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Ich brauche bitte Eure Hilfe!

nihoe

Mitglied seit
31.10.2004
Beiträge: 76
Hilfreich: 0

Hi Fanny,

ich bin im Baunebengewerbe und das mittlerweile schon seid 7 Jahren und bei uns sind noch keine Köpfe gerollt. Das Baugewerbe wird immer pauschaliert, es kommt aber auch ganz darauf an welches Nebengewerbe und wie die Arbeiten.

Den Buisnesslook kannst Du bei uns ebenfalls vergessen, ich sitze hier z.B. heute in ner 3/4 Jeans und Birkenstock, genau wie meine Kolleginnen. Die Kaffeesahne auf dem Stuhl ist natürlich nicht so toll.

Wenn Du jetzt arbeitslos bist, verdienst Du dann mehr Geld wenn Du den Job annimmst als Du vom Arbeitsamt kriegen würdest? Wenn man Dich freistellt zu Deinen VG, was hast Du dann zu verlieren? Ich würds einfach machen und wenn ich was besseres finde wieder wechseln!
--
Gruß

nihoe
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nihoe9@web.de

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Walpurga

Mitglied seit
12.02.2002
Beiträge: 893
Hilfreich: 0

Die Wegstrecke finde ich, ist kein Hindernis, den Job anzunehmen. Auch nicht die 200 EUR weniger Gehalt.
Allerdings die merkwürdige Art, dich unter Druck zu setzen.
Ich habe ein einziges Mal so einem Druck nicht standgehalten und habe es später bitter bereut. Heute ist ganz klar: Entweder ich bekomme die Möglichkeit, mich in aller Ruhe und innerhalb eines vernünftigen Zeitrahmens zu entscheiden und kann meine Kündigungsfrist in meinem alten Unternehmen korrekt einhalten, oder ich sage gleich "Danke und Tschüß".

Hör auf dein Bauchgefühl, nicht auf deinen Kopf.
--
Walpurga

Viele Grüße
Walpurga

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Shems

Mitglied seit
11.02.2005
Beiträge: 153
Hilfreich: 0

Gabriele, genau daran stör ich mich grad auch beim Lesen. Hab zwar in Bezug auf PV`s keine Ahnung, aber nachdem der erste Kontakt hergestellt wurde, sprich VG, sollten die weiteren Gespräche doch wohl zwischen AG + Bewerber direkt laufen, oder? Ich glaub` schon fast, der PV gehts nur um den Abschluß im April...

--
[f1]Shems

Steht die Sonne der Kultur niedrig, werfen selbst Zwerge lange Schatten[/f1]

Shems

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Gabriele04

Mitglied seit
27.03.2004
Beiträge: 202
Hilfreich: 0

Ich sag mir auch immer: Der erste Eindruck ist entscheidend.

Man kann sich die Sachen immer schön reden, aber letztlich ist das nur eine "Selbstvergewaltigung".

Ich bin auch mal auf diese Art und Weise reingefallen. Mein erster Eindruck war eher negativ, überhaupt nicht mein Niveau, aber es wurde mir sehr viel Geld geboten und ich dachte auch, den Rest gestalte ich mir dann nach meinem Geschmack. - Nach 3 Monaten war ich weg aus der Firma. Ich war nicht mehr so sicher, ob die Firma mein Gehalt im Folgemonat überhaupt noch hätte zahlen können, die Möbel waren aus den 70er Jahren und Neues durfte nicht angeschafft werden, die Stimmung unter den Kollegen war so schlecht, wie ich es noch nie in meiner beruflichen Laufbahn erfahren habe und weitere Einzelheiten erspare ich euch. - Es war jedenfalls der größte berufliche Reinfall meines Lebens.

Ich hatte damals auch noch am selben Tag (wider meiner Natur) zugesagt, weil ich aus einem langjährigen Arbeitsverhältnis raus wollte. Und ich dachte, das wäre die Gelegenheit. Alles andere hatte ich negiert.
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LG Gabriele04

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Fanny,

nicht verzweifeln... ich war letztes Jahr 8 Monate arbeitslos und habe auch zwei Jobs abgelehnt. Bei einem sollte ich Wohnungsbegehungen in einem Ausländerviertel machen. Dabei bin ich Sekretärin. Naja, da kann man drüber denken wie man will - arbeiten wollte ich auf jeden Fall, aber wäre total unglücklich in diesem Notnagel-Job geworden.

Ich kann mir daher vorstellen, welche Ängste dich quälen.

Man hat auch Angst vor Arbeitsamt-Druck und dass man eine Sperre riskiert.

Bei diesem Job hier ist die Entfernung aber doch nicht mehr zumutbar.
Wenn du dich schon erklären musst, dass du den Job ablehnen willst, wäre das ein Argument. Ich glaube, 60 km eine Strecke wäre zumutbar. Da liegst du mit diesem weit drüber. Bedenke die Fahrtkosten bei diesen Benzinpreisen - somit hast du noch weit weniger als 200 Euro im Vergleich zu deinem letzten Verdienst.

Ich möchte dir auch mal einen nützlichen Link zur Hand geben:
http://www.sozialgesetzbuch-bundessozialhilfegesetz.de/_buch/sgb_iii.htm
Darin kannst du z. B. nachlesen, welche Gehälter für dich zumutbar sind (es gibt eine Staffelung je nach Dauer deiner Arbeitslosigkeit):

§ 121 (3) SGB III:
Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

Ich verstehe es: du willst arbeiten, aber ich würd`s nicht um jeden Preis machen, sondern auf eine Stelle warten, die dir besser liegt.
Viel Glück für deine anderen Jobinterviews!

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Gabriele04

Mitglied seit
27.03.2004
Beiträge: 202
Hilfreich: 0

Fanny,

Personalvermittlung??? Was hat die damit zu tun???
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LG Gabriele04

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fanny2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 50
Hilfreich: 0

Die haben mir den Job vermitteln.
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Fanny :dance1:

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

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fanny2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 50
Hilfreich: 0

*heul* ich muss mich aber heute noch entscheiden. Ihr habt ja recht mit Euren Argumenten, aber die Dame der Personalvermittlung hat mich auch wieder aufgerichtet und hat gesagt, dass das für mich das optimale Sprungbrett in die Holding und damit zu besseren Positionen ist. *verzweifeltheul*
--
Fanny :dance1:

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

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fanny2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 50
Hilfreich: 0

Ja, ich bin seit 01.04.05 arbeitslos, habe schon über 100 Bewerbungen geschrieben und bin total verzweifelt. *heul*
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Fanny :dance1:

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

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Gabriele04

Mitglied seit
27.03.2004
Beiträge: 202
Hilfreich: 0

Fanny,

ich habe mir mal schnell deinen Thread "2 Geschäftsführer" durchgelesen. Nur dazu kurz: Ich hatte vor langer Zeit mal für 2 GFs gearbeitet. Die waren sich nicht geanz grün (immer verschiedener Meinung) und letztlich wurde es auf meinen Schultern ausgetragen. Ich durfte die Briefe immer mehrmals schreiben, bis die Herren sich einig waren. Für mich käme das nicht mehr in Frage!

Zu deiner Frage bezüglich des Jobs: Ich würde dir abraten. Und wenn du noch mehr VTe hast, würde ich auch - wie vor beschrieben - versuchen, Zeit zu schinden. Ich denke mal, wegen des ALG brauchst du dir weniger Sorgen machen, weil das Durchschnittsgehalt der letzten 3 Jahre zum Ansatz kommt (wenn ich noch recht informiert bin), aber der weitere Anfahrtsweg (mit dem zusätzlichen Kosten- und Zeitaufwand) ist schon ein Argument. Desweiteren hört sich die Sache so für mich an, dass das nicht dein Niveau ist. Vermutlich würdest du dort gar nicht glücklich werden.
--

LG Gabriele04

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