Menu

Es fehlt der Blick auf die Menschen

Baldfrei

Mitglied seit
13.01.2005
Beiträge: 68
Hilfreich: 0

...versteh` nicht ganz, was Du willst.

Grüßli
Baldfrei
--
Je kleiner der Geist, desto größer die Einbildung (Aesop, 600 v. Chr.)

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Arschloch, wie wärs, wenn du deine freie Zeit nutzt, um nen Job zu suchen, wenn dich das (so siehts zumindest aus) alles so ankotzt und dann auch noch diesen provokaten Nick.
--
[f1]Schließe mich vorerst dem Club der Signaturideenlosen an.[/f1]

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Arschloch

Mitglied seit
14.01.2005
Beiträge: 13
Hilfreich: 0

???

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Arschloch

Mitglied seit
14.01.2005
Beiträge: 13
Hilfreich: 0

Von Frank Wahlig, SWR, ARD-Hauptstadtstudio

Jetzt ist die Massenarbeitslosigkeit auch in der Statistik angekommen.
Fünf Millionen Gründe für die Arbeitsmarktreformen von Rot-Grün, sagt der Arbeitsminister. Vielleicht sagt Clement das auch einmal vor dem Spiegel, und beobachtet sich selbst dabei, ob er das auch wirklich so meint, wie er es sagt und ob er sich selbst glaubt. Fünf Millionen Menschen ohne Job, fünf Millionen Schicksale. Fünf Millionen sind überflüssig, keiner braucht das was sie anzubieten haben: ihre Arbeitskraft.
Krise heißt: Betroffen sind Menschen

Politiker denken immer in Strukturen. Damit ist politisch leicht haushalten. Da wird von der Krise auf dem Arbeitsmarkt gesprochen. Das klingt vorübergehend und gar nicht schlimm. Nur eine Krise und keine Menschen betroffen.

Da ein besorgtes Zitat und hier die Ankündigung, dass Hoffnung sei, irgendwo. Jetzt nur nicht in Schockstarre verfallen, redet der Minister den Medien und sich selbst zu.Was Clement damit meint, allerdings, ist rätselhaft. Sollen die Arbeitslosen sich warm laufen in einem erstarrten Land, sollen sie nach Schaufel und Besen barmen, damit sie in einem Ein-Euro-Job unterkommen?
Die Menschen trauen der Politik nichts mehr zu

Doch Clement muss sich keine Sorgen machen. Die Menschen, ob mit oder ohne Job, trauen den Politikern so wie so nicht zu, an der wirtschaftlichen Lage etwas zu ändern - also findet man sich mit der Situation wie sie ist einfach ab. Deutschland hat 30 Jahre Übung darin. Ein Fußball-Skandal ist allemal aufregender.
Die Kanzler werden nicht beim Wort genommen

Kanzler Schröder ist einmal angetreten die Zahl der Arbeitslosen zu senken. Das sind andere Kanzler auch - mit ähnlichem Erfolg. Schröder weiß, dass die Wähler ihn nicht beim Wort nehmen werden. Andere Kanzler wurden auch nicht beim Wort genommen.

In Deutschland lebt es sich recht kommod ohne Job. Auch Politiker leben ganz kommod von und mit der Krise. Sie überschlagen sich geradezu mit Vorschlägen, mit Appellen, mit Tröstungen und allerlei markigen Sätzen. Politiker schlagen ihr kleines Kapital aus der Krise, geben vor es besser zu können, als der politische Konkurrent.
Ohne Druck keine Veränderung

Solange es von Seiten der Arbeitslosen keinen politischen Druck gibt, wird es zu keinen Veränderungen kommen. Es gilt: Die fünf Millionen statistischen Arbeitslosen dokumentieren keine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Alles geht seinen normalen Gang, solange nur in Statistiken gedacht wird.

Die wirtschaftliche Lage zerreißt viele Menschen, nimmt ihnen den aufrechten Gang, macht es ihnen schwer die Schule zu besuchen und Familien zu gründen. Nicht gebraucht zu werden, überflüssig zu sein, keine Aussicht auf eigenes Geld zu haben, drückt die Menschen nieder und macht sie von den Verheißungen der Politiker abhängig.
Bürokratie und Politik fehlt der Blick auf die Menschen

Solange nicht auf den Ebenen der mittleren und unteren Bürokratie und Verwaltungen die Person ohne Job gesehen wird, geschieht wenig. Sowohl bei den Verwaltungen als auch bei den Politikern fehlt die Erfahrung, dass es um Menschen ohne Arbeit geht.

Es fehlt das Wissen darum, was Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven aus den Menschen zu machen vermag: Im besten Falle willige Wähler, die hoffen, im schlechtesten Fall, Menschen, denen die demokratisch verfasste Gesellschaft einfach egal ist. Bei fünf Millionen statistischen Arbeitslosen ist das letztere wahrscheinlich.

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.
Hinweis: Sie müssen sich einloggen um antworten zu können. Noch kein Login? Hier registrieren.