 376
Hilfreich: 0

ja Pommer,
bei außertariflich Angestellte sagt ja auch schon das Wort außertariflich, dass der Tarifvertrag nicht gilt - und da AT im Normalfall besser als Tarif ist, gilt natürlich auch hier das Günstigkeitsprinzip. Warum soll sonst jemand einen AT-Vertrag unterschreiben? Im At-Vertrag sind zwar viele Überstunden etc. enthalten, aber auch in vielen Bereichen bsp. Gehalt, ERfolgsbeteiligungen, Firmenwagen, u. U. Businessclass bei Flügen usw., wesentliche Besserstellungen zu anderen. Auch eine längere Kündigungsfrist kann für beide Seiten sehr positiv sein.

Bei uns in der Firma gilt aber für alle anderen eben der gültige Tarifvertrag - es sei denn es sind Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma, dann gilt selbstverständlich dieser Tarifvertrag. Mir ist dabei schon klar, dass dies nur gilt wenn ein Tarifvertrag besteht und zum anderen der jeweilige Arbeitgeber im entsprechenden Verband Mitglied ist. Ansonsten gilt die gesetzliche Regelung - und auch die sieht meines Wissens nach einen Urlaubsanspruch vor - wenn auch in geringerem Umfang als ein Tarfivertrag.

Gruß
Karin

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