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Kündigung bekommen weil ich mich zu oft Krankgeschrieben habe

Hallo an alle,

kurz und knapp ich suche einen guten Anwalt für Arbeitsrecht in Hamburg. Kurz meine Situation, ich habe eine Kündigung bekommen, weil mein Chef meinte das ich mich zu oft Krankschreiben lasse. Manchmal auch nur ein-zwei Tage, dann habe ich auch keinen Attest vom Arzt bekommen, einmal hat mich jemand aus der Firma in der Stadt gesehen als ich krank war und das sofort dem Chef gesagt, dabei bin ich nur zur Apotheke gegangen um mir ein Schmerzmittel zu holen.
Das habe ich auch erklärt, aber trotzdem die Kündigung.

Viele Grüße

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Das darf er glaube ich nicht machen wenn du wirklich krank warst, denn eine Kündigung wegen Krankheit darf man nur in Ausnahmefällen geben. Und wenn du schon einen Anwalt suchst dann lügst du auch bestimmt nicht, sonst würdest du dir ja die Kosten sparen. Und das dich jemand gesehen hat wie du zur Apotheke läufst muss nicht gleich bedeuten, dass du auch arbeitsfähig warst an dem Tag. Aber ob du im Recht oder unrecht bist kann dir am besten ein Anwalt sagen. Erst mal beraten lassen ob es sich überhaupt lohnt vor Gericht zu gehen.

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macbethy

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26.10.2015
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Puh, wenn es so in der Begründung steht, dürfte das für ihn schwierig sein... Eine normale Kündigung dagegen, sollte durchgehen. Viel Aussicht auf Erfolg sehe ich da nicht, ehrlich gesagt.

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Darf der mich also rausschmeißen ?

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speedy1984

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Nein, er darf dich nicht rausschmeißen!

1) er kann von dir verlangen, dass du auch für 1 oder 2 Tage krank ein Attest vorlegst.

2) wenn du das trotz Aufforderung nicht machst, kann er dich abmahnen und dich dann kündigen (sollte dann aber mehrmals vorgekommen sein)

3) nur weil du oft krank bist, darfst du NICHT gekündigt werden!

4) er kann dich trotzdem betriebsbedingt kündigen, d. h. wenn Kosteneinsparmaßnahmen angesetzt sind - wichtig ist in dem Fall aber, dass die Stelle komplett gestrichen wird und darauf auch niemand neues eingestellt wird

Ich an deiner Stelle würd auch zu nem Anwalt gehen - selbst wenn es nur darum geht, ne fette Abfindung rauszuholen!

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Kathleen83

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Was ich hier noch anmerken möchte, du darfst natürlich auch in der Stadt gesehen werden. Alles was den Genesungsprozess nicht behindert darf gemacht werden. Du dürftest eigentlich auch ins Kino usw. Jedenfalls nach den Gesetzlichkeiten.

Also gehst du den richtigen Schritt dir einen Anwalt zu nehmen.

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macbethy

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26.10.2015
Beiträge: 15
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Da man bei Kündigungen recht schnell zum Anwalt muss, dürfte sich das mittlerweile sowieso erledigt haben.

Was ist zwischendurch eigentlich rausgekommen? Irgendwas brauchbares? Würde mich mal interessieren.

Ganz spannend übrigens, was ein Chef wissen "darf" und was nicht. [url=http://www.industry-press.com/krankenrueckkehrgespraech/ ]Hier[/url] ganz gut zusammengefasst. Zwar mit dem Bezug zum Wiedereinstieg nach langer Krankheit, aber vieles ähnelt sich da ja.

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Serene

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Genau aus diesem Grund, gehe ich doch lieber gleich zum Arzt. Uns wird zwar auch ein Tag in der Firma gewährt, wo man ohne Krankschreibung Zuhause bleiben kann, wenn es einem nicht gut geht. Aber wenn man es nicht mit dir gut meinen sollte, kann dir dieser Tag zum Verhängnis werden.

Zitiert von:
4) er kann dich trotzdem betriebsbedingt kündigen, d. h. wenn Kosteneinsparmaßnahmen angesetzt sind - wichtig ist in dem Fall aber, dass die Stelle komplett gestrichen wird und darauf auch niemand neues eingestellt wird

Das interessiert mich weiter. Ist es richtig, dass der Arbeitgeber - auch wenn die eigene Position gestrichen wird - einen nicht einfach kündigen kann, solange er eine andere Position hätte, die man genauso gut ausführen könnte wie die alte?

Gruß,
Serene

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tonyy

Mitglied seit
27.02.2016
Beiträge: 37
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Ist doch normal

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