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Jetzt werde ich verklagt!

Gabriele04

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Antigone,

ich denke, bisher ist nur die Spitze des Eisbergs erreicht. *schwarzmalt* Ich bin eher ein optimistischer Mensch, aber das, was sich derzeit abspielt... *kopf schüttelt* ... kann es nur noch schlimmer werden. Heute wieder die Meldung, dass zig Subunternehmer von Walterbau Insolvenz angemeldet haben... Wenn ich jetzt wieder böse denken würde, dann müsste man sich bald dafür entschuldigen, dass man Arbeit hat.

--

LG Gabriele04

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Antigone

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Ich habe just heute mit einem Freund telefoniert, der Polizist ist; aus anderem Grund allerdings. Dem habe ich die Story erzählt (ja, ich kann inzwischen auch darüber lachen), und der meinte auch nur "Ruf uns beim nächsten Mal an und entspann Dich!" Grund zum Einschreiten wäre das tatsächlich gewesen, hat er mir glaubhaft versichert.

Ich hatte nicht das Gefühl, so gewichtige Hilfe zu benötigen, aber der Hammer ist das schon. Eine Freundin von mir arbeitet beim Arbeitsamt, die erzählt öfter solche Stories, bislang konnte ich das fast nicht glauben ... :rolleyes:
--
Es grüßt im Zeichen der Frieda
Antigone

*Take my advice - I don't need it!*

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Gabriele04

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Antigone,

OK, ich sehe, du hast die Sache im Griff!

Bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage und den chaotischen Verhältnissen kann man gar nicht so dumm denken, wie es noch kommen könnte. Es ist schlimm, wenn man meint, sich so "aufrüsten" zu müssen (wie ich es mit der Polizeit geschildert habe).
--

LG Gabriele04

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Antigone

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Nö, ich bin überhaupt zu gar nichts verpflichtet; siehe auch mein letztes Posting. Es ist reine Nettigkeit, dass man den Leuten das eben auf diesem Formular bestätigt, dass sie vorgesprochen haben. Verpflichtet bin ich zu nix. Aber wer sich natürlich wirklich und redlich um Arbeit müht, dem bescheinigt man es ja auch gern. Im Normalfall kommen die Leute rein und fragen höflich. Ich frage dann kurz zurück, was sie beruflich bisher gemacht haben, was sie können, was sie wollen. Bei interessanten Berufen oder Lebensläufen frage ich nach Unterlagen, behalte sie auch da, mit der Maßgabe, dass wir derzeit keinen Bedarf haben, sie kurzfristig von mir nichts hören, ich die Unterlagen aber gern drei Monate "horte", sollte sich bis dahin nichts ergeben, erhalten sie die Unterlagen von mir zurück.

Das ist der Weg, wie es üblicher Weise abläuft. Wer auf der Schnorrerschiene reinkommt, und nur die Bestätigung will, dass er da war, der kriegt nix. So läuft das einfach nicht.

Habe mal einem Renitenten (der mir auf Rückfrage, ob er wirklich Arbeit wolle erklärte, wenn wir ihn nähmen, könnte er nicht garantieren, dass er täglich käme und gleich gar nicht nüchtern) auf seinen Zettel geschrieben: "Kam ohne Unterlagen, dafür mit Alkoholfahne, daher keine Möglichkeit." Soll sich der Bearbeiter beim Arbeitsamt seinen Teil zu denken ...
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Es grüßt im Zeichen der Frieda
Antigone

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Gabriele04

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27.03.2004
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Irgendwie erscheint mir die ganze Geschichte etwas skuril, grenzend an Nötigung und Hausfriedensbruch.

Ist eine persönliche Vorstellung ohne Vorlage von Bewerbungsunterlagen schon eine Bewerbung? Oder ging es allein um den Stempel, um die Leistungen der AA weiter zu beziehen?

Ich will die Sache gar nicht weiter vertiefen, denn wenn ich böse denken würde, ging es nur um den Stempel. Und da scheinen sich einige Leute recht gut auszukennen. Nach dem Motto: Wenn es den nicht gibt, dann gibts Theater.

Deshalb würde ich mich ganz einfach schützen. Man darf sich doch nicht alles gefallen lassen. Und schon allein der Gedanke, dass da eine Frau "in Begleitschutz" kommt... Warum hat die "Pfeife" von Kollege nichts gesagt?

Ich könnte mich jetzt in Rage schreiben, deshalb lasse ich es jetzt.

Antigone,

ich glaube nicht, dass die dich verklagen werden. Wenn doch, dann wäre das doppelt dreist. Dennoch sollte man sich überlegen, wie man zukünftig in solchen Angelegenheiten umgeht. Da du den unmittelbaren Draht zur AA zu haben scheinst, würde ich mich da rückversichern. Ich bin mit den "Stempelangelegenheiten" nicht vertraut.

Und schlimmstenfalls würde ich solchen Leuten mit der Polizei drohen!
--

LG Gabriele04

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Antigone

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Quarki, sorry, ganz vergessen:

Du hast völlig Recht, eigentlich sollten die Arbeitslosen nur selbst diesen Zettel ausfüllen, Namen & Anschrift sowie Ansprechpartner und Ergebnis notieren. Keine Ahnung, warum das bei uns so entgleitet, aber bei uns fordern sie alle, dass wir den Wisch ausfüllen, stempeln und unterschreiben. Das ist ganz unnötig, aber ich habe den Elan zu den ganzen Debatten verloren. Wer wirklich um Arbeit vorspricht, kriegt den Stempel und gut ist.
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Antigone

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Antigone

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28.03.2002
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Oh, Du schockierst solche Leute sichtlich, wenn Du sie fragst, ob sie statt des Stempels auch Arbeit nähmen!!!

Gretl, nein, wir inserieren überhaupt nicht, ich habe den Mut verloren, vakante Stellen ernsthaft auszuschreiben. Mir reichen so schon die rund 100 Initiativbewerbungen monatlich, ganz zu schweigen von den telefonischen Nachfragen und den persönlichen. Wenn wir wirklich Bedarf haben, durchforste ich gezielt die gängigen Medien, lasse mir vom Arbeitsamt konkret Leute rausziehen, kriege deren anonyme Daten & Lebensläufe gefaxt, kann so wählen. Zudem lege ich mir von den Initiativbewerbungen die zurück, die tauglich erscheinen, oder kopiere nach Rückfrage die Unterlagen. Zudem arbeiten wir sehr viel mit Praktikanten, da sind manchmal auch taugliche dabei. Will sagen, ich habe mir einen eigenen kleinen Pool geschaffen, aus dem ich im Zweifelsfalle schöpfen kann. Eine Stelle auszuschreiben, das hieße klar mindestens 300-400 Bewerbungen, von denen die meisten aus lauter Verzweiflung schreiben, nicht, weil sie wirklich dafür befähigt sind. Das ist ein Zeit- und Geldaufwand, den ich einfach nicht betreiben möchte.
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Antigone

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Nettsche

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Bei mir waren auch schon welche und wollten Stempel. Kommen rein ins Zimmer, legen den Zettel hin und sagen "Stempeln Sie mir das mal ab, ich bekomme ja eh keine Arbeit". He, ich weis, daß es besch.. ist und man schlecht einen Job bekommt. Die wollten aber doch gar keinen, sondern nur den Stempel fürs ALG. Ne, da mach ich nicht mit. Für mich wäre das Betrug. Ich schicke solche Typen direkt wieder weg.
Wenn sich wirklich jemand redlich bewirbt ist das für mich o.k., aber nicht auf die Tour. Im übrigen bin ich der Meinung, die Zeit, die solche Typen vertun um Stempel zu sammeln, die können sie doch sicher auch gut ins Schreiben von Bewerbungen investieren. Aber da könnte eventuell eine Arbeit raus springen und ob das dann gewillt ist?
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Das Nettsche

Gott schuf die Katzen, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.
Victor Hugo

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quarki

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13.08.2003
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Hallo Tigo,

ich finds erschreckend wie die Leute drauf sind. Auch ich bin zur Zeit immernoch auf der Suche nach Arbeit. Aber sowas würde ich mich nie wagen. Tolles Licht was da auf die Suchenden wieder mal fällt.

Auch ich habe einen Vordruck für Bewerbungskostenbeihilfe. Allerdings steht bei mir auf der Liste nicht das da ein Stempel drauf soll sondern nur: Name der Firma, Sitz der Firma, Telefon und Bewerbungsdatum. Unterschrift drunter und fertig. Daher ist mir das mit dem Stempel absolut neu... hab ich noch nie gehabt....(bis heute kannte ich das noch nicht mal).

In der Hoffnung auf einen baldigen Job (haha)

wünsche ich euch allen einen frohen Karneval.

Quarki
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In mir schläft ein Genie, das Biest wird nur nicht wach!

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Gretl

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03.05.2002
Beiträge: 35
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Hallo,

hier kommt der mittlerweile tradtitionelle Freitag-Abend-Kommentar von mir *g* !

Was tut die Firma, in der du arbeitest, dass die Menschen glauben, sie dürfen da für einen Stempel vorsprechen?

Schreibt Ihr soviele Stellen aus?
Schreibt Ihr die so ungenau aus, dass "Fuzzis" daher kommen können, und sicher sein können, dass sie ohne Interesse an einem Arbeitsplatz einen Stempel erhalten können?
Was ist da in der Vergangenheit vorgefallen? Vielleicht hat sich da was rumgesprochen?

Irgendwie seltsam: Ich will jemand und krieg niemanden und dir laufen Bewerber die Tür ein, die du nicht brauchen kannst...

Lieben Gruß
Gretl

--
Erwarte ein Wunder

***Leben ist bunt***

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