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EDV Schulung vorbereiten

Flockine

Mitglied seit
18.05.2006
Beiträge: 137
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Hallo,
unsere Firma hat ein neues EDV Programm zur Dokumentenlenkung - und ich darf hier nun die Schulung der MA durchführen.
Hat wer einen Tip wie sowas am besten zu planen ist - ich weiß zwar was ich schulen muss aber die Zeit die die Teilnehmer dann brauchen um es auszuprobieren kann ich eigentlich nur schätzen.

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Ute-S

Mitglied seit
09.01.2006
Beiträge: 873
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Hallo Flockine,

Habt Ihr denn einen Schulungsraum, in dem die Teilnehmer je an einem eigenen Rechner arbeiten können?

Mache Dir zunächst mal einen Plan, welche Bestandteile des Programms Du ihnen beibringen willst. Wenn Du die Zeit dazu hast: PowerPoint-Folien und/oder Word-Dokument mit Screenshots und ergänzenden Erläuterungen vorbereiten. Daran kannst Du Dich erstens während der Schulung "durchhangeln", vergisst nichts und hältst die geplante Reihenfolge ein. Zweitens freuen sich Deine "Schüler" über eine ausgedruckte Unterlage zum Nachschlagen.

Wenn möglich, würde ich mir dann einen Azubi schnappen, ihm/ihr das anhand Deiner Unterlagen erklären und dabei die Zeit stoppen. Bei einer größeren Gruppe rechnest Du dann noch mal 10 - 20% für Fragen dazu.

Plane nach 1 bis 1,5 Stunden eine Kaffeepause ein, damit das Gelernte etwas "sacken" kann.

Viele Grüße
Ute

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Dennis

Mitglied seit
26.06.2003
Beiträge: 1232
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Hallo,
Deine Angaben sind ja etwas vage, da ist es schwer, Zeitangaben zu machen.
Plane auf jeden Fall genügend Zeit ein, damit die Mitarbeiter üben können.
Lasse sie ruhig mehrmals den gleichen Vorgang durchführen, damit es sicher sitzt
(natürlich mit anderen Datensätzen).

Genügend Pausen sind auch extrem wichtig und ein wenig Zeit zur Motivation.
Also nicht direkt um 8:00 mit schweren Dingen beginnen, sondern vielleicht erstmal kurz Kaffee trinken, ein kurzes Motivationsgespräch machen (Was erwarten Sie von der Schulung? Haben Sie Anregungen zur Durchführung?) Vielleicht können am Anfang die Pausenzeiten durch ein gelenktes Gespräch geklärt werden.
Wichtig ist, daß die Teilnehmer direkt mit eingebunden werden, dann fühlen sie sich auch zugehörig und machen besser mit.
Sinnvoll kann es auch sein, Zweier-Gruppen zu bilden, besonders dann, wenn die Teilnehmer sich nicht so gut kennen.
Entweder setzt man dann Teilnehmer mit guten PC-Kenntnissen zusammen, denen dann anspruchsvollere Dinge zum Lernen angeboten werden (ist aber mehr Arbeit in der Vorbereitung)
oder man setzt einen Teilnehmer mit guten Kenntnissen neben einen Teilnehmer mit wenig Kenntnissen. Davon profitieren dann beide und Du bist stark entlastet.
Es gibt auch einige Möglichkeiten, Zufallsgruppen zu bilden, die die Situation auflockern und auch für Erwachsene geeignet sind.

Ansonsten: Wenig reden und die Teilnehmer selber ausprobieren lassen.
Lieber etwas nicht erwähnen, sondern die Teilnehmer zunächst selber basteln lassen und dann erst auf Nachfrage erklären. Das zeigt, daß Du auf die Teilnehmer eingehst. Außerdem kannst Du dann rumlaufen und Einzelfragen klären. Nicht jeder Teilnehmer traut sich, vor der Gruppe Fragen zu stellen, die er vielleicht für dumm hält.

Falls Du magst, stell doch mal Deinen Ablaufplan hier herein, dann können wir ihn noch optimieren.

LG Thomy....hier kommt der Genuß

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Ute-S

Mitglied seit
09.01.2006
Beiträge: 873
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Hallo Thomy,

von "basteln lassen" halte ich gar nichts! Das ist leider der Ansatz, mit dem viele Anwender an Software herangehen und so prägen sich falsche Vorgehensweisen ein.

Wenn es darum geht, Anwendern in einer Schulung ein neues Programm zu erklären, kommen die normalerweise mit der Erwartung, dass ihnen erklärt wird, wie's geht - und nicht zur "beaufsichtigten Bastelstunde". Das könnten sie auch alleine. Ich würde vielmehr klare Schritt-für-Schritt-Anweisungen formulieren: "Um das Ziel x zu erreichen machen Sie das-und-das." Dann ausprobieren lassen und an einem zweiten Beispiel selbständig nachmachen lassen. Wenn's dann nicht klappt, Fehler analysieren und korrigieren.

Viele Grüße
Ute

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Dennis

Mitglied seit
26.06.2003
Beiträge: 1232
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Hallo,
das wichtige Dinge vorher erklärt werden ist schon klar.

Selbständiges Erarbeiten und kooperatives Lernen ist vor allem in heterogenen Lerngruppen allerdings "state-of-the-art".

Reines "Belehren" ist schon lange nicht mehr aktuell. Dadurch lernen die Teilnehmer mit vielen Vorkenntnissen zu wenig und bei Teilnehmern mit wenig Vorkenntnissen können die Lernerfolge nicht gesichert werden.

Heutzutage geht man davon ab, daß alle Teilnehmer auf dem gleichen Weg in der gleichen Zeit zum selben Ergebnis kommen, sondern versucht, das unterschiedliche Lerntempo und die unterschiedliche Aufnahmefähigkeit der Teilnehmer zu berücksichtigen.

LG Thomy....hier kommt der Genuß

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