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Sprachprobleme (russisch im Betrieb)

Elodia

Mitglied seit
15.03.2004
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sehe es genauso wie Gute_Seele.

Ich finde es auch unhöflich und [b]respektlos[/b:959d275abd] in einer Sprache zu sprechen, wo ich doch genau weiß, die verstehen nicht alle.

Würde es auch per Rundschreiben (von GF) machen.

Der Betrieb muss laufen, da bringt es nichts, wenn nur 70 von 160 Leuten wissen, was gemacht werden muss.,..

PS: DAS hat für mich nichts, aber auch rein gar nichts mit Rassismus zu tun.

Liebe Grüße - Elodia
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If women didn´t exist all the money in the world would have no meaning

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Man kann (und sollte) auf jeden Fall eine dienstliche Anweisung rausgeben, dass alle dienstlichen Gespräche, Besprechungen, Verhandlungen, Telefonate, Schriftwechsel usw. in einer allen verständlichen Sprache (in diesem Fall Deutsch) ablaufen müssen.

Ich habe mal in einer englischen Firma gearbeitet und wir mussten uns laut Vorschrift alle auf Englisch unterhalten, da es Mitarbeiter gab, die kein Deutsch konnten und Englisch war die Voraussetzung für die Einstellung.

Was die Mitarbeiter allerdings im Pausenraum, in der Kantine oder beim Rauchen besprechen (also in ihrer arbeitsfreien Zeit), geht den Arbeitgeber eigentlich nichts an und daher sollte es jedem selbst überlassen bleiben, welche Sprache man spricht. Dass muss jeder für sich entscheiden.

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Sabrina2101

Mitglied seit
20.03.2006
Beiträge: 220
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Hi,

bei uns war es so ähnlich, allerdings in kleineren Zahlen.

Mein Chef hat es dann auf einer Betriebsversammlung angesprochen. Es hat sich niemand auf die Füße getreten gefühlt. Es wurde halt allgemein angesprochen, dass doch bitte Deutsch geredet werden soll,l damit niemand ausgegrenzt wird.

Vielleicht wäre diese Methode ja noch eine Alternative.

Gruß

Sabrina

Das, was vor uns liegt und das was hinter uns liegt, ist nichts, verglichen mit dem, was in uns liegt.

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blondchen

Mitglied seit
17.07.2001
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[quote:a68fb6623c="büromaus"]

Wie kann man auf so ein Problem reagieren?
Ist es rasistisch zu verlangen, dass auf dem Betriebsgelände nur deutsch gesprochen wird?
[/quote:a68fb6623c]

Nein, es ist nicht rassistisch. Aber vielleicht gehtst Du einfach mal in den Pausenraum und sprichst mit den Leuten. Erkläre ihnen, dass es für die deutschsprachigen Mitarbeiter nicht schön ist, wenn sie an den Gesprächen nicht teilnehmen können. Und das es einige gibt, die denken, es würde über sie gesprochen, ohne dass sie verstehen können, was.

Wenn Du das ganz lieb und nett kommunizierst, wird sich keiner angegriffen fühlen.

Für Hummel ab jetzt ohne Bild

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büromaus

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Hallo,

erst einmal vielen, vielen Dank für Eure Antworten. Hatte wirklich erst ein mulmiges Gefühl, überhaupt dieses Thema anzusprechen, da es ja schon sehr schnell falsch verstanden werden kann.

Ich habe Eure Vorschläge der Geschäftsleitung gesagt und wir werden nun ein Schreiben an den "Schwarzen Brettern" aufhängen. Aber, wie sieht es aus, sollte sich trotz der Bitte Keiner daran halten? Hätten wir eine rechtliche Grundlage oder kann man da gar Nichts gegen machen?

Nochmals vielen Dank.

Liebe Grüße die
Büromaus

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Hazett

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Ich denke auch, man sollte das erst im Glauben an das gute im Menschen angehen. Das bedeutet, man geht davon aus, dass hier keine Absicht vorliegt sondern lediglich Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit.

Natürlich ist es einfacher, sich mit dem Gegenüber in der Muttersprache zu unterhalten - man muss nicht nachdenken etc. Ich selbst kam mir anfangs auch albern dabei vor, mit den deutschen Kollegen englisch zu sprechen - aber man gewöhnt sich auch daran. Und trotzdem passiert es mir auch in internationalen Meetings, dass man eine Bemerkung auf deutsch macht.

Ich denke, mehr Handhabe hat man ohnehin nicht - in meinem Arbeitsvertrag ist nicht geregelt, in welcher Sprache ich mich zu unterhalten habe...

Herzlichst, Hazett

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büromaus

Mitglied seit
08.09.2005
Beiträge: 19
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Hallo,

wir haben in unserem Betrieb ein inzwischen größeres Problem. Wir sind ca. 160 Mitarbeiter. Hiervon sind ca. 100 Mitarbeiter russische (nun deutsche) Staatsbürger.

Seit ca. einem halben Jahr kommen immer mehr urdeutsche Mitarbeiter zu uns ins Büro und beschweren sich darüber, dass überall (in den verschiedenen Abteilungen, im Vesperraum, bei Betriebsveranstaltungen) nur noch russisch gesprochen wird, obwohl auch diese Mitarbeiter der deutschen Sprache mächtig sind. Sie kommen sich unterdrückt vor und möchten eine Änderung.

Wie kann man auf so ein Problem reagieren?

Ist es rasistisch zu verlangen, dass auf dem Betriebsgelände nur deutsch gesprochen wird?

Gibt es hierfür überhaupt eine Lösung?

Bitte versteht mich nicht falsch. Wir haben dieses Problem aktuell auf dem Tisch und müssen eine Lösung finden. Ich selbst und auch unsere Geschäftsleitung haben Nichts gegen Spätaussiedler. Meine beste Freundin kommt aus Russland.

Hoffe, Ihr habt einen Tipp oder könnt mir eine Stelle nennen, die mir weiterhelfen kann.

Liebe Grüße die
Büromaus

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Hmm,
ich würde in einem Rundmail die Kollegen ersuchen, im Sinne einer kollegialen Zusammenarbeit und des Team-Gedanken doch bitte alle deutsch zu sprechen, damit es nicht zu Ausgrenzungen von Mitarbeitern kommt.

Es hat absolut nichts mit Rassismus zu tun - es geht einfach um eine reibungslose Kommunikation und ein besseres Verständnis untereinander. Deswegen ist in internationalen Unternehmen meist Englisch die gemeinsame Konzernsprache - damit eben alle zu Wort kommen.

Sich bewußt in Gegenwart dritter in einer diesen unbekannten Sprache zu verständigen ist ebenso unhöflich wie plötzlich zu tuscheln und flüstern.

Sollte das nicht greifen, dann könnte man mit einer Dienstanweisung der GF versuchen, die Bedeutung dieses Problems zu verdeutlichen.

LG Gute_Seele

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Sommerlaune2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 813
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da gibt es mit Sicherheit eine rechtliche Grundlage, da sonst ja wirklich der Betriebsablauf gefährdet ist, vor allem, wenn es so viele sind, die da nichts verstehen. Im Übrigen bin ich ganz bei den Vorschreiberinnen.

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Alleinzuhaus1

Mitglied seit
05.08.2005
Beiträge: 303
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Ich habe das Problem mal in einer deutschen Firma gehabt, wo in der Niederlassung sehr viele Kollegen aus Schwesterfirmen in Spanien, Italien, GB, Korea, Polen, Russland oder Tschechei eingesetzt wurden. Da alle der englischen Sprache mächtig waren, wurde angeregt, sich in einer Sprache zu unterhalten, die alle Anwesenden verstehen. Somit nicht einmal eine Sprache vorgegeben.

Leider war es den osteuropäischen Mitarbeitern nur sehr schwer begreiflich zu machen, weil die eigentlich keinen wirklichen Kontakt zu den westeuropäischen/asiatischen Mitarbeitern wollten. Sie waren der Meinung, dass die Gespräche den anderen nichts angingen. Wichtige dienstliche Dinge würde sie ja in einer allen verständlichen Sprache kommunizieren.

Wenn die Einsicht der MA fehlt, kann es schwierig werden. Die Firma hat sehr viele gute Leute durch dieses Verhalten der Kollegen verloren. Mit generellen Anweisung ist wohl dem Problem nicht beizukommen (vorallem nicht im Pausenraum).

Viel Glück
Alleinzuhaus

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