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Keine Berufsausbildung - wie begründen

rosa Pony

Mitglied seit
23.03.2006
Beiträge: 324
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Hallo,

eine Bekannte von mir hat 12 Jahre lang als Sekretärin der GL gearbeitet. Aus verschiedenen Gründen will/muß sie sich jetzt neu orientieren. Das Problem ist, daß sie nach dem Realschulabschluß keine Lehre gemacht hat, sondern einfach immer "nur" gejobbt hat, bis sie vor 12 Jahren besagte Position als Sekretärin bekam.

Jetzt sind wir am überlegen, wie sie das im Lebenslauf und im Vorstellungsgespräch schlüssig begründen kann. Zu sagen, ich war uninformiert oder hatte damals eine "Null-Bock-Phase" ist ja nicht wirklich gut, auch wenn es damals tatsächlich so war.

Habt ihr eine Idee, wie man das positiv verpacken kann?

Danke schon mal!

Viele Grüße
rosa Pony

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Hazett

Mitglied seit
17.05.2005
Beiträge: 1164
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Ich kenne einige, die so "ins Berufsleben reingerutscht sind", vor allem in der Informatik-Szene.

Schwierig ist es hauptsächlich, über die erste Hürde zu kommen. Bei den IT-lern ist es ja oft so, wenn kein Studienabschluss da ist, ist man raus. Hat man Theologie studiert, ist man noch drin

Ich würde in der Bewerbung nicht weiter darauf eingehen und im Gespräch einfach darauf hinweisen, dass Sekki ein Job ist, der aus 90% gesundem Menschenverstand und 10% Ausbildung besteht. Die 90 % bringt sie mit, die 10% hat sie sich durch Training on the Job allemal erworben.

Sie brauchte nach der Schule eben Geld und hat dann festgestellt, dass man dieses auch ohne Ausbildung verdienen kann. Und nach mehreren Jahren im Job noch einmal eine Sekki-Ausbildung? Wer macht das schon?

Herzlichst, Hazett

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Vodka

Mitglied seit
19.12.2002
Beiträge: 277
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Ich finde, mit Ehrlichkeit kommt man da am meisten.

Sie kann doch einfach zugeben, dass sie zur damaligen Zeit nicht den nötigen Ernst an den Tag gelegt hat. Trotzdem - vielleicht auch unverdient - ist ihr dieser Job in den Schoß gefallen und sie hat die Chance ergriffen und ihn auch ohne Ausbildung bis heute sehr gut ausgefüllt.

Finde ich besser, als den Umstand, dass man keine Ausbildung hat, ganz zu verschweigen.

Liebe Grüße

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Pommern

Mitglied seit
27.09.2005
Beiträge: 819
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Ich sehe auch keinen Grund, warum sie das in der Bewerbung begründen soll? Es hat sie doch keiner danach gefragt. Und selbst wenn's in der Stellenausschreibung so war: einfach übergehen. Wir Frauen machen schnell den Fehler, uns zu entschuldigen für das, was wir nicht können - auch wenn keiner nach fragt -, anstatt zu betonen, was wir können.

Im Vorstellungsgespräch sollte sie dann ehrlich beantworten, warum es so gekommen ist. Muss ja nicht gerade 90:10 Prozent sein. Ich besitze schon einiges an fachlichen Qualifikationen; mein Job besteht nicht zu 90 % aus gesundem Menschenverstand, sondern eher zu 40 % fachliche Qualifikation, 30 % Learning on the job und 30 % gesunder Menschenverstand.

Pommern

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rosa Pony

Mitglied seit
23.03.2006
Beiträge: 324
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Also in der Bewerbung und im Anschreiben wollte sie eh nicht darauf eingehen, daß sie keine Ausbildung gemacht hat. Sie wollte nur für Fragen im Gespräch darauf gerüstet sein. Man wird ja doch gelegentlich danach gefragt, warum man z.B. 1987 eine Ausbildung als Drogistin absolviert hat, später aber in einem ganz anderen Bereich tätig war, also ich wurde das zumindest schön öfter gefragt. Daher dachte ich mir, daß sicher auch nachgefragt wird, warum man denn gar keine Ausbildung gemacht hat.

Viele Grüße
rosa Pony

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rosa Pony

Mitglied seit
23.03.2006
Beiträge: 324
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Danke für Euren "Input".

Schönen Tag noch!

Viele Grüße
rosa Pony

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blondchen

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 856
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Hallo!

Nach 12 Jahren Berufserfahrung fragt kein Schwein nach der Ausbildung!
Ich füg ja auch nicht meine Grundschulzeugnisse einer Bewerbung bei.

Im Lebenslauf schreibst Du:
Jahr xxxx Schule sowieso - REalschulabschluss
Jahr xxx - xxx diverse Aushilfstätigkeiten im Kaufmännischen Bereich
Jahrr xxx- xxx Sekretärin der GL bei yyy

fertig ist.

Für Hummel ab jetzt ohne Bild

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Hazett

Mitglied seit
17.05.2005
Beiträge: 1164
Hilfreich: 0

@Pommern,

zugegeben, das mit den 90/10 ist nicht gerade, was man einem Arbeitgeber erklären sollte. Aber, wenn ich ganz ehrlich bin, dann sehe ich es schon in der Richtung.

Ich habe zwar eine teure Ausbildung als Europasekretärin genossen, aber die wirklich wichtigen Dinge habe ich im Job gelernt. Und wie man mit schwierigen Chefs umgeht, wie man Informationen filtert oder sich nicht von ach so armen Mitarbeitern manipulieren lässt, wie man die Wahrheit beugt ohne wirklich zu lügen und Loyalitätskonflikte meistert - das lernt man in keiner Ausbildung.

Herzlichst, Hazett

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