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Gabelstapler-Schein / Fahren auf Betriebsgelände

Tiffi

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Hallo Tigo,
wenn du mir deine Mail-Adresse PNst, könnte ich dir ein paar Unterlagen aus unserem Handbuch schicken. Sind ca. 3,5 MB groß.
Als Übergang könntet ihr den Kollegen evtl. nach diesen Unterlagen einweisen und zeitgleich würde ich nach einem Lehrgang erkundigen, so dass ihr auf der sicheren Seite seid.

Lieben Gruß
Tiffi [img:c27f8799cc]http://www.cosgan.de/images/midi/figuren/d080.gif[/img:c27f8799cc]

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Tiffi

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Hallo,

unser Arbeitssicherheitsbeauftragter ist ausrechnet seit heute im Urlaub, hab mich aber anderweitig im Haus erkundigt.

Einen ?offiziellen sogenannten Führerschein? für Gabelstaplerfahrer gibt es wohl nicht. Aber? es muss eine ausführliche Einweisung auf den Gabelstapler stattfinden, entweder durch den Chef oder durch jemand, der das wirklich kann (schriftlich). Es muss eingewiesen werden, wie viel Kg man z.B. auf die Gabel des Staplers packen kann, damit der Stapler nicht umkippt usw. Das können meist die Chefs nicht so umfangreich wegen fehlenden Hintergrundwissens. Daher werden durch die Berufsgenossenschaft Lehrgänge angeboten, diesen Gabelstaplerschein zu machen.

Im Falle eines Unfalls prüft die BG, ob die Scheine oder schriftlichen umfangreichen Unterweisungen gemacht worden sind. Falls ihr dann nichts nachweisen könnt, kann das wirklich böse Folgen nach sich ziehen. Mit der BG ist nicht zu spaßen und auch die versicherungstechnischen Gründe spielen eine Rolle. Dein Chef kann im Falle eines Falls richtig böse zur Rechenschaft gezogen werden.

Den Schein würde ich bei der BG erwerben. TÜV geht aber wohl auch.

Ich schau aber noch mal nach weiteren Unterlagen hier.

Lieben Gruß
Tiffi [img:c27f8799cc]http://www.cosgan.de/images/midi/figuren/d080.gif[/img:c27f8799cc]

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Antigone

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Danke!

Problem:

Kollege ist schon locker 10 Jahre anderswo Stapler gefahren, hat aber keinen Schein. Muss hier normaler Weise nicht fahren, soll es aber jetzt in einer Krankheitsvertretung mit machen können. Daher die Überlegung, ihm dann eine entsprechende Unterweisung zu geben und ihn kurzfristig mit dem FAhren auf Betriebsgelände zu betrauen.

Ich horche mal, was ihr noch so rauskriegt.

*Take my advice - I don't need it!*

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Tiffi

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ich kümmer mich darum und geb dir Bescheid

Lieben Gruß
Tiffi [img:c27f8799cc]http://www.cosgan.de/images/midi/figuren/d080.gif[/img:c27f8799cc]

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evalotte

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Bei uns durften nur die den Stapler fahren, die auch den "Fahrausweis für motorisch angetriebene Flurförderzeuge im innerbetrieblichen Werkverkehr" hatten. DIN 15 140

Wurde auch von der BG geprüft.

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Antigone

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Danke, die pn ist raus!

*Take my advice - I don't need it!*

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NellyF

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Hallo Antigone,

ich hab dir mal einen Auszug von einer Internetseite kopiert. Der Mensch befasst sich nur mit Schulungen aller Art und bildet auch von uns Leute aus. (www.tfra.de)

Vielleicht hilft dir das auch schon:

Bei den Unfallursachen nehmen vor allem menschliche Fehlhandlungen eine entscheidende Rolle ein. Deshalb ist der Ausbildung und Unterweisung der Geräteführer eine erhebliche Bedeutung beizumessen. Es werden Gesundheit und Leben geschützt sowie Kosten gesenkt.

In den Unfallverhütungsvorschriften z.B. BGV A1; BGV D6, BGV D27; BGR 262; BGR 260

ist die Aus- und Fortbildung vorgeschrieben. Die Beauftragung zum Steuern von Hubarbeitsbühnen, Erdbaumaschinen wie Bagger Radlader muss vom Arbeitgeber (Vorgesetztem) erfolgen, [b]von kraftbetriebenen Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand, z. B. Staplern, ortsveränderlichen kraftbetriebenen Kranen, wie Lkw- Ladekranen, muss die Beauftragung sogar schriftlich erfolgen. [/b:bc797372fc]
[b]Wichtig: Gestattet oder veranlasst ein Verantwortlicher die Bedienung eines Staplers, Kranes oder einer Erdbaumaschine durch eine ungeeignete Person - also jemand, der weder ausgebildet, noch in seinen Fähigkeiten geprüft wurde ? so erfüllt sich der im Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) formulierte Begriff der ?vorwerfbaren Handlung? bzw. ?schuldhaften Tat? nach Strafgesetzbuch (StGB). [/b:bc797372fc]
Bei einem Arbeitsunfall kann die Berufsgenossenschaft und die betriebliche Versicherung die Zahlung verweigern (§ 640 RVO).

Zusätzlich kann eine Geldbuße bis ? 10.000 verhängt werden (sh. § 710 RVO, § 9 & 17 OWiG).

Außerdem dürfen die straf- und zivilrechtlichen Ansprüche des Geschädigten nicht außer Acht gelassen werden, zumal Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahren verhängt werden können - § 222 & 230 StGB (fahrlässige Tötung bzw. Körperverletzung) und § 823 BGB (Schmerzensgeld).

Gruß
NellyF

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Antigone

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I love you all!

*Take my advice - I don't need it!*

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Bei uns ist es so, dass nur Mitarbeiter mit Schein fahren dürfen, das hat schon versicherungstechnische Gründe. Es hatte mal ein Gabelstaplerfahrer ein fremdes Fahrzeug beschädigt und es mussten der Schein vorgelegt werden, sonst hätte unsere Betriebshaftversicherung den Schaden nicht bezahlt.

LG KleineKatze

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Antigone

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Versicherungstechnisch wäre das ja unser Bier.

Tiffi, das wäre arg nett, wenn Du was konkretes rausfinden könntest. Ich weiß nämlich ehrlich nicht, an wen ich mich überhaupt wenden soll. BG? Versicherung? TÜV? Wer ist zuständig für das, was auf dem Betriebsgelände rumfährt? *seufz*

*Take my advice - I don't need it!*

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