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Neuer Job - würde am liebsten wieder gehen ....

Tanzmaus1967

Mitglied seit
30.01.2007
Beiträge: 21
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Wem ging es auch schon mal so?

Ich habe seit fast 3 Wochen eine neue Anstellung als GL-Sekki in einem mittelständischen Bauunternehmen und habe 2 chaotische, mufflige und cholerige Chefs (Geschäftsführer). Vor mir die Sekki war ein 3/4 Jahr dort, dann wurde sie gekündigt. Beide Chefs meinten mir gegenüber, dass sie die Ablage nicht im Griff hatte und die Ordentlichkeit zu Wünschen übrig lies. Kollegen meinten mir gegenüber, dass sie sich sehr bemüht hatte - aber umsonst. In der Firma herrscht Chaos in der Ablage, jeder sucht was usw. Und von mir wird jetzt erwartet, dort Ordnung zu schaffen (Ablagesystem ...).

Ich fühle mich total überfordert. Ich arbeite fast jeden Tag von 7:45 Uhr - 18:30 Uhr unter Hochdruck - eigentlich kann ich 24 Stunden arbeiten, die Arbeit wird nicht fertig. Eigentlich ist die Arbeit nur mit 3 Sekkis zu schaffen. Doch kurz bevor ich eingestellt wurde, hat die Empfangssekki auch gekündigt. So bin ich mit dem Lehrling und einer Sekki aus einem anderen Büro z.Zt. alleine. Ab nächste Woche ist die Sekki dann wieder in ihrem Büro und ich muss sehen, wie ich klar komme. Und das nach 3 Wochen Neubeginn. ICh schiebe Panik und bin nur noch am grübeln über meinen Arbeitsplatz, ob ich da länger dort bleibe. Aber so schnell einen neuen Job finden ist ja Utopie. Ich bin Stress gewohnt und mag auch "normalen" Bürostress. Aber die letzten Tage waren übel. Man muss so viel interne Sachen beachten, damit ja nichts schief läuft. Meisten wissen es aber die Kollegen auch nicht, wo was hingehört oder wer was hat.

Ich bin 40 Jahre und arbeite schon 15 Jahre als Sekretärin - viele Jahre davon als GL-Sekretärin. Habe auch schon Chefs gehabt, die nicht einfach zu händeln waren. Aber so wie es jetzt ist, dass ich Zweifel am Job habe,hatte ich noch nicht. Ich fühl mich total unwohl. Das einzige was ok ist, sind die Kollegen. Da gibt es keinerlei Probleme.

Ich glaube ich habe etwas wirr geschrieben - aber mich würde interessieren, ob das normal, dass man nach 3 Wochen schon alles hinschmeißen könnte. Oder gibt sich das noch? Wem gehts oder ging es auch so und hat das Unternehmen schnell wieder verlassen?
Bin etwas verzweifelt

Behandle andere genauso, wie du selbst behandelt werden willst.

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Alleinzuhaus1

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05.08.2005
Beiträge: 303
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Liebe Tanzmaus,

fühl Dich sehr gedrückt. Leider muss ich Dir sagen, dass Du wohl kaum eine Chance hast, das Chaos da zu ändern. Wenn Deine Vorgängerin auch nach einem 3/4 Jahr gehen durfte, hat das bei den Bedingungen ganz bestimmt nicht an ihr gelegen. Ein weiteres Indiz dafür, dass in der Firma einiges schief läuft ist auch, dass die Empfangssekretärin auch schon gekündigt hat.

Mir selber ist es vor einigen Jahren auch so gegangen. Ich wusste schon nach nicht mal einer Woche, dass ich da nicht bleiben wollte, weil nichts den Versprechungen aus dem Vorstellungsgespräch ensprach. Ebenfalls total chaotische Chefs und keine klare Ordnung, wer was zu sagen bzw. zu tun hat. An meinem ersten Tag dort wurde mir gleich mitgeteilt, dass die Sekretärin, die mich einarbeiten sollte und mit der ich zusammenarbeiten sollte, auch schon gekündigt hätte und ich nur noch kurz von ihr eingewiesen werden würde. Auch einige andere KollegInnen hatten gekündigt. Da ich nur sehr kurzer Zeit dort ernsthaft erkrankte, hatte man von seiten des AG die Gelegenheit genutzt und mir gekündigt. Ich war ehrlich gesagt nicht böse. Nach sehr kurzer Zeit habe ich eine neue Stelle gefunden - allerdings ist heute der Markt nicht mehr so rosig.

Kannst Du evtl. in Deine alte Firma zurück? Wenn es dort gestimmt hat, vielleicht will man Dich ja auch gerne zurück. Ein Versuch ist es allemal wert. Ansonsten würde ich mich so schnell wie möglich weiterbewerben. Ich glaube nicht, dass Du dort eine Zukunft hast.

Es scheint heute normal zu sein, dass es kaum noch Firmen gibt, die vernünftig it den Mitarbeitern umgehen. Solche Firmen suchen leider kein Personal, weil dort niemand freiwillig geht. Lass den Kopf nicht hängen.

LG
Alleinzuhaus

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Zicke

Mitglied seit
11.08.2002
Beiträge: 1132
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bloede situation. Aber es kann ganz viele Gruende geben, warum die vorherige Sekki nur so kurz da war - sie hat sich sehr bemueht .... ja, aber wenn sie die Prioritaeten falsch gesetzt hat, dann hilft das alles nichts. Dass die Empfangssekki geht koennte auch Zufall sein.

Finde heraus, wie du deine Prioritaeten setzen sollst/musst und halte dich daran. Du arbeitest fuer 2 GF, also gehen deren Belange vor.

Eine Prioritaet muss auch sein, dass du zu einer angemessenen Zeit nach Hause gehst.

Steck den Kopf nicht in den Sand!

Gruss aus London
Zicke

~ Change is the spice of life ~

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Hazett

Mitglied seit
17.05.2005
Beiträge: 1164
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Tanzmaus,

haben die Dir schon im Vorstellungsgespräch gesagt, dass die Vorgängerin wegen ihrer Ablage entlassen wurde?

Das wäre der Moment, in dem alle Alarmglocken schrillen sollten, denn das lässt auf eine etwas seltsame Prioritätenlage schließen, oder?

Herzlichst, Hazett

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Tanzmaus1967

Mitglied seit
30.01.2007
Beiträge: 21
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Danke Alleinzuhaus, Zicke und Hazett für eure lieben Tipps.

Zu meiner alten Firma kann ich leider (momentan) nicht zurück. Dort war ich befristet als Baustellensekretärin eingestellt. Die Baustelle ist fertig und Nachfolgeaufträge gab es nicht. Also konnte ich gehen. Ich hoffe aber noch, dass man mich anruft, wenn es wieder Arbeit gibt. War eine tolle Zeit. Aber ich schau jetzt nach vorn.

Beim Einstellungsgespräch sagte man mir, dass ich die 3. Sekretärin bin. Also insgesamt sollten wir zu dritt sein. Man hat mir verschwiegen, dass meine Vorgängerin gekündigt wurde. Ist doch eigenartig. Ich hab erst am 1. Arbeitstag erfahren, dass sie gekündigt wurde und 2 Tage später sagten mir die Chefs auch warum - wie eingangs schon erwähnt.

Und die Empfangssekki hat für alle ziemlich plötzlich gekündigt - angeblich wegen ihrem langen Anfahrtsweg.
Ab nächste Woche bin ich also nun mit dem Azubi allei - denn die Aushilfssekki aus dem anderen Büro ist ab da nicht mehr im Büro bei uns.

ICh hab dem 1 GF schon gesagt, dass die Arbeit für 3 Arbeitskräfte reicht und ich allein es nicht schaffe. Er will sich kümmern. Nun sind es noch 2 AT und ich hab noch nichts erfahren. Langsam kommt Panik auf. Doch mehr wie arbeiten kann ich nicht.
Danke nochmals für eure lieben Worte.
Ich berichte wie es weiter geht.

Behandle andere genauso, wie du selbst behandelt werden willst.

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sGANDtippe

Mitglied seit
02.11.2007
Beiträge: 31
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Sei gegrüßt, Tanzmaus!

Oh ja, ich kann Dein Gefühl sehr gut nachvollziehen.

Ich hatte das Gefühl zwar erst einmal in meinem Leben, habe aber spontan nach sechs Wochen die Arbeit nieder gelegt und es war mit scheissegal, wie es weiter gehen sollte, ob Sperre vom Arbeitsamt, neuer job, wat weiss ick!

Als mich an diesem Morgen wieder mal die Frau vom Chef, was auch meine quasi Vorgesetzte war, wieder mal rund machen wollte, habe ich nur gesagt: "Stop, Frau S., ich wollte nur zu ihrem mann!" "Der is krank, wieso?" "Na gut, dann erfahren Sie es: ich werde weder heute noch morgen noch irgendwann wieder einmal hier arbeiten. Richten Sie das bitte aus, sobald er sich ausgeschlafen hat!"

Naja, es ging dann noch hin und her an den Tagen danach ("unerlaubt vom Arbeitsplatz entfernt", "Androhung einer Abmahnung", hehe, allet fruchtlos), aber er hat mir dann gekündigt, aber noch am selben Nachmittag (ich wollte eigentlich nur ne Arbeitsbescheinigung vom alten Arbeitgeber)wurde ich vom Vorgänger-Chef wieder eingestellt.

Es war dort einfach nicht auszuhalten und auch voller Highlights; heute kann ich herzlich über die Beklopptheiten dort lachen, damals jedoch konnte ich nur nach zwei Flaschen Wein einschlafen und hatte sechs Wochen lang Bauchschmerzen, so dass in einer Nacht mein Entschluß fest stand (meine Frau war grad verreist, so hat mich da auch keiner unvernünftiger Weise davon abhalten konnte, hehe); und es war ein geniales Gefühl!

Mein Tip: halt alle Sinne nach anderen Jobs offen und setz Dir vielleicht selbst ne Frist, bis zu deren Fristablauf es zu Deiner Zufriedenheit im jetzigen Job laufen muss!
Und: die Probezeit gilt für beide Vertragspartner!

Ich wünsche Dir viel Glück, auf dem einen oder anderen Weg

Ich tippe, also bin ich.

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Any1

Mitglied seit
06.12.2007
Beiträge: 2
Hilfreich: 0

Liebe Tanzmaus & übrige Forumsmitglieder,

ich lese bereits seit einiger Zeit in diesem Forum und habe hier schon viele gute und sehr hilfreiche Informationen erhalten. Geschrieben habe ich bisher noch nie, aber jetzt möchte ich gerne mal „meinen Senf“ dazugeben, denn vieles von dem was Ihr schreibt spricht mir aus der Seele.

Kurz etwas zu meiner Person:

Ich bin Anfang 40, bin bei einem Zeitarbeitsunternehmen (Sklavenhalter) beschäftigt und quäle mich bereits seit 2 Jahren dort herum. Wie viele von Euch habe auch ich einen entsprechenden „Bewerbungs-Lebenslauf“ hinter mir (den langen Thread zu Bewerbungslust- und -frust verfolge ich aufmerksam). Hierzu könnte ich auch ich „Romane“ beitragen, die am Ende aber genau das aussagen, was viele von Euch erlebt haben und noch erleben. In jedem Fall habe ich bisher noch keinen Erfolg gehabt, denn sonst wäre ich nicht mehr bei diesem Sklavenhalter.

…. und nun zu Dir, Tanzmaus:

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass sich in Deinem Unternehmen grundsätzlich nichts ändern wird, denn das Ganze liest sich so, als sei eine Sekki schnell austauschbar und denen ist es egal wie sie sich fühlt. Hauptsache, der Laden läuft. Wenn die neue Sekki das nicht schafft, wird sie dort nicht alt … das ist deren Firmenphilosophie. Selbst wenn du wirklich 24h arbeiten solltest, wird Dir das dort keiner danken. Ich hatte schon Kolleginnen, die in einer ähnlichen Situation waren und noch sind. Sie schlucken mittlerweile Psychopharmaka um durchzuhalten. Soweit darf es nie kommen! Frau hat nur eine Gesundheit und wenn die kaputt ist, dann geht gar nichts mehr.

Viele Dinge lassen sich bereits am ersten Arbeitstag erahnen und wenn Du nach 3 Wochen das Gefühl hast, dass Du dort unbedingt weg musst, dann täuscht Dein Gefühl Dich nicht und Du solltest Dich wirklich schleunigst nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen. Leider geht das nicht so schnell und wenn Du noch nichts Neues in Aussicht hast, hast Du leider hast Du zunächst einmal keine Alternative als Dich durchzubeißen – denn es gibt kein ALG, wenn Du selber kündigst.

Ich befinde mich zurzeit in genau derselben Ausgangsposition und drehe mich genauso im Kreis wie Du. Ich habe einen bis zum 21.12.07 befristeten Vertrag und habe es dummerweise versäumt rechtzeitig zur Arbeitsagentur zu gehen, falls dieser auslaufen sollte. D.h. ich würde im Zweifelsfall die nächsten 3 Monate eine Sperre und damit kein ALG I bekommen …

Die Sklavenhalter haben aber bisher immer Einsätze gehabt und sich an mir ‚ne goldene Nase verdient und ich habe oft ohne Murren die geringwertigsten Arbeiten gemacht – Hauptsache, ich hatte überhaupt Arbeit. Nun ist es soweit, dass ich es bald wirklich nicht mehr aushalten kann, denn der Nachfolgeeinsatz wird in einem Unternehmen sein, das man durchaus mit niveauloser Klapsmühle titulieren darf (ich war schon mal dort).

Aber einen neuen Job habe ich auch nicht. Wenn ich nicht pariere, dann heißt es „mach das oder gehe!“ Ich bin kurz davor, es drauf ankommen zu lassen und den Vertrag trotzdem auslaufen lassen.

Liebe Grüße
Any1

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Fossil

Mitglied seit
31.07.2005
Beiträge: 537
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Boah Leute,

ich habe tatsächlich schon Nackenschmerzen vom vielen Kopfschütteln. :shock:

Mit Euch möchte ich im Moment nicht tauschen!!!

Das erste Mal empfinde ich so etwas wie eine klammheimliche Zufriedenheit darüber, dass ich noch "suchen" darf. Da genieße ich z. Zt. lieber das Plätzchenbacken als in so einer "niveaulosen Klappse" beschäftigt zu sein.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bedaure jede und jeden, die/der unter solchen krank machenden Umständen arbeiten muss!!! Das ist fernab von gesundem Stress!!!

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr einen Arbeitsplatz findet, wo Menschen wie Menschen behandelt werden. Und ich wünsche mir, dass Ihr im Falle einer Kündigung so lautstark, präzise und deutlich wie irgend möglich kündigt - damit die Verantwortlichen wenigstens einmal kurz zucken. Den Glauben daran, dass sich solche Arbeitgeber ändern, habe ich schon aufgegeben - nur müssen sie meiner Meinung nach öfter mal nachdrückliche Potritte erhalten, sonst werden sie noch kecker.

Ich bin in Gedanken bei Euch, wünsche Euch Kraft beim Durchhalten und ein geschicktes Händchen und das notwendige Stückchen Glück beim Finden einer guten neuen Arbeitsstelle.

LG
Fossil

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Any1

Mitglied seit
06.12.2007
Beiträge: 2
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@ Fossil und Tanzmaus!

Hallo Fossil,

glaube mir – die kurzweilige Arbeitslosigkeit hat mir damals auch besser gefallen … Ich würde mich jetzt auch lieber auf Weihnachten freuen, als jetzt schon wieder Migräne zu haben …

@ Tanzmaus:

Vielleicht ist das ja – wenn auch keine gute – Lösung, um zumindest aus dem Dilemma herauszukommen:

Ich habe mir jetzt überlegt, bei den Sklavenhaltern keine große Welle zu machen und den Auftrag abzulehnen. Wer unbequem wird, hat einen schlechten Leumund und die Sklavenhalter tauschen sich alle untereinander aus … Zumindest in unserer Stadt kennt jeder Jeden, auch wenn es eine Großstadt ist.

Da ich aber meine Gesundheit nicht noch weiter strapazieren möchte und ich meine Gutmütigkeit (= Dummheit) nicht weiter ausnutzen lassen möchte, werde ich mich bereits am 1. Arbeitstag krank melden. Damit habe ich ein wenig Zeit, in Ruhe das Arbeitsamt aufzusuchen, mich Arbeit suchend zu melden und auch um mich zu bewerben.

Bisher haben die Sklavenhalter alles auf meinen Rücken ausgetragen und jetzt ist auch wieder so. Sie haben nämlich keine entsprechende Kraft und deshalb setzt man mich unter Druck. Dazu bin ich nicht mehr bereit. „Krank feiern“ war bisher noch nie meine Art, aber in diesem Fall wird man einfach zu solchen Methoden gezwungen.

Wenn sie mir während meiner Krankheit kündigen bzw. überhaupt kündigen – sollen sie! Die Konkurrenz ist groß. Ich bekomme dann wenigstens ALGI.

Jedenfalls bin ich nicht mehr bereit, meinen A… hinzuhalten, nur weil die ZA-Firma kein passendes Personal hat!!
[img]

Einen Gruß von
Any1

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