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Einfach so Betriebsferien ansetzen???

Mousels

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31.01.2005
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Moin, liebe Gemeinde!

Also, unserer Firma geht es nicht so besonders rosig, nu kommt auch noch das Sommerloch dazu. Jetzt ist Chefe eingefallen, einfach so (haben wir noch nie gemacht/gehabt) ab übernächster Woche 1 oder sogar 2 Wochen Betriebsferien zu machen.

Da gehen somit max 10 Urlaubstage drauf. Meine Urlaubszeit und die meiner Kollegin sind im Herbst bzw. Spätherbst. Ich bin kein Sommerurlauber & leide unter dem derzeitigen Wetterchen wie Hund, habe auch momentan gar kein Geld zum urlauben.

Kann BigBoss das einfach so bestimmen??????????

HELP!!

Danke & Gruß
Mouse

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Folgenden Text hab ich bei guterRat.de gefunden:

Darf der Chef Betriebsferien anordnen?
Die einen sind sauer, reden von »Zwangsurlaub«. Die anderen freuen sich über »Brückentage« am Jahresende. Fakt ist: Der Chef kann Betriebsferien anordnen. Doch nur unter bestimmten Bedingungen. [u]Bereits am Jahresanfang ist der Arbeitgeber verpflichtet darauf hinzuweisen, wenn ein Teil des Jahresurlaubs (insgesamt mindestens 24 Werktage/Jahr) für Betriebs- urlaub aufgespart werden muss. [/u:50ba44ef2b]Allein die Tradition ist allerdings kein Grund, wohl aber eine saisonale Auftragsflaute oder aber, um extrem hohe Heizkosten einzusparen. Die Betriebsferien müssen innerhalb der Schulferien liegen, um Mitarbeiter mit Kindern nicht zu benachteiligen. Das Bundesurlaubsgesetz legt fest, dass die angeordneten freien Tage bezahlt werden müssen. Auch für Mitarbeiter, die kürzer als sechs Monate im Betrieb sind und noch keinen vollen Urlaub beanspruchen (BGB, § 615). Es sei denn, sie haben sich bei der Einstellung auf unbezahlten Urlaub geeinigt.

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Er könnte Kurzarbeit anmelden

Ansonsten: ja, kann er. Er ist vermutlich der Eigentümer und es ist ein kleiner Betrieb?

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julika

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Hallo Mousels,

ich hab noch das hier gefunden:

http://www.arbeitsrecht.org/kuendigung/meldung26127.html#

Julika

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Hummel2

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21.06.2017
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Mousels, ich fürchte, um im Fußballjargon zu bleiben, da habt Ihr die A***karte gezogen.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie Du Dich fühlst. Mein größtes Mitleid haben da ja immer Arzthelferinnen, die müssen auch immer, wenn der Chef Ferien macht. Und dann fahr mal in der teuersten Zeit in Urlaub, wenn Du selber keine Kinder hast, da freuste Dich auch kaputt. Haste noch Reserven aus der Pfalz? Kann solltest Du eine kleine Frustentkorkung vornehmen.

Hummel

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Bianca77

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Ja aber so kurzfristig wie bei Mousels angekkündigt ist doch nicht rechtens!?

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Mousels

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31.01.2005
Beiträge: 529
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Frustentkorkung??? Dat wär allerdings eine gute Lösung vonnem Problem.

Ich sag mal so:
neues Auto (zum Glück schon voll bezahlt), Wohnung muß dringend renoviert werden (mitsamt Teppichboden),
der Besuch beim Zahnklempner wird mich noch 600 Ocken kosten, Urlaubsgeld kriegen wir nicht.
1-2 Wochen Frustentkorkung am Stück werden mich in die Trinkerheilanstalt bringen!

http://www.rhodt-suew.de/winzer.htm (mein Winzer feht da allerdings!)

@Bianca: Tja, das wäre die letzte Hoffnung, ich glaube aber, Chefe stört sich nicht an entsprechende Einwände.

Gruß *hicks*
Mouse

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muumi

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ich befürchte ja, ihr habt wohl noch keine Urlaubsanträge gestellt und genehmigt bekommen. Ich habe hier den umgekehrten Fall, Mann und Kinder fahren in unser Heimatland und ich bleibe hier, obwohl mein Urlaubstermin schon im Dezember feststand! Und weil kein genehmigter Urlaubsantrag vorhanden, muss ich mich beugen, so habe ich die Info im Internet verstanden. Vermute, dass das gleiche Theater sich dann vor der Herbst- und Weihnachtsferien wiederholt, wegen irgendeinem bla bla. Auch das alles zulässig. Ist doch traurig!
muumi

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Mousels

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Na, prima.

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Topolina

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zu diesem Thema hab ich gerade was bei yahoo gefunden:

Kein Zwangsurlaub bei Auftragsflaute
Donnerstag 6. Juli 2006, 07:03 Uhr
Nürnberg (ddp.djn). Arbeitgeber dürfen von ihren Beschäftigten nicht verlangen, bei Auftragslücken kurzfristig bezahlten oder unbezahlten Urlaub zu nehmen. Eine Vereinbarung, die den Urlaubsausgleich ohne konkrete Angaben über Ausmaß und Zeitpunkt der Arbeitszeitreduzierung vorschreibe, sei unwirksam, entschied das Landesarbeitsgericht Nürnberg (Urteil vom 30. Mai 2006, AZ: 6 Sa 111/06). Denn eine derartige Regelung würde das so genannte Wirtschaftsrisiko, das nach Paragraf 615 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) grundsätzlich der Arbeitgeber zu tragen hat, einseitig auf den Arbeitnehmer verlagern.
Ob der Arbeitnehmer der Ausgleichsregelung zugestimmt hat oder nicht, spielt nach dem Urteil der Richter keine Rolle. Unbezahlten Urlaub dürfe der Arbeitgeber auf keinen Fall anordnen. Aber auch gegen Bezahlung könnten Beschäftigte nicht einfach in den Urlaub geschickt werden. Arbeitnehmer müssten ihren Erholungsurlaub rechtzeitig planen können.

Topolina

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