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Formulierung Reisekosten Vorstellungsgespräch

zioba

Mitglied seit
03.01.2006
Beiträge: 206
Hilfreich: 0

Hallo,

ich habe nach einem Vorstellungsgespräch (und darauffolgender Absage) beim Arbeitgeber die Reisekosten in Rechnung gestellt.

Jetzt kommt ein Schreiben zurück mit einer Kopie einer angeblichen Einladung, wonach die Reisekosten nicht erstattet werden. Diese Einladung habe ich aber nie bekommen, da ich das Gespräch telefonisch vereinbart habe. Ich finde es ziemlich dreist, das sich der AG mit solch einem gefälschten Schreiben vor der Zahlung drückt und möchte jetzt nochmal zurückschreiben.

Eingeladen wurde ich von der Personalagentur. Bei dem Vorstellungsgespräch war ich direkt bei dem zukünftigen AG. Die Rechnung habe ich auch direkt an den zukünftigen AG geschickt und jetzt die Antwort vond er Personalagentur bekommen.

Könnt Ihr mal drüberlesen, ob das so OK ist??

*****************
Sehr geehrte Frau X,

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich bin erstaunt über die Existenz und den Inhalt des beigefügten Einladungsschreibens.

Zur Klarstellung:

1. Dieses Schreiben ist mir nie zugestellt worden.

2. Telefonisch erreichbar bin ich fast jederzeit.

3. Ihre Frau Y hat mir am Mittag (ca. 12:20 Uhr) des 23.Mai 2006 auf meiner Mailbox eine Nachricht hinterlassen, dass ich mich bezüglich einer Terminvereinbahrung zurückmelden soll (Diese Nachricht ist noch auf meiner Mailbox gespeichert). Gegen 14 Uhr am gleichen Tag habe ich bei Ihnen angerufen und den Termin zur Vorstellung für den 29. Mai 2006 vereinbart. Frau Y hat mir am Telefon die Daten der Firma Z und die betreffende Ansprechpartnerin (Frau Z1) mitgeteilt. Da wir den Termin zeitnah vereinbarten, wurde auf eine schriftliche Einladung und Bestätigung verzichtet.

Eine Firma, die zu einem Gespräch einlädt, muss diese Kosten erstatten. Rechtsgrundlage bildet der § 670 BGB. Ich fordere Sie hiermit auf, die entstandenen Reisekosten bis zum 28. Juli 2006 zu erstatten, da nachweislich kein Hinweis auf die Nichterstattung erfolgte.

Mit freundlichen Grüßen

zioba

Kopie an: Firma Z

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Ich würde gerne noch eine Satz reinbringen so nach dem Motto: Wenn ich diese schriftliche Einladung mit der Nichtübernahme der Kosten gehabt hätte, hätte ich sicher nicht die Kosten gestellt.

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Allsdruff

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07.10.2005
Beiträge: 957
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Hallo zioba,

ich würde es gar nicht so kompliziert machen, da der Brief fast wie eine Rechtfertigung klingt, und rechtfertigen musst du dich nicht. Du brauchst gar nicht viel zu erklären, wer was wann gesagt hat, da dir die Erstattung gesetzlich zusteht.

Ich würde schreiben:

"Sehr geehrte Frau XY,

ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom xx.xx.xx, das mir erstmals am xx.xx.xx, also nach meinem Vorstellungstermin vom xx.xx.xx, zuging.

Mir war zum Zeitpunkt des Bewerbungsgesprächs nicht bewusst, dass es in Ihrem Unternehmen nicht üblich ist, Fahrtkosten zu erstatten. Ich möchte Sie daher höflich darauf hinweisen, dass Ihr Unternehmen gem. § 670 BGB zur Erstattung der Aufwendungen verpflichtet ist.

Ich bitte Sie daher erneut um Überweisung von ? xx,xx auf mein Konto Nr. xxxxxx, BLZ xxxxxxxx.

Besten Dank dafür im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

xxxxx

(Anlage
Belege) falls noch nicht hingeschickt.

Genau genommen ist das Unternehmen in der Beweislast, dass dir das Schreiben bereits vor dem Gespräch zugegangen war. Wenn die also kein Einschreiben/Rückschein geschickt haben oder ähnlich beweisen können, dass dir das Schreiben vor dem Termin zugegangen ist, bist du auf der sicheren Seite.

Wünsche dir viel Erfolg dabei. Wenn es nicht klappt, lasse dir die Kosten von der Personalberatung erstatten oder bitte sie um Vermittlung zwischen dem Unternehmen und dir, damit dir die Fahrtkosten erstattet werden.

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zioba

Mitglied seit
03.01.2006
Beiträge: 206
Hilfreich: 0

Hallo SuperNanny,

Danke für die Antwort...
Ein wenig rechtfertigen würde ich mich schon ganz gerne. In dem gefakten Einladungsschreiben steht z.B. auch der Satz: "Da wir Sie telefonisch nicht erreichen konnten...." ... Das ist ja wohl mal glatt gelogen...
Ich möchte eben schon ein wenig Druck machen und Fakten aufbauen... Es geht ja immerhin um Kosten in Höhe von ca. 250 EUR.

Danke für die Formulierungshilfe...ich werde meinen Text nochmal ein wenig umbasteln.

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