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Cheffchen geht

SabineJ

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14.07.2005
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Nun ist es amtlich, Cheffe, sprich Geschäftsleiter, geht. Bei solchen Anlässen wird dann natürlich immer gesagt, aus persönlichen Gründen. Gut, niemand wird in so einer Situation bei den Kollegen die Wahrheit ausplaudern. Ich habe den hinreichenden Verdacht, dass Cheffe „freiwillig gezwungen“ wurde zu gehen. Will heißen, aus der derzeitigen Situation hat Cheffe die Konsequenzen gezogen und gekündigt, in der Position ist ja auch immer eine dicke Abfindung drin. Er scheint gar nicht so böse darüber zu sein, ganz im Gegenteil, ich habe ihn schon lange nicht mehr so gelöst und freundlich (für seine Verhältnisse) erlebt, jetzt wo der Druck weg ist. Ich denke, zu ca. 70 % wird es an der Navisiongeschichte liegen, die ich an anderer Stelle ja schon mal erwähnte. Was damals als Einführungsphase bezeichnet wurde, hält nunmehr schon fast zwei Jahre an. Am 01.10.2003 sollte offiziell das neue Programm ohne Probleme für alle Abteilungen laufen. Bis zum heutigen Tage sind die allerdings in Sachen Nachbessern schlimmer als die SPD, immer wieder müssen die Computerfuzzies kommen, programmieren, umprogrammieren, installieren, Fehler beheben. Nach jeder so einer beendeten Aktion sind dann zwar die alten Fehler beseitigt, aber dafür tauchen dann neue auf. Bei uns im Vertrieb können Auftragsbestätigungen nur zu einem bestimmten Teil über dieses Programm abgewickelt werden, rauschicken kann man diese nicht, da nur ein Minimum an Eingaben möglich ist. Also habe ich nur doppelte Arbeit, erst im Word schreiben, dann im Navision, aus einer AB werden dann also immer gleich zwei. Cheffe und der damalige kaufmännische Leiter sahen nur dieses Projekt und sich als die absoluten Könige, wenn sie erst mal diese Programm für die Firma eingeführt haben, es hieß ja, nun käme Modernisierung und Arbeitserleichterung ohne Ende, auf Knopfdruck bekäme dann auch alle Infos, die ich für unsere Abteilung jetzt noch über Exel erstelle und anhand von Unterlagen raussuche. Nun ja, der Schuss ging nach hinten los, kaufmännischer Leiter ist nicht mehr und Cheffe wird bald auch nicht mehr sein. Das Problem war, sie wollten das Ding einfach auf Gedeih und Verderb durchziehen, eine kurze Schulung und dann hat alles zu klappen, mit einem Minimum an Austausch. Die Computerfuzzies programmierten für den Vertrieb das Programm, ohne nur einmal darüber informiert worden zu sein, was für Ansprüche unsere Angebote und Auftragsbestätigungen denn so haben. Und dann kam das böse Erwachen und zeitweise versuchte man, mir die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Das Programm läuft in unserer Abteilung bis heute noch nicht, obwohl seit letzten Dezember insgesamt wieder vier Anläufe diesbezüglich gemacht wurden. Mal vergisst das Programm die Formatierung, dann addiert es nicht richtig die Zahlen auf, kann keine Nachlässe ausrechnen, druckt manches zu viel, anderes zu wenig und wieder anderes gar nicht aus, um nur ein paar Kleinigkeiten zu nennen. Dazu muss ich sagen, dass wir große Ballenpressen verkaufen, die kundenspezifisch angefertigt werden und wo schon alleine die Angebote und Berechnungen unglaublich kompliziert und immer verschieden aufgebaut sind und sehr viel Text enthalten. Das alles ist für ein automatisiertes Programm nicht geeignet, also versuchte man es mit der Wordanbindung, bisher waren wir der einzige Kunde, auch das klappte bis heute nicht. Und das Beste ist, die Computerfirma, die uns das Produkt verkauft hat, hat sich mittlerweile ganz aus Navision, auch bezüglich anderer Kunden, zurückgezogen und es als Geldvernichtungsmaschine bezeichnet. Sie wurden aber auch von unserer Firma abgeschossen, jetzt haben wir eine andere Computerfirma, mal schauen, wie lange es dauert, bis der nächste Kopf rollt, vielleicht meiner? Gut, von hinten rum habe ich gehört, dass Cheffe auch noch andere Baustellen, sprich Probleme, hatte, es liegt nicht immer nur an einer Sache alleine. Sein Nachfolger wird nun unser CEO, der dann auch gleichzeitig sein eigener Vorgesetzter ist, der wird sich nicht so schnell selber vor die Tür setzen, dann doch eher den nächsten Projektleiter. :!:

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SabineJ

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14.07.2005
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Ja, da hast Du ganz recht, natürlich könnten mich Kollegen anhand meiner Beiträge leicht erkennen, aber ich kann mir sicher sein, dass die Chef-Assi und die Betriebswirtin aus der Buchhaltung sicherlich nicht hier in einem Sekki-Forum rumschwirren, die sind sich ihrer selbst viel zu sicher und meinen, immer alles besser wissen zu müssen, als dass sie auf den Gedanken kämen, sich in so einem Forum Rat zu holen. Außerdem ist jetzt so ziemlich das schlimmste in unserer Firma vorbei, nachdem das bereits zitierte Navision-Programm einigermaßen läuft (naja, ich muss noch ganz schön was daran tun, die Programmierung läßt noch zu wünschen übrig), Chefchen geht und die eine Kollegen von mir, die ich bereits an anderer Stelle erwähnte, sich mittlereweile bezüglich der Auftragsbearbeitung wieder abgeregt hat. Ich werde demnächst an die Return-Taste denken.
:!:

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Ähm - hattest du nicht in einem anderen Thread Bedenken, dass man Schreiber im Forum erkennen kann, wenn man in der gleichen Firma arbeitet?
Bei dem, was du bisher geschrieben hast, könnte das leicht sein ...

PS:
eine herzliche Bitte: drück ab und zu mal auf die RETURN-Taste :?

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