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Führungsaufgaben

Hi Aaron,
ich kann dem Statement von Winnie voll zustimmen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wichtig es ist, die anderern Sekretärinnen zunächst einmal gemeinsam an einen Tisch zu bringen, Brainstorming zu betreiben und auf alle Fälle gemeinsam die Aufgabenverteilung, Vertretungsregelungen, Kompetenzen usw. zu besprechen. Ich hatte mir im Vorfeld von jeder Kollegin eine Stellenbeschreibung/Aufgabenauflistung geben lassen. Kopien hat jede bekommen, die Listen waren praktisch Gesprächsgrundlage.

Versuche nicht, die Aufgaben einfach zu verteilen, sondern frage jede nach ihren Wünschen, Erwartungen, besonderen Neigungen und Vorschlägen. Jede muss das Gefühl haben, gleichwertig zu sein. Das alles wird eventuell nicht in einem Gespräch erledigt werden können. Setzt deshalb regelmäßige Treffen (Workshops) an, in denen dann auch die wichtigen Punkte notiert werden.
Viele Sekretärinnen verteidigen ihre Aufgabengebiete wie die Wölfin ihre Jungen, deshalb wird das nicht einfach werden. Kommuniziert offen und ehrlich miteinander und versuche zu vermitteln, dass ihr in EINER Firma gemeinsam an einem Strang ziehen müsst.

Ich drücke dir die Daumen.

LG
yuva

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aaron

Mitglied seit
09.02.2005
Beiträge: 10
Hilfreich: 0

Hallo und guten Morgen,

lieben Dank für Eure zahlreichen und sehr guten Tips. Eure Aussagen und praktischen Erfahrungsberichte haben mir sehr geholfen und ich denke, dass ich damit den richtigen Einstieg finden werde.

Auf jeden Fall werde ich über meine Erfahrungen berichten.

Wie ich ja schon geschrieben habe, fängt mein neuer Job 01.04/01.05 an ( ich habe 3 Monate Kündigungsfrist und muss mit meinem AG über eine verkürzte Kündigungsfrist reden ).

Jedenfalls habe ich dann mitte der nächsten Woche meinen neuen Arbeitsvertrag und muss dann das Kündigungsgespräch führen, davor graust es mich ein bißchen, weil ich mit dem Job und meinem Chef zufrieden bin aber die Stadt wechseln möchte.

Ich wünsche Euch allen einen schönen streßfreien Tag

Aaron

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Hina

Mitglied seit
04.11.2004
Beiträge: 163
Hilfreich: 0

Hallo aaron,
ist zwar schon ein bisschen spät, aber ich schau nicht täglich ins Forum, hab als Chefarztsekretärin momentan viel Stress. Bei mir war es etwas anders. Meine Vorgängerin ging in Rente und deren Vertretung wollte eigentlich den Job. Aber mein (jetzt Ex-) Chef wollte eine neue Mitarbeiterin. Glück im Unglück: diese Vorgängerin wurde meine Vertretung und Mitarbeiterin, allerdings hat sie hier schon gelernt und ist ziemlich unflexibel, aber immerhin nicht aufmüpfig.
Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück. Die Idee mit dem Essen find ich auch nicht schlecht. Ein bisschen persönlicher Kontakt schadet nicht - wenn er nicht aufgesetzt ist. Ich habs auch ohne Seminar geschafft - mit Rückhalt vom Chef (auch dem neuen).
Halt die Ohren steif
Gruß
Hina

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Foxy

Mitglied seit
12.07.2002
Beiträge: 1308
Hilfreich: 0

aaron, da liegt aber eine richtig tolle aufgabe vor dir!

du hast ja schon vieles gehört.

ich denke, du solltest dich auf jeden fall jetzt schon von dem druck befreien, der CHEF IM RING zu sein - mit aller macht.

man kann autorität haben, aber trotzdem kollegial arbeiten.

die dame vor dir, weiß wie der job geht und ich persönlich finde es völlig in ordnung, wenn du auf ihre unterstützung zurückgreifst und sie auch um rat fragst.

neuerungen würde ich im team besprechen und den damen die möglichkeit lassen, sich dazu zu äußern. natürlich musst du letztlich die entscheidung treffen, aber es ist angenehmer, wenn du deren rückendeckung hast.

ich weiß nicht, wer es geschrieben hat, aber JA es ist zu allererst das wichtigste, dass alle wissen, das dein chef dir vertraut und voll hinter dir steht.

viel glück! du packst das!
--
FOXY-Hammer
I wear my sunglasses at night-
wegen Maude

Gruss Foxy
*Bitte duzen Sie mich nicht*

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Winni

Mitglied seit
25.01.2005
Beiträge: 45
Hilfreich: 0

Hallo aaron,

Achtung! Menschen mögen allgemein ungern Veränderungen. Pack es langsam an.

Wecke in Deinen Kolleginnen das Miteinander. Miteinander Optimierungen finden; das Wissen von den 4 Sekretärinnen einholen und ein Brainstorming (Ideensammlung) machen. So haben sie das Gefühl, als könnten sie mitentscheiden und es wird nicht über ihren Kopf hinweg entschieden. Manche freuen sich vielleicht darauf, dass sich endlich jemand etwas verändert, wozu sie selbst nicht bereit waren und einen Vorteil dadurch haben. Verkaufe ihnen die Ideen positiv.

Wie ich raushöre, möchte die ehem. Chefsekretärin nicht mehr so viel Verantwortung übernehmen und tritt aus ihrem eigenen Grund zurück. Also weiss sie schon mal für sich, dass ihr diese Aufgabe zu heftig war. Eigentlich - wenn sie keine neidische Person ist - müsste sie froh sein, dass ihr die Aufgaben durch Dich abgenommen werden.

Ich bin immer gut gefahren, wenn ich alle KollegenInnen in meine Ideen mit einbeziehe und allen Menschen gleichwertig gebenübertrete.
Rede lieber ein Wort zu viel als zu wenig.

Motiviere Menschen, dann haben sie mehr Spaß an der Arbeit.

Vielleicht nützen Dir meine Gedanken etwas.

Gruß
Winni

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Medea

Mitglied seit
06.07.2003
Beiträge: 47
Hilfreich: 0

es soll natürlich heißen
.... institut.de
--

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Medea

Mitglied seit
06.07.2003
Beiträge: 47
Hilfreich: 0

Hallo Aaron,
hier gibt es gute Seminare für Chefarztsekretärinnen:
http://www.aerzte-und-apotheker-wirtschafts-institut-de
Die Seminare sind zwar nicht ganz billig (wo sind sie das schon), aber sie haben mir eine Menge gebracht, zumindest am Anfang. Ich würde mit jeder Sekretärin ein Einzelgespräch führen und dann Teambesprechungen einführen. Als Chefarztsekretärin bist Du auch ein bisschen eine Einzelkämpferin, wenn Du hast da ein gewisses Insiderwissen. Ich halte den Kontakt zu allen, bleibe aber meist auf Distanz so konnte ich auch immer ganz gut die Stimmung der Abteilung einschätzen.
Als ich CA-Sekretärin wurde war ich noch sehr jung und die Kolleginnen zum Teil schon 15 Jahre und länger da, die standen Neuerungen nicht so offen gegenüber. In einem Seminar hab ich gelernt: "Willst Du etwas ändern, fange beim Assistenzarzt an"
Gruß Medea

--

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Teti

Mitglied seit
27.01.2003
Beiträge: 1728
Hilfreich: 0

Laß Dich von den Damen dort erstmal "einweisen". So bekommen sie von Anfang an das Gefühl, daß Du nicht das Rad neu erfinden willst. Nach der Einweisungsphase kannst Du dann Deinen Vorstellungen entsprechend umorganisieren was nötig ist. Hab ich hier genauso gemacht und ich hatte keine Schwierigkeiten. Hier war es übrigens so, daß die Kollegin von sich aus gern Zweitsekretärin sein will - sie fühlte sich also keinesfalls übergangen. Viel Glück und viel Spaß.
--
Grüße aus Berlin

Teti

[f1][blue]Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen. (Japan)[/blue][/f1]

LG aus Berlin

Teti [img:2dcb6edb59]http://i7.photobucket.com/albums/y275/campanula/peacecat.gif[/img:2dcb6edb59]

[size=9:2dcb6edb59][color=blue:2dcb6edb59]Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen.
(japanisches Sprichwort)[/color:2dcb6edb59][/size:2dcb6edb59]

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aaron

Mitglied seit
09.02.2005
Beiträge: 10
Hilfreich: 0

Vielen Dank für Eure schnelle Antworten.

Ja, das sehe ich genauso. Das wird nicht leicht. Aber gerade deshalb reitzt es mich auch. Jedenfalls setze ich auch auf viel Kommnunikation.

An ein Seminar habe ich auch schon gedacht. Habt Ihr einen Tip zu einem Seminaranbieter.

Liebe Grüße
Aaron

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Dani333

Mitglied seit
08.08.2001
Beiträge: 115
Hilfreich: 0

Ich würde Dir hierzu den Besuch eines entsprechenden Seminars empfehlen. Zu dem Thema gibt es einiges "Plötzlich Chef" oder "Vom Kollegen zum Chef". Ich denke nämlich, das das nicht ganz einfach ist. Man will auf der einen Seite jetzt nicht den Weisungsbefugten raushängen lassen, aber auf der adneren Seite sollte schon klar sein, wer das sagen hat.
Wichtig finde ich auf alle Fälle die anderen Kolleginnen in Entscheidungen, Verbesserungen etc. mit einzubeziehen und sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen.
--
Grüße
Dani

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