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Hat der Kollege ein Drogenproblem ?

Hallo Chrisline,

ich habe Deinen Beitrag aufmerksam gelesen, schau Dir mal den Link an

http://www.info-adhs.de/Erwachsene_mit_ADHS_Schwierigkeite.411.0.html

Ergänzend kann ich noch hinzufügen, dass diese Menschen großteils
- Probleme mit ihren Finanzen haben
- Sehr schnell besprochene Dinge vergessen
- ein Problem mit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit haben
- den Hang haben, alle möglichen Dinge aufzubewahren, macht sich vor allem in den eigenen vier Wänden bemerkbar ( Messi)
- einfach nur Chaos im Kopf haben

nur mal so als Denkanstoss

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Chrisline

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27.06.2003
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Hallo und vielen Dank,

Nukke, wenn Du schon sehr viel Kontakt zu Suchtopfern hattest, hältst Du sein Verhalten für "typisch" ? Bei uns war das eigentlich bisher kein größeres Thema.

Lea, das habe ich ja auch überlegt, daß er evtl. eine Krankheit hat und Tabletten nehmen muß.
Daß jemand aus der Familie krank ist, haben wir auch schon überlegt. Das Verhalten ist ja jetzt schon seit Januar so extrem. Ich hab mich aber mal mit einer Kollegin unterhalten, die in der Niederlassung arbeitet, in der er vorher war. Die meinte, daß er dort super Leistungen gebracht hat, daß sie ihn aber auch immer wieder an Sachen mahnen und erinnern musste weil er so unzuverlässig war und daß er öfter mal ein paar Tage einfach nicht auffindbar war. Also ist das wohl schon länger. Über sein Privatleben spricht er gar nicht. Überhaupt nicht. Kein Sterbenswort. Chef hat schon mal gemeint, wenn er denn nur sagen würde, was los wäre, dann könnte man ja vielleicht noch Verständnis haben.
Aber "viel mehr" als ein Alkohol- oder Drogenproblem" gibt's schon fast nimmer.

Ich selbst werde ihn nicht ansprechen. Habe schon versucht, bei diversen Problemen, mit ihm zu sprechen, ihn darauf aufmerksam zu machen, daß Chef verärgert ist oder sonstwas, was zu Problemen führen könnte. Das hat gar nix gebracht. Da hat er sich immer sofort angegriffen gefühlt, hat los gepoltert. Bei uns geht's halt immer nur um Menschen. Um Kunden, um Mitarbeiter. Und die mussten dann in seinen Schimpftiraden immer herhalten, die waren immer die schuldigen

Kollegin hat jetzt einen sachlichen Bericht über die Mitarbeitergespräche geschrieben. Von der Vermutung hat sie nix reingeschrieben, sie will aber unserm Chef sagen, daß dieser Eindruck entsteht.

LG
Chrisline

LG
Chrisline

Es gibt keinen Weg zum Glücklichsein, glücklich sein ist der Weg.

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Chrisline

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27.06.2003
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Sabrina, das beste Verhältnis von uns allen hat unser Chef zu ihm. Als er ihn zu uns geholt hat (kannten sich schon von früher), war mein Chef der Meinung, sie seien sogar Freunde.
Bei meinem gestriegen Telefonat mit Chef, hat es sich ganz anders angehört...Chef ist sauer, weil Kollege soviel von seiner Arbeit nicht macht oder nicht richtig macht.

Aber ich schätze, die alte Verbundenheit ist der Grund, warum Chef noch keine personellen Konsequenzen ergriffen hat.

LG
Chrisline

LG
Chrisline

Es gibt keinen Weg zum Glücklichsein, glücklich sein ist der Weg.

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Nukke

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[quote:262f8f518f="Hazett"][quote:262f8f518f="Nukke"]Hazett, was machst Du aber, wenn er bei Dir erzählt was los ist, aber Dich auffordert strengstes Stillschweigen zu bewahren?[/quote:262f8f518f]

Natürlich, wenn mir jemand etwas im Vertrauen erzählt kann ich es nicht herumpetzen - aber es gibt Grenzen in denen ich mich nicht mehr daran gebunden fühle.[/quote:262f8f518f]

Ja, ich finde auch eine furchtbare Zwickmühle ist das. Da hab ich
nämlich dann mal drin gesessen. Heute könnte ich auch locker Deine
Meinung vertreten. Aber damals war die Entscheidung schwer.

====
Viele Grüße
NUKKE

(Die größten Clowns sind oft die ernsthaftesten Menschen, weil sie das Leben ernst, aber sich selber nicht so wichtig nehmen)

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Chrisline

Mitglied seit
27.06.2003
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Luna, vielen Dank. Ein Denkanstoss ist es auf jeden Fall, auch, wenn z.B. die Beschreibung beim "Verhalten im Team" überhaupt nicht passt.

Wenn er denn nur was sagen würde...

LG
Chrisline

Es gibt keinen Weg zum Glücklichsein, glücklich sein ist der Weg.

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Vinzent

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[quote]glasigen Augen/erweiterten Pupillen oder auch an der Hautfarbe kennt[/quote:0e12954223]

Wenn ich das so lese, dann kommt mir eher das Kiffen in den Sinn. Da leidet z.B. das Kurzzeitgedächtnis unheimlich darunter, oder man bekommt den Ar.. nicht hoch.

Ansprechen ist da das Beste und nicht darauf hoffen, dass dies der Chef erledigt.

Vinzent

So dumm wie ich es brauch, kann mir keiner kommen!

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Nukke

Mitglied seit
01.04.2005
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Hazett, was machst Du aber, wenn er bei Dir erzählt was los ist,
aber Dich auffordert strengstes Stillschweigen zu bewahren?

Als Kollege hat man m. E. nur eine bedingte Fürsorgepflicht.

Als Chef MUSS man auf sowas reagieren.

====
Viele Grüße
NUKKE

(Die größten Clowns sind oft die ernsthaftesten Menschen, weil sie das Leben ernst, aber sich selber nicht so wichtig nehmen)

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ADHS gibt es auch ohne H ( Hyperaktivität). Das sind dann die Menschen, die nur optisch anwesend sind, halt Träumer. Alle anderen beschriebenen Symtome bleiben aber !
Und ja, erwachsene ADHS´ler, bei denen die Störung nie erkannt oder behandelt wurde, haben eine erhöhte Suchtgefahr, denn besonders Koks hat auf diese Menschen die gleiche Wirkung wie verschiedene Medikamente zur Behandlung der Krankheit.

Nur so zur Info, ich kenne mich zwar sehr gut aus in der Materie, bin aber nicht selbst betroffen.

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Hazett

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[quote:69dcd14f7f="Nukke"]Hazett, was machst Du aber, wenn er bei Dir erzählt was los ist, aber Dich auffordert strengstes Stillschweigen zu bewahren?[/quote:69dcd14f7f]

Ihm erklären dass ich das z. B. im Fall einer Suchterkrankung nicht kann - was ihn nicht überraschen wird. Zugegeben, ich würde ihm eine "Gnadenfrist" setzen (z. B. bis Ende der Woche) in der er es selbst dem Chef sagen kann, danach bin ich gezwungen genau das zu tun.

Natürlich, wenn mir jemand etwas im Vertrauen erzählt kann ich es nicht herumpetzen - aber es gibt Grenzen in denen ich mich nicht mehr daran gebunden fühle.

Herzlichst, Hazett

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Alleinzuhaus1

Mitglied seit
05.08.2005
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Erhofft Euch nicht zuviel von Eurem Chef. Ich hatte auch vor einigen Jahren eine Kollegin, die offensichtlich alkoholkrank war. Die Dame kam morgens schon sehr sehr früh ins Büro und ist dann auch wohl angefangen zu trinken. Hatte angeblich überall Flaschen versteckt und gute Ausreden, warum bei ihr überall Flaschen standen. Damit man das nicht riecht, hat sie geraucht wie verrückt. Sie hatte ein Büro alleine und dort bekam man schon fast eine Rauchvergiftung, wenn man nur kurz zu ihr musste. Ihre Leistungen ließen auch sehr zu wünschen übrig. Die Krankheitszeiten stiegen ständig.

Ich habe versucht mit ihrem Chef das Thema anzusprechen. Er meinte nur, dass unser Chef (seiner und meiner) von der Sache wüsste, jedoch wegen der Fürsorgepflicht der Firma, solle das Thema totgeschwiegen werden. Da könnten Schadensersatzforderungen gegen die Firma entstehen. :shock: Man hat lieber eine Person nachgeschaltet, um die Fehler auszubügeln, als sich dem Problem zu stellen. Also dann Personal wegrationalisiert wurde, durfte die Kollegin natürlich als erstes gehen.

Ich fand es damals sehr schlimm, wie mit dem Problem umgegangen wurde. Später habe ich in einer anderen Firma eine ähnliche Reaktion erlebt. Da wurde von der Hauptverwaltung angewiesen, dass die Niederlassung des Problem des Kollegen nicht zur Kenntnis zu nehmen habe und es auch kein Problem gab.

LG
Alleinzuhaus

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