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Die "Alten" und die "Jungen" ...

supersec

Mitglied seit
13.01.2007
Beiträge: 28
Hilfreich: 0

Hallo ihr!

Ich arbeite jetzt seit ca. 3 Jahren als Sekretärin. Frisch von der Ausbildung, keine Ahnung was mich im Job alles erwarten sollte. Mittlerweile so denke ich, kann ich gut mit den Chefs und den anderen Kolleginnen (Sek.) umgehen

Ich hatte damit zu kämpfen, dass ich als die Junge so dargestellt wurde,die ja keine Ahnung hat, ja noch lernen müsste etc. etc. wohl aus Angst davor irgendwann einer Jüngeren das Feld überlassen zu müssen. Es ging wohl viele so wie mir. Wie sind eure Erfahrungen damit? Ich kann mir vorstellen, alle hatten eine harte Zeit, nicht kooperierende ältere Kolleginnen,...?

Ich finde gerade in unserem Beruf, in dem man selbstständig arbeitet, ständig dabei ist zu koordinieren, Infos zu bekommen - kurz: einen gehörigen Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt, gibt es so viele Neider und Leute, die es einem nicht gönnen und einem das Leben schwer machen wollen.

Ich würde mir auch wünschen, dass die älteren, erfahrernen Kolleginnen "besser" mit den Unerfahrenen umgehen, wir wollen doch von euch lernen, deshalb bunkert euer Wissen nicht!!!!!!

Freu mich auf eure Berichte!

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Lillifee2

Mitglied seit
21.06.2017
Beiträge: 125
Hilfreich: 0

Hallo Supersec,

bei Deinem Beitrag fühle ich mich an meine "Sturm- und Drangzeit" kurz nach der Ausbildung erinnert - ich war auf dem neuesten technischen und fachlichen Stand der Dinge und hatte das Gefühl, meinen Kollegen und Kolleginnen ebenbürtig zu sein; konnte es deswegen manchmal gar nicht glauben, mit welcher Ignoranz man mich teilweise behandelt hat.
Mittlerweile stehe ich "auf der anderen Seite" - bin also eine langjährige Berufstätige und komme des Öfteren mit den "jungen Wilden" in Kontakt und staune darüber, wie wenig Toleranz von deren Seite kommt. Mir sind schon ab und zu Aussagen zu Ohren gekommen wie - die Ollen, die können doch mit uns sowieso nicht mithalten usw.
Ich finde es von beiden Seiten sehr schade, dass man nicht aufeinander zugeht und sich respektiert und akzeptiert und - wie Du es wirklich treffend beschreibst - die Älteren den Jüngeren hilfreich unter die Arme greifen, aber genauso die Jüngeren die Erfahrung - und hier zählt nicht nur die Berufserfahrung, sondern vor allen Dingen die Lebenserfahrung - der Älteren respektieren.
Das hilft Dir speziell jetzt nicht weiter, ich weiß, aber ich wünsche Dir offene Augen und offene Ohren und Verständnis für Deine Kollegen und Kolleginnen.
Viel Glück!
Liebe Grüße, Lillifee

Hunde haben Menschen, Katzen haben Personal!

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moona

Mitglied seit
28.07.2006
Beiträge: 12
Hilfreich: 0

Hallo Ihr!

Ich bin 26, meine Kollegin 60.
Ich kann wahnsinnig viel von ihr lernen, und sie erklärt mir auch immer gerne Dinge, die ich nicht weiß, erklärt mir Hintergründe usw.

Andererseits fragt sie mich auch nach Hilfe, wenn es z.B. um "PC-technische" Dinge geht.

Wir ergänzen uns wirklich gut und darüber bin ich natürlich auch sehr froh!!

Schade, dass das nicht überall so ist.

LG

moona

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imke2509

Mitglied seit
20.02.2008
Beiträge: 103
Hilfreich: 0

ein Hallo auch von mir!
:idea:
Ich war nach der Ausbildung 6 Monate Springkraft und habe wochenweise in unterschiedlichen Sekretariaten gearbeitet. Das war wirklich hart, aber die eine oder andere Kollegin hat sich mehr um einen gekümmert und einem alles erklärt und auchmal Rücksicht genommen, bezogen auf die Dinge, die noch nicht wusste.

Vieles lernt man auch erst im Job in der Praxis, das kann einem keine Theorie vermitteln!

Als ich dann vor 7 Jahre zu meinem Chef kam (der wollte extra jemanden frisch aus der Ausbildung) machte ich für die Direktions-Sekretärin Urlaubsvertretung. Sie ist auch rund 25 Jahre älter als ich und hatte nie ein Problem damit, mir alles zu erklären. Und jetzt ist es auch so, dass sie mich in PC-Sachen um Rat fragt oder anderes und es klappt wunderbar. Hier merkt man den Altersunterschied überhaupt nicht udn da bin ich sehr froh drüber. Ihr Chef ging dann in Rente, meiner wurde Direktor und so stand sie einige Zeit an 2. Stelle, aber auch das störte sie nicht. (Jetzt ist sie bei der GF)

Ich kann dir nur wünschen liebe "supersec", dass du mehr nette und hilfsbereite Kolleginnen triffst, die ihr Wissen gern weitergeben wollen um dir zu helfen und auch, um das Unternehmen am Laufen zu halten!
LG Imke

Liebe Grüße, Imke

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Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
Hilfreich: 0

Ich habe leider nicht so gute Erfahrungen mit meiner früheren älteren Kollegin gemacht. Sie hatte glaube ich Probleme damit, dass durch ein junges Gesicht ein frischerer Wind zu wehen beginnen könnte.

Zu Anfang hat sie mir zwar alles gezeigt, aber doch teilweise recht belehrend gewirkt und auch immer auf alle klitzekleinen Fehler aufmerksam gemacht.

Tatsächlich war es dann so, dass sie, sobald ich in allem routiniert war, die Beine hochgelegt und sich maximal noch mit Ablage beschäftigt hat. Schließlich war es ihr wichtiger, sich den Lippenstift nachzuziehen oder zehnmal am Tag in die Teeküche zum Kaffeetrinken zu rennen oder bei ebay nach den neuesten Angeboten zu stöbern, als mir zu helfen.

Schlussendlich nahmen meine Chefs das gesamte Team und mich mit, als sie das Unternehmen wechselten, aber da keiner mit der Arbeit meiner Kollegin zufrieden war, musste sie bleiben, wo sie war.

Da fällt mir ein: Ihr Alter hat sie nie jemandem verraten. Einmal hatte der Chef ihr zum Geburtstag gratuliert und gefragt, der wievielte es denn sei... er bekam keine Antwort, außer, dass man "eine Dame so etwas nicht fragt". Darauf fragte er mich, ob ich denn wüsste, wie alt sie sei. Ich meinte nur: "Nö, aber mich dürfen Sie nach meinem Alter fragen, ich bin ja noch jung!".

Ich würde mir offen gestanden wünschen, dass es keinen so großen Konkurrenzkampf zwischen den "Alten" und den "Jungen" gäbe. Aber solange die "Jungen" leichter zu formen, leistungsbereiter und billiger sind, werden die "Alten" aus Angst ihre Erfahrungen und Kenntnisse nicht gern weitergeben.

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