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Mutter bleibt wegem kranken Kind zuhause

komisch nur, dass Sie mir 5 Min. bevor ich hier gepostet habe, freudestrahlend erzählt hat, dass sie heute gleich nach der Arbeit mit einer Freundin zum Wellnessurlaub fährt und erst am Sonntag nach Hause kommt. Und ich soll ihr glauben, dass ihr 15jähriges Kind schwerkrank daheim im Bett liegt. Für wie blöd hält die mich eigentlich?

Das zum Thema Kollegensch....

Und meine Frage war ja nur, ob ich diesen Tag als Urlaub einzutragen habe oder als Krankheitstag. Übrigens ist sie nicht! alleinerziehend - und der Mann arbeitet von zu Hause aus!

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Hallo,

habe mal eine arbeitsrechtliche Frage: eine Mutter bleibt wegen ihrem kranken Kind zuhause. Muss sie dafür einen Tag Urlaub einreichen oder gilt das als Krankheitstag? Wenn es als Krankheitstag gilt, bis zu welchen Alter des Kindes. Das "Kind" ist 15 Jahre alt.

Danke für eure Antworten

Lg
Alpenbluemchen

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Gatorgirl

Mitglied seit
25.09.2003
Beiträge: 186
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Wenn es als Krankentag gelten soll, muß sie eine Bescheinigung des (Kinder)Arztes einreichen, dass die Betreuung zu Hause notwendig war.

Das Alter spielt glaube ich keine Rolle.

Gibt es keine Bescheinigung: Urlaubstag. Oder ein Tag unbezahlte Arbeit. So ist es hier.

Die Mutter braucht die Bescheinigung ja auch, um sich das Geld von der KK wiederzuholen.

LG
Gatorgirl

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melli2

Mitglied seit
20.01.2006
Beiträge: 525
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Also ich weiß, dass das eine Mutter bezahlt bekommt von der Krankenkasse. War bei ner Kollegin auch so. Allerdings weiß ich nicht, bis zu welchem Alter des Kindes diese regelugn gilt

*Man muss nicht groß sein, um groß zu sein..*

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ok - also, keine Bescheinigung = kein Krankheitstag. Dann werde ich mal Urlaub eintragen...

Vielen Dank für eure Hilfe.

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flip2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 98
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Ich meine, das gilt höchstens bis 12 Jahre, da wurde auch mal was geändert. Wie schon gesagt, braucht sie dafür eine Bescheinigung des Arztes, dass die Pflege des Kindes erforderlich ist.

Gruß
Flip

Meine Bilder im Internet: http://www.fotos.web.de/flip199

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Antigone

Mitglied seit
28.03.2002
Beiträge: 940
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§ 45 SGB V:

Krankengeld bei Erkrankung des Kindes

(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, daß sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben, eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. § 10 Abs. 4 und § 44 Abs. 1 Satz 2 gelten.

(2)Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 20 Arbeitstage. Der Anspruch nach Satz 1 besteht für Versicherte für nicht mehr als 25 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte für nicht mehr als 50 Arbeitstage je Kalenderjahr.

(3) Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 haben für die Dauer dieses Anspruchs gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung, soweit nicht aus dem gleichen Grund Anspruch auf bezahlte Freistellung besteht. Wird der Freistellungsanspruch nach Satz 1 geltend gemacht, bevor die Krankenkasse ihre Leistungsverpflichtung nach Absatz 1 anerkannt hat, und sind die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt, ist der Arbeitgeber berechtigt, die gewährte Freistellung von der Arbeitsleistung auf einen späteren Freistellungsanspruch zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes anzurechnen. Der Freistellungsanspruch nach Satz 1 kann nicht durch Vertrag ausgeschlossen oder beschränkt werden.

(4) Versicherte haben ferner Anspruch auf Krankengeld, wenn sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben, sofern das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist und nach ärztlichem Zeugnis an einer Erkrankung leidet,

a) die progredient verläuft und bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat,

b) bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativ-medizinische Behandlung notwendig oder von einem Elternteil erwünscht ist und

c) die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt.

Der Anspruch besteht nur für einen Elternteil. Absatz 1 Satz 2 und Absatz 3 gelten entsprechend.

(5) Anspruch auf unbezahlte Freistellung nach den Absätzen 3 und 4 haben auch Arbeitnehmer, die nicht Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 sind.

*Take my advice - I don't need it!*

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Super Antigone - jetzt hab ichs schwarz auf weiß. Wir vermuten nämlich, dass sie nur mal freimachen wollte, weil ihr Mann ja eh daheim ist und auf den Sohn aufpassen hätte können.

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Antigone

Mitglied seit
28.03.2002
Beiträge: 940
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Der Arzt muss diese AU so ausschreiben, dass das Kind von der Mutter betreut werden muss. Kann sie das nicht vorweisen, fehlt sie quasi auf eigene Anforderung.

Selbst wenn der Vater daheim ist, könnte es sein, dass der Arzt die Mutter zur Betreuung AU schreibt. Der weiß ja wahrscheinlich auch nicht unbedingt, dass das anders gegangen wäre. Und manchmal muss es vielleicht auch die Mama sein.

Oh, und wenn ich das richtig in Erinnerung habe, dann gibt es keinen Anspruch auf bezahlte Freistellung (also Urlaub), aber einen auf unbezahlte Freistellung. Das müsstest Du dann aber notfalls nochmal bei Freund Google abfragen.

*Take my advice - I don't need it!*

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broblin

Mitglied seit
03.08.2003
Beiträge: 58
Hilfreich: 0

Hallo Ihr Lieben,

vorsicht. Wenn das Kind über den Vater privatversichert ist, bekommt die Mutter das, trotz Bescheinigung vom Arzt, auch nicht von ihrer Krankenkasse bezahlt. Muss Urlaub nehmen oder einen unbezahlten Tag. Der AG holt sich das Geld im "Normalfall" von der Krankenkasse!

Hatte diesen Fall nämlich mal persönlich - ....

Ein schönes Wochenende

wünscht

broblin

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