Frauenquote: Fluch oder Segen?

ofitel

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Vorreiter: Telekom führt Frauenquote ein

Das Unternehmen prescht als erster Dax-Konzern mit einer Frauenquote für Führungskräfte vor. Mindestens 30 Prozent ist das Ziel - das durch die Verdopplung des aktuellen Anteils weiblicher Manager noch nicht erreicht wäre. Nicht alle finden den Vorschlag gut.

http://www.ftd.de/karriere-management/management/:vorreiter-telekom-fuehrt-frauenquote-ein/50088483.html#link_position=management+karriere_1&utm_source=newsletter&utm_medium=tagesueberblick_html&utm_campaign=2010_03_15_mo_16:14

Fluch oder Segen? Was meint ihr?

Jutta Könen
Ihre virtuelle / externe Sekretärin in Englisch & Deutsch

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Nachtelfe

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Ich halte davon gar nichts. Führt lieber die Gleichbehandlung ein, dann braucht niemand eine Frauenquote. Ansonsten ist das Einzige, was man erreicht, dass die Frauen, die es wirklich geschafft haben, hinter vorgehaltener Hand immer als \"Quotenfrauen\" gelten, also wieder nicht gleichwertig /gleichberechtigt sind.

Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen. (Mahatma Gandhi)

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Chili

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Hallo ofitel,

also ich halte nichts von Quotenfrauen. Was ist das denn für ein Unwort?
Finde ich schrecklich.
Entweder man schafft es, weil man wirklich gut ist, aber nur als \"Quotenfrau\" eingestellt zu werden - neee, das wöllte ich gar nicht.
Diesen Begriff finde ich schon diskriminierend an sich.
Wenn dann solche Frauen eingestellt werden, hängt ihnen dieser Begriff eh immer an und sie werden doch nicht ernst genommen.
Seufz.

Schönen Tag
Chili

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Frau-Urmel

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Ich halte davon auch nicht viel. Woher weiß ich, wenn ich den Job bekomme, ob ich qualifiziert dafür war oder nur als \"Quotenfrau\" eingestellt wurde.

Gruß
Frau Urmel

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Schaf

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Hallo,

ich finde die Frauenquote totalen Quatsch man sollte die Person auf einen Posten setzten die dafür am besten geeignet ist.

Sonnige Grüße
Schaf

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Suse

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Hallo in die Runde,
ich finde Quotenfrau auch ein ganz fürchterliches Wort und natürlich soll derjenige den Job bekommen, der dafür am besten geeignet ist.
Aber ich bin mir sicher, dass viele gut qualifizierte Frauen einen Job nicht bekommen, weil sie Frau sind und Kinder bekommen können/haben und dadurch Probleme (hässliches Wort in diesem Zusammenhang) auftreten können. Dieses Denken ist doch allgegenwärtig, oder bei Euch im Unternehmen nicht? Eine Frauenquote könnte bedeuten, dass intern Voraussetzungen dafür geschaffen werden (müssen), dass z.B. die Kinder betreut werden. Genauso wie bei Stellen für schwerbehinderte Mitarbeiter auch Voraussetzungen geschaffen sein müssen, dass diese beispielsweise mit dem Rollstuhl ins Gebäude kommen oder als Blinde sich im Gebäude zurechtfinden können. Diese Quotenerrungenschaften kommen dann natürlich allen die da arbeiten zu Gute. So finde ich das Wort Quotenfrau nach wie vor hässlich, aber ich denke es kann auch zu etwas gutem führen.

Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!

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esbe

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08.11.2006
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Hallo ofitel,

Quotenfrau hin oder her, egal wie das Kind heißt, Frauen leisten mehr und besser!

Ich empfehle Euch allen die Festrede von Maria von Welser anlässlich der 8. Verleihung des Mestemacher Preises Managerin des Jahres, zu lesen unter

http://mestemacher.de/social-marketing/managerin-des-jahres/2009/festrede

Ich glaube, da wird Euch manch Hintergrund klar!

Schönes Wochenende

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.

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Tessa

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Hi zusammen,

ich war schon lange nicht mehr da, hatte zwischenzeitlich ein bisschen Stress gesundheitlicher Art, aber nun bin ich wieder \"auf dem Posten\"!

Was Ihr zur Frauenquote schreibt, die ganzen Fürs und Widers, kann ich alle ungefähr nachvollziehen, aber was ich viel viel wichtiger fände:

Wenn es endlich überall für die gleiche Arbeit das gleiche Geld gäbe - ganz egal ob Männlein ober Weiblein - wäre meiner Meinung nach schon viel erreicht. In unserem Job gibt es nicht so viele Männer (ich kenne zumindest kaum welche), da fällt das nicht so auf, aber im Freundeskreis kriege ich immer wieder mit, dass Frauen für Job A die Hälfte dessen verdienen, was Männer für Job A bekommen (und zwar innerhalb der gleichen Firma!).

Diesen Missstand finde ich viel viel dringender! Dazu gab es letzten Freitag ja auch wieder den EQUAL PAY DAY - hat eine von Euch an einer der Aktionen teilgenommen? Wenn ja, erzählt doch mal, finde da total spannend!

So, jetzt arbeite ich mal ein bisschen weiter ...
Liebe Grüße an alle von der TESSA

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dreamcatcher

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08.12.2010
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Also ich glaube auch, dass viele Frauen ohne Quote an die gläserne Decke stoßen. Vielleicht hilft die Quote, ein paar Türen zu öffnen, die sonst geschlossen bleiben würden.
Hier ein sehr interessanter Artikel zu dem Thema:

Frauen in die Räte
Von Kullmann, Kerstin
Ein Plädoyer für die Quote
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-71030045.html

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balo

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05.06.2010
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Guten Abend zusammen,

bei uns gibt es die Frauenquote schon recht lange. Zuerst gab\\\'s auch das Gerede von den \\\"Quotenfrauen\\\", eine Gute hat die Quote nicht nötig und so weiter und so fort.

Der Witz bei der Sache ist, dass die Frau den Job bekommt bei vergleichbarer Qualifikation. Was das denn heißt, ist nicht immer einfach - trifft aber für alle zu. Keine zwei Menschen habe exakt gleiche Voraussetzungen. Man muss aufpassen, was in die Stellenbeschreibung hineinkommt - ob die zum Beispiel pro forma gemacht wird, weil schon jemand ausgeguckt wurde. Bei diesem Thema muss frau/man auch mal den Betriebsräten aufs Dach steigen.

Jedenfalls waren \\\"unsere\\\" Männer bei der Quoteneinführung irritiert, weil sie für ihre Spezies weniger Chancen sahen. Und das sahen sie ganz richtig, denn genau das ist ja gewollt. Nur: Dass die Bedenken genauso formuliert wurden, zeigt doch, dass sie für sich mit einer Art Gewohnheitsrecht sahen, bei besser bezahlten Jobs den Zuschlag zu bekommen. Besser bezahlte Jobs meinte auch Gruppenleitungen ... (Karriere?).

Mittlerweile haben sich die Gemüter beruhigt. Gute Frauen haben eine wirkliche Chance bekommen, gute Männer auch.

Die Quote hatte einen weiteren Vorteil, nämlich die gezielte Förderung von Frauen. Dabei gibt es wirkliche Probleme: Bedenken, den Job nicht zu schaffen (so etwas sagen Männer nie laut) - Schwierigkeiten, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen - wie kann Teilzeitarbeit möglich gemacht werden (an der im Übrigen auch immer mehr Männer Interesse haben).

Ganz nebenbei: Für das Betriebsklima ist die Quote auch nicht schlecht gewesen.

Vielleicht haben die Skeptikerinnen nur noch nicht auseichende Erfahrungen gemacht.

Fröhliche Weihnachten und ein gutes (und frauenfreundlicheres) neues Jahr

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