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Herausfinden, wer lügt

nonem

Mitglied seit
18.01.2005
Beiträge: 161
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Liebe Alleinzuhaus,

habe soeben endlich einmal Zeit gefunden, Deine Story durchzulesen. Auch ich würde sagen, es wird Zeit für ein klärendes Gespräch. Zuallererst: DU bist die Sekretärin, DU bist die Vorgesetzte der Kollegin, die SACHBEARBEITERIN ist. Hier sind zunächst ganz klar die Grenzen zu definieren, wer welche Aufgaben macht. DU bekommst die Anrufe, die für den Chef sind, durchgestellt, weil sie anscheinend nicht in der Lage ist, richtig aufzuschreiben, wer wann angerufen hat etc. Setze da die Richtlinien, an die sie sich zu halten hat. Den Chef interessiert Euer "Kleinkrieg" nicht, er muss den Kopf für andere Dinge frei haben. SETZ` DICH DURCH, bevor sie DICH ausbootet!

Deine Kollegin hat ein Minderwertigkeitsproblem und eine Struktur, die Mobbingopfer an sich haben (habe ich mal so gehört von einer Betroffenen). ACHTUNG! Diese Struktur bringt sie immer wieder in andere Firmen ein, so auch bei Euch. Lass` sie diesen Spieß nicht umdrehen. Wenn Du Dinge von Dritten hörst, glaube sie einfach nicht mehr und tue sie mit einem Schulterzucken ab, sage, dass Dich solche Dinge nicht interessieren, solange die betroffene Person Dich nicht direkt anspricht.

3.: Privatunternehmen sind Scheiße. Sorry an die möglicherweise wenigen Ausnahmen in Germany. Aber meine Erfahrungen sind so. Die Chefs betrachten Dich als ihr persönliches Eigentum und jeder meint, er müsse seine Meinung durchboxen.

Sei stark und setz` Dich durch. Sieh` Deiner Kollegin direkt in die Augen, wenn Du mit ihr sprichst und gib ihr Deine Anweisungen z. B. über die Arbeitsaufteilung.

Viel Glück!!!!
--
nonem

Die Wurzel allen Übels liegt im Schwachsinn, während die Wurzel des Schwachsinns nicht unterschätzt sein sollte! (Brösel)

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liese_

Mitglied seit
20.07.2004
Beiträge: 39
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Kleiner Tipp von kleiner Liese...

such dir einen anderen Job, dort wirst du nicht mehr froh und nicht mehr glücklich. für mich ist das ein fall von mobbing, ob gewollt oder nicht. Du hast niemanden der hinter dir steht die Situation wird nicht besser.

Ich habe auch zwei kolleginnen bei denen es ähnlich läuft. Die eine macht die arbeit und die andre schleimt rum, dass es einem schlecht wird. Aber glücklicherweise hat die "gute" den rest der kollegen hinter sich und wir stellen schon mal das eine oder andere richtig. Aber Deine lage ist schon echt bescheiden...

Wirklich herzchen, such dir was anderes sonst wirst du richtig krank von dem ganzen schlamassel

daumen drück!!!!
--

wer mich liebt, lacht auch so mit mir....

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alleinzuhaus

Mitglied seit
04.02.2005
Beiträge: 29
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Vielen Dank für die Antworten. Wahrscheinlich gibt es kein Patentrezept für diese Situation. Hatte nur Hoffnung, dass irgendjemand ähnliche Probleme hat und man sich hätte austauschen können. Kann leider in der Firma nicht ins Forum, daher meine Antworten immer sehr verspätet.

Versuche schon seit einiger Zeit etwas Neues zu finden. Leider lebe ich in einer Region, wo Sekretariatsstellen nicht gerade häufig angeboten werden. Eine Ortsveränderung ist aus privaten Gründen nicht möglich.

Somit bleibt mir wirklich wohl nur Augen zu und durch und bei der nächsten Gelegenheit den Absprung machen.

LG
Alleinzuhaus

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Gabriele04

Mitglied seit
27.03.2004
Beiträge: 202
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alleinzuhaus,

worum geht es dir?

Ich habe gelernt, man kann keine Leute ändern. Leider!

Ich habe auch mal mit einer Kollegin zusammengearbeitet, die gelogen hat. Ich dachte damals, ich sehe nicht richtig. Zumal das überhaupt nicht mein Stil war.

Und ich habe gelernt zu lügen. Traurig? Ich kann jetzt auch super lügen und manche Chefs wollen das gar nicht anders. In einem Folgejob habe ich den Chef "vollgelogen" bis sich die Balken bogen. Und ich kam damit durch. Meine Kolleginnen haben das mitbekommen und zu mir gestanden.

Ich weiß, es gibt Besseres, doch man sollte seinen Job mit etwas Distanz sehen. Das ist es auch, was ich gelernt habe.

Ich hoffe, ich habe dein moralisches Bild nicht zerstört.
--

LG Gabriele04

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Sandra76

Mitglied seit
10.10.2004
Beiträge: 55
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Hallo Alleinzuhaus,

ich würde sofort anfangen, Bewerbungen zu schreiben.

Deinen Chef wirst Du nicht ändern können, so dass Dir immer die Rückendeckung fehlt. Kein schönes Gefühl.

Und kein Job der Welt ist es wert, sich immer ärgern zu lassen. Irgendwann fängt man an, die schlechte Laune nach Hause zu tragen. Ich spreche aus Erfahrung...

Viel Glück, alles Liebe!

Sandra

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felidae

Mitglied seit
05.01.2004
Beiträge: 15
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... super blöde Situation.

Falls es mit dem Wechsel im Moment nicht geht bzw. nicht so klappt, dann würde ich an deiner Stelle vieles einfach mal schriftlich festhalten.

Will deine Kollegin Urlaub machen, so bitte sie, dir das kurz mal schriftlich mitzuteilen, so hast du dann etwas in der Hand. Kannst du sie mal auflaufen lassen? Warum handelt sie so, ist ist irgendwie sauer oder einfach von Natur aus so schlecht?

Aber ganz ehrlich, was nützt dieses aufgeschreibe und so, wenn du sowieso überall aneckst und deine Kollegin für alles eine Ausrede hat.

Echt blöde Situation. Pass nur auf, dass es dir nicht zu Nahe geht.

Feli

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Schnitte

Mitglied seit
27.01.2005
Beiträge: 53
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Hallo Alleinzuhaus,

ich habe mir gerade dein Problem durchgelesen. Sch... Situation, ich kann den Ratschlägen der Anderen nur zustimmen. Entweder du verlässt die Firma oder du boxt dich durch. Finde einen Weg, dass eine geregelte Arbeitsaufteilung herrscht, sonst bist du immer die gelackmeierte, denn nach deiner Beschreibung beherscht ja deine Kollegin (möchtegern Sachbearbeiterin)das umdrehen von Tatsachen sehr gut. Z.B. Urlaubsabsprache: Ihren Urlaubswunsch soll sie dir doch per e-mail mitteilen (weil du so vergesslich bist *g*), somit hast du es schriftlich und sie kann an den Chef keinen Urlaubsantrag mehr weiter geben indem sie andere Daten angibt als die die sie dir genannt hat. In einer Situation wie dieser muss man auch kreativ werden, wenn du es noch etwas dort aushalten musst, sonst geht das auf deine nerven.

Versuch so schnell wie möglich von dort weg zu kommen, damit du in einer anderen Firma wieder dein Selbstbewusstsein in dem was du leistest findest. In deinem Familienbetrieb (ätz...) hat keiner deiner beiden Chefs ein Rückrat, von denen kannst dir nicht viel erwarten.

Wenn ich eine Situation nicht ändern kann, dann muss ich meine Sichtweise ändern.

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alleinzuhaus

Mitglied seit
04.02.2005
Beiträge: 29
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Hallo felidae

Meine Kollegin ist ein wenig schlicht, eifersüchtig auf alles was sie nicht hat oder haben kann aus welchen Gründen auch immer. Außerdem kommt sie nicht aus einem kaufmännischen Beruf, vom Arbeitsamt gefördert, fühlt sich nicht wohl in diesem Job und versteht die deutsche Sprache teilweise falsch und fühlt sich deshalb oft angegriffen (Ausländerin, die seit mehr als 18 Jahren in Deutschland lebt), meint ist unterbezahlt, weil der AG ja vom Arbeitsamt den Zuschuss bekommt und nicht sie, da sie ja nach ihrer Meinung die Arbeit macht. Vergisst dabei jedoch, dass sie für ihre Leistung ein Gehalt (wird nach Tarif bezahlt, auch für Berufsjahre, die sie nicht in dem Beruf gearbeitet hat) bezieht. Hat nach den Erzählungen nur arbeitslose Freundinnen, die sie noch in ihrer Meinung unterstützen nach dem Motto - Kaffeeklatsch ist viel interessanter als arbeiten und sie solle aufpassen, dass sie nur so viel arbeitet, wie sie meint auch Gehalt zu bekommen. Darf aber den Job nicht kündigen, weil sie dann die Förderung zurückzahlen müsste. Dazu hat sie sich verpflichtet.

Diese Geschichte verbessert die Gesamtsituation nicht gerade. Somit hängt es bei ihr auch von der Tagesform ab, ob man miteinander reden kann oder nicht. Hat auch schon mehrfach versucht, über Krankheit bzw. Schwerbehinderung mehr Urlaub/Kündigungsschutz bis zur Rente zu erhalten. Hat alles nicht geklappt. Die Dame ist übrigens Anfang 50.

Alleinzuhaus

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loga

Mitglied seit
23.07.2002
Beiträge: 318
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Liebe alleinzuhaus,

sicher versucht deine Kollegin, ihre Fehler anderen anzulasten. Nicht schön, aber das ist meiner Meinung nach nicht das wirklich schlimme an deiner Situation.

Schlimm finde ich, dass dein Chef wohl "lügt". Ich war mal in genau dieser Situation, daher glaube ich, dass deinem Chef soetwas durchaus zuzutrauen ist.

Damals hatte ich große Schwierigkeiten mit einer neuen Kollegin. Privat waren wir uns "eigentlich" sympatisch, aber beruflich sind wir ständig aneinander geraten.
Wir haben nach langer Zeit (1 Jahr oder so) dann zufällig eine Aussprache gehabt (hat sich einfach ergeben). Dabei kam heraus, dass der Chef ihr ganz bewusst andere Dinge erzählt hatte, als mir.

Beispiel: Mir wurde ein prestigeträchtiger Arbeitsbereich weggenommen, als Sie neu in die Firma kam und ihr übergeben. Da sie privat mit Chefs Frau zu tun hatte, wurde mir verklickert, dass man ihr ja nicht "irgendeine Aufgabe" geben könne.

Ihr wurde erzählt, sie müsse diese Aufgabe übernehmen, weil ich keine Lust dazu hätte!

Da gab es viele ähnliche Situationen. Gerne hat unser Chef auch Dinge, die er durchsetzen wollte auf andere geschoben: "Es gibt Mitarbeiter, die beschweren sich, dass Sie ....". Natürlich gab es diese Mitarbeiter nicht, er wollte nur nicht selbst als der Böse dastehen.

Fazit: Ich empfehle dir, dich mit der Kollegin zu vertragen. Den Chef wirst du nicht ändern, zugeben wird er es auch nicht. Falls die Kollegin aber sehr oft ihre Fehler auf dich schiebt und du darunter leidest, kannst du dir wahrscheinlich nur einen neuen Job suchen.

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dipsi_at_home

Mitglied seit
26.10.2004
Beiträge: 74
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Hallo,

ich finde ja, der Fisch fängt vom Kopf her an zu stinken, soll heißen, solange dein Chef nicht durchgreift, wird diese Intrigiererei immer weiter gehen. Auch ich arbeite in einem Familienunternehmen und z.T., wenn auch nicht so ausgeprägt, ist es dort auch so. Leute, die ein gewisses Vertrauen genießen, versuchen sich einzuschleimen oder von Ihrer Unfähigkeit oder Unwilligkeit abzulenken, indem sie irgend etwas über andere behaupten.

Ist mir kürzlich passiert: Hintenrum habe ich erfahren, ich wäre angeblich unfreundlich gewesen, was aber ganz und gar nicht in meiner Art liegt. Bin nämlich manchmal noch zu freundlich. Kam von einer Kollegin, die selbst mit ihren Aktivitäten nicht up to date war. Da hilft nur, klar und deutlich zu kommunizieren und Sachen schriftlich festzuhalten.

Lass dir doch z.B. die Urlaubswünsche deiner Kollegin schriftlich geben, notiere dir Sachen und gib sie täglich in Kopie an deinen Chef oder formuliere eine klare Anweisung für das Verhalten am Telefon (z.B. schriftliche Telefonnotiz ist auszufüllen, dann mit Durchschlag, den du bekommst oder so ähnlich). Aufgeben kannst du immer noch und anderswo ist es auch nicht unbedingt einfacher.

Ich habe eine Karriereberaterin, die mich durch die - auch nicht ganz einfache Probezeit - begleitet. Habe aber schon verschiedene Hürden, an denen ich früher gescheitert wäre, super genommen, auch ohne ihre unmittelbare Hilfe. So habe ich kürzlich herbe Kritik aushalten müssen, die aber nicht einmal berechtigt war. Nachdem ich die Dinge klar gestellt hatte, ohne sie aber persönlich zu nehmen oder nachtragend zu sein, klappt die Zusammenarbeit sogar etwas besser als vorher. Also: nicht unterkriegen lassen.

Gruß, Dipsi

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