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Fristlose Kündigung? Was kann passieren?

mikka2005

Mitglied seit
11.08.2005
Beiträge: 12
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Es kann tatsächlich passieren, dass der Arbeitgeber eine Konventionalstrafe fordert (ist auch schon mit Erfolg passiert). Vor allem kann er den Arbeitnehmer aber auf Schadenersatz verklagen und das kann teuer werden. Wenn z. B. die Sekretärin einfach nicht mehr zur Arbeit kommt und er deshalb eine Zeitarbeitskraft (die in der Regel teurer ist) einstellen muss, kann er die Differenzsumme einklagen. Oder aber es entsteht der Firma einen Schaden durch die "Arbeitsverweigerung", dann kann er den Arbeitnehmer auch hierfür haftbar machen.

So eine Aktion ist nicht ungefährlich!!!

Viele Grüße
Mikka

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funnyfish

Mitglied seit
30.08.2005
Beiträge: 71
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Hallo,

bei uns wurde heute diskutiert, was einem selber passieren kann, wenn man fristlos kündigt, bzw. einfach nicht mehr zur Arbeit geht oder anruft und sagt: "Ich komme nicht mehr". Was kann einem der Arbeitgeber "anhaben" (abgesehen davon, dass es kein Geld mehr gibt)? Hattet ihr schonmal so einen Fall bei euch?

Liebe Grüsse, funny

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Clara

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 917
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Nis, außer, dass der Arbeitgeber aufatmet Nein.

Und plötzlich weißt du, es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen!

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Azraela

Mitglied seit
04.05.2005
Beiträge: 367
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Ich glaube ich hab mal gehört, dass der AG einem dann eine Art "Konventionalstrafe" in Höhe eines Monatsgehalts abziehen kann.

Ist aber ohne Gewähr.

54 - 74 - 90 - 2010

Jogi macht das schon

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Teti

Mitglied seit
27.01.2003
Beiträge: 1728
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Kündigungsfristen gelten für beide Seiten - auch wenn der AN selbst kündigt muß er diese Kündigungsfristen einhalten. Er kann höchstens noch mit dem AG gemeinsam eine Aufhebung des Vertrags anstreben. Aber einfach so fristlos zieht (zu Recht) mindestens eine Konventionalstrafe nach sich.

LG aus Berlin

Teti [img:2dcb6edb59]http://i7.photobucket.com/albums/y275/campanula/peacecat.gif[/img:2dcb6edb59]

[size=9:2dcb6edb59][color=blue:2dcb6edb59]Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen.
(japanisches Sprichwort)[/color:2dcb6edb59][/size:2dcb6edb59]

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Mousels

Mitglied seit
31.01.2005
Beiträge: 529
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Mahlzeit!

Das mit der Konventionalstrafe hab ich auch schon gehört.

Aber es gibt ein paar Gründe, die den Arbeitnehmer zu einer fristlosen Kündigung beim AG berechtigen. Ich geh mal googeln.

Gruß
Mouse

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Mousels

Mitglied seit
31.01.2005
Beiträge: 529
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Fristlose Kündigung des Arbeitnehmers

Bei der außerordentliche fristlosen Kündigung des Arbeitnehmers ist folgendes zu beachten:

1. Seit dem 1.5.2000 muss die fristlose Kündigung schriftlich erfolgen.

2. Kündigungsgrund

Nach § 626 Abs. 1 BGB ist ein Arbeitsverhältnis (auch: Handelsvertreterverhältnisse, Berufsausbildungsverhältnisse, Heuerverhältnisse, Heimarbeitsverhältnisse) außerordentlich kündbar, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund ist dann gegeben, wenn Tatsachen vorliegen, die unter Berücksichtigung aller Umstände und unter Abwägung der Interessen beider Vertragsteile dem Kündigenden die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses unzumutbar machen.

Als Beispiel seien hier die (grobe) Beleidigung und Tätlichkeiten durch den Arbeitgeber, das Nichtzahlen des Lohnes, die Nichtbeschäftigung des Arbeitnehmers, das Mobbing durch den Arbeitgeber, das Beschäftigen des Arbeitnehmers unter groben Verstößen gegen Arbeitsschutzbestimmungen, dauernde Arbeitsunfähigkeit und die andauernde Diskriminierung genannt.

Wichtig:
Ob die Pflichtverletzung so erheblich war, dass sie eine außerordentliche fristlose Kündigung rechtfertigt, stellt das Gericht - im Falle eines Rechtsstreits - im Wege einer Interessenabwägung fest. Dabei muss es alle Umstände des Einzelfalles klären.

3. Abmahnung

Zwar wäre auch bei der fristlosen Kündigung des Arbeitnehmers denkbar, dass der Arbeitgeber - soweit die zur Kündigung führende Pflichtverletzung auf dessen Verhalten beruht - zunächst abgemahnt werden müsste. Indes ist nicht ersichtlich das dies in Rechtsprechung und Literatur verlangt wird. Überdies erscheint das Erfordernis der Abmahnung insoweit auch praxisfremd, würde doch der Arbeitgeber in aller Regel keinen Wert mehr auf die Zusammenarbeit mit dem abmahnenden Mitarbeiter legen.

4. Der Abreitnehmer sollte den Kündigungsgrund im Kündigungsschreiben angeben.

5. Wirkung der fristlosen Kündigung

Hat der Arbeitnehmer fristlos gekündigt, so ist das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung beendet. Die Möglichkeit, die außerordentliche Kündigung zu einem bestimmten Termin (= Auslauftermin) auszusprechen , gibt es im Gegensatz zur außerordentlichen Kündigung des Arbeitgebers nicht.

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