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Resturlaub aus dem Vorjahr

Natte

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08.11.2006
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Hallo,

informiert Ihr die Mitarbeiter, dass sie noch Resturlaub aus dem Jahr 2006 haben? Oder meint Ihr, dass es deren Sache ist, weil es ja in der Gehaltsabrechnung steht??

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Eve-June

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10.11.2006
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wenn es zwei wochen vorm verfallen der tage ist, dann geben wir eine info... ansonsten nicht.

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Sektträgerin

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12.05.2006
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Ich gebe grundsätzlich an die Meister ca. Mitte Dezember eine Übersicht raus, wo die Resturlaube der Mitarbeiter stehen, weil unsere Gehaltsabrechnungen in Bezug auf Urlaub nicht 100prozentig i. O. sind.

Bei uns muss der Urlaub bis Ende des Jahres genommen werden, sonst verfällt er.

Gesetzlich ist bis 31. März (falls sich da nichts geändert hat)

***Lieber einen wackligen Kneipentisch, als eine feste Beziehung***Eine Dame rennt nicht und schon gar nicht einem Mann hinterher!*

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Gytha

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Beiträge: 634
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[quote:4a71f8f888="Sektträgerin"]Gesetzlich ist bis 31. März (falls sich da nichts geändert hat)[/quote:4a71f8f888]
Das war immer schon eine "Urban Legend", die sich leider hartnäckig in dem MA-Köpfen hält. Es ist so:

a. Grundsätzlich ist der Urlaub an das Urlaubsjahr gebunden. [b]Das Urlaubsjahr ist nach dem Bundesurlaubsgesetz und den meisten Tarifverträgen mit dem Kalenderjahr identisch.[/b:4a71f8f888] Dies bedeutet, dass man grundsätzlich seinen Urlaub im laufenden Kalenderjahr bis zum 31.12. beantragt und genommen haben muss. Hat der Arbeitnehmer dies nicht getan, so geht der bestehende Urlaubsanspruch und der eventuell bestehende Anspruch auf Urlaubsgeld verloren.

b. Ausnahmsweise ist aber eine Übertragung des Urlaubsanspruchs auf das nächste Kalenderjahr gem. § 7 Abs.3 S.2 BUrlG statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen. Unter dringenden betrieblichen Gründen versteht man z.B. eine hohe Auftragslage des Unternehmens oder ein hoher Krankheitsstand der übrigen Mitarbeiter im Unternehmen. Persönliche Gründe liegen z.B. vor, wenn der Arbeitnehmer krankheitsbedingt keinen Urlaub nehmen konnte. (Wird der Arbeitnehmer im Krankheitsfalle kurz vor dem Ende des Urlaubsjahres wieder arbeitsfähig, so sollte er unbedingt von seinen Arbeitgeber den restlichen Urlaub verlangen. Nur so geht der verbliebene Urlaubsanspruch auf das nächste Urlaubsjahr über!).

c. Erfolgt keine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Urlaubsjahr, so erlischt der verbliebene Urlaubsanspruch mit dem Ablauf des Urlaubsjahres (Urlaubsjahr entspricht in der Regel dem Kalenderjahr!).

d. Im Fall einer Übertragung des Urlaubs auf das nächste Urlaubsjahr, muß der Urlaub in den ersten 3 Monaten des folgenden Kalenderjahres gewährt und genommen werden, sonst verfällt der Urlaubsanspruch!

Wie man mit diesen Regelungen umgeht, ist durch die Firmenphilosophie geprägt. Zur Vermeidung von Missverständnissen und Miss-Stimmungen halte ich es generell so, dass ich Ende November die Abteilungsleiter über die Resturlaube des laufenden Jahres informiere und noch einmal darauf hinweise, dass eine Übertragung ins neue Jahr der Zustimmung der GF unterliegt. Wer dann nicht selbst drauf achtet, dem streiche ich den Resturlaub (so kein besonderer Grund für die Übertragung vorliegt) ohne Wenn und Aber.
Das ist aber bisher nur einmal passiert.

Gruß
Gytha
[size=9:b860d120b0]Wenn du merkst, dass du zur Mehrheit gehörst, wird es Zeit, deine Einstellung zu revidieren (M. Twain)[/size:b860d120b0]
http://www.assistenz-netzwerk.de

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Gesine

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02.02.2006
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Also ich musste alle Mitarbeiter darüber informieren, wieviel Urlaub ihnen im Jahr 2006 zustanden, wieviel Urlaubstage sie genommen haben und demnach wieviel Urlaubstage sie aus dem alten Jahr ins Neue mitnehmen und bis wann sie die Tage genommen haben müssen.

Fand ich persönlich total bescheuert. Muss doch jeder selbst wissen, wieviel Urlaub ihm im Jahr zusteht, er genommen hat und dann mit ins neue Jahr nimmt. Das war eine total zeitraubende Aufgabe, das für jeden Mitarbeiter aufzuschlüsseln und jedem Mitarbeiter dann mitzuteilen...

Aber was macht man nicht alles...

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

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Gytha

Mitglied seit
13.10.2003
Beiträge: 634
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[quote:9e5b2718e6="Gesine"]Aber was macht man nicht alles...[/quote:9e5b2718e6]
Genau. Und weil mir das immer schon zu viel Arbeit war, gibt's bei uns Urlaubsbücher, die sogenannten "Mutterpässe". Das sind nur halbe DINA4-Karten, auf denen wird jeder Urlaub eingetragen und von mir nach Erfassung abgezeichnet. Dann geht die Karte zurück an den MA, so hat er immer und ständig vor Augen, wie sein Urlaubsstand aktuell ist.
Ist jetzt nur noch am Jahresanfang etwas Aufwand, aber den hätte ich sowieso mit der Kontenabstimmung.

Gruß
Gytha
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Sektträgerin

Mitglied seit
12.05.2006
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@gytha ops:

Ich hätte einen längeren Txt schreiben sollen.

Bei uns müssen die Mitarbeiter (bzw. der Chef) beantragen, dass der Urlaub bis zum 31. März genommen werden darf (Punkt d).

Automatisch funktioniert das nicht

Ohne schriftlichen Antrag verfällt der bis 31.12.

***Lieber einen wackligen Kneipentisch, als eine feste Beziehung***Eine Dame rennt nicht und schon gar nicht einem Mann hinterher!*

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Clara

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 917
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Ich kenne es nur so, dass die MA spät. im Dezember d. J. über ihren Resturlaub informiert werden. Dann verfasst der Chef ein "Proforma-Schreiben", dass es in seinem Bereich nicht möglich ist, dass alle MA ihren Resturlaub in Anspruch nehmen und aus diesem Grunde der Urlaub übertragen werden muss.

Keinesfalls aber verfiel der urlaub einfach so.

Und plötzlich weißt du, es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen!

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Bei uns geht der Urlaubsantrag per Mail an den Chef. Der schickt dann sein OK mit einem Urlaubskalender zurück. Da sieht man wann man welchen Urlaub genommen hat und wieviel noch übrig ist. So ist jeder auf dem Laufenden.

Der Urlaub sollte im Jahr aufgebraucht werden, aber im Prinzip macht es nix, wenn man etwas REsturlaub hat und diesen dann Anfang nächsten Jahres nimmt.

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Wir melden hier auch alles.

Allerdings hab ich eine Datei, die ich ein mal im Quartal mit einer Kollegin abgleiche. Sie hat die Urlaubsanträge und ich hab die tatsächliche Meldung der Mitarbeiter. Das dauert im Monat ca. 5 Minuten, wenn es keine großen Unstimmigkeiten gibt.

Am Jahresende, wenn der November abgeglichen ist, stelle ich für jeden Mitarbeiter ein Informationsblatt. (Zeitaufwand mit Postverteilung ca. 30 Minuten) Damit können die Mitarbeiter ihre Daten abgleichen und evtl. Änderungen mit mir besprechen (Zeitaufwand hierfür ... ca. 15 Minuten über 4 Wochen verteilt.

Im Januar gleiche ich den Dezember noch mit der Kollegin ab und dann bekommen alle einen entgültigen Bescheid.

Ich finds nervig, aber nicht zu aufwändig.

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