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Gehälter bei einem Wirtschaftsprüfer

Alleinzuhaus1

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05.08.2005
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Arbeitet jemand bei einem Wirtschaftsprüfer/Steuerberater? Gibt es dort so etwas wie Tarifverträge?

Meine Freundin hat das Angebot von einer größeren Kanzlei (8 Partner, 45 Mitarbeiter und eine weitere Niederlassung) bekommen, dort als Leiterin Sekretariat tätig zu werden. Arbeitszeit beträgt 40 Stunden +++ wurde gleich gesagt, dass Überstunden erwartet werden, 20 Tage Urlaub. Bundesland ist Niedersachsen, eine ‚kleine‘ Großstadt.

Sie soll für 3 Partner grundsätzlich arbeiten und bei Bedarf auch bei anderen einspringen. Es gibt sonst für Schreibarbeiten nur noch eine Halbtagskollegin. Außerdem muss sie neben Bänder schreiben auch noch die Telefonzentrale bedienen und soll das gesamte Büro in kaufmännischer Hinsicht managen, Mandanten empfangen und betreuen. Sonst wäre sie noch für 4 Auszubildende verantwortlich. Teilweise werden auch Englisch-Kenntnisse benötigt. Sie hat 28 Jahre Berufserfahrung in der Wirtschaft als Assi/Sekki, ist selbstständiges Arbeiten gewohnt, weil sie sehr häufig alleine im Büro ist und spricht fließend Englisch. Sie ist bei ihrer jetzigen Firma recht unglücklich. Daher denkt sie über einen Wechsel nach.

Als Gehalt bot man ihr 2.200,- €/Monat (x12) an. Ich finde das eigentlich für die Aufgabe und die Berufserfahrung zu wenig. Kann mir jemand was dazu sagen, ob das ein normales Einkommen für eine Leiterin Sekretariat in dieser Branche ist? Bei Google habe ich leider nichts gefunden.

LG
Alleinzuhaus

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Bremerina

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2.200 Brutto- oder Nettogehalt?
Brutto wäre definitiv zu wenig. Eine Kanzlei kann es sich leisten mehr zu bezahlen, bei dem was sie von ihr an Arbeit und Verantwortung verlangen.

"I am what I am, and what I am needs no excuses"

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Alleinzuhaus1

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05.08.2005
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Sorry, brutto!

Begründung war, dass es angeblich viele Kanzleien gibt, die es jetzt mit 2 oder 3 400,--€-Kräften versuchen. Ihre Vorstellungen gingen mehr in die Richtung 2.500,- € bis 2.800,- €.

LG
Alleinzuhaus

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Allsdruff

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Selbst die Vorstellung deiner Freundin finde ich noch untertrieben. Wenn der Arbeitgeber von vornherein so ein schlechtes Angebot macht, wäre ich vorsichtig, wer weiß wie der dann im Arbeitsalltag drauf ist. Es wird ja auch verdammt viel erwartet für das Geld und nach 28 Jahren Berufserfahrung sollte die Büroleitung das Doppelte wert sein. Ich versteh es einfach nicht...

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Highheel

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Ich kann nur :shock: Allein die Tatsache, der der AG nur den gesetzlichen Urlaubsanspruch von 20 Tagen gewährt, würde mir zu denken geben!

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Allsdruff

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07.10.2005
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Genau das würde mich auch abschrecken... :|

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Alleinzuhaus1

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05.08.2005
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Vielen Dank für die Antworten. Ich werde sie genauso an meine Freundin weiterleiten.

Ich glaube, sie wird sich den Wechsel sehr gut überlegen. Sie will dort zwar lieber heute wie morgen kündigen und der Arbeitsmarkt ist hier sehr schwierig. Aber, was man hat, das weiß man, was man wiederbekommt, bleibt abzuwarten...

In diesem Sinne ein schönes Wochenende
Alleinzuhaus

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Tamara de Lempicka

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11.07.2006
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Das Angebot klingt für mich etwas nach Sklavenhaltung...

Viele Grüße
Tamara

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carpe diem

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vroni62

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26.04.2006
Beiträge: 1140
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So sehe ich das auch - Sklavenhaltung!
Allerdings momentan an der Tagesordnung, traurig aber wahr!

Ich hatte selbst schon öfters diese Situation und ganz krasse abgeschlagene Gehaltsangebote erhalten. Bis jetzt habe ich immer abgelehnt, wobei ich lieber vorgestern wie heute eine neue Herausforderung hätte...
Ich habe mir vorgenommen kleine Gehaltsreduzierungen in Kauf zu nehmen, wenn der Job passt. Bei größeren Differenzen bin ich lieber vorsichtig. Da könnte auch noch so manch anderes nicht passen. Warum also vom Regen in die Traufe kommen noch dazu mit einem wesentlich geringeren Gehalt?

Lieben Gruß
Vroni

Lass dich nicht gehen, geh selbst!
Magda Bentrup

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