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Chef hat es geschafft - Kündigung! sehr lang

Wenn Anne Glück hat, wird sie es in einigen Monaten kapieren, S-T. Ich fürchte allerdings, dass sie sich momentan einfach nicht zugesteht, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, weil es zu weh tut.

Sarhkind
--
:smokin:
Shit happens (Kurt Vonnegut)

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Eyleen

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04.04.2005
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Ich kann Anne sehr gut verstehen, als Sekretärin bist Du immer ein bißchen wie die "Ehefrau auf Arbeit". Und im Idealfall entsteht mit der Zeit ein schönes und angenehmes Vertrauensverhältnis. Deswegen fühlt sich Anne auch so im Mark getroffen.

Kopf hoch!

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mieze1

Mitglied seit
21.08.2001
Beiträge: 272
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Anne, ich glaube, Du ziehst zu viel Deines Selbstbewußtseins aus Deinem Job. Ich kann Deine Enttäuschung verstehen, aber Du knabberst ja nicht erst seit heute dran.

Ich hatte auch mal eine Chefin, der gegenüber ich zum Schluss nicht mehr den Funken von Respekt hatte. Das hat u. a. seine Gründe in ihrem Führungsverhalten. Irgendwann hab ich mir gesagt, ich gehe, weil ich nicht mehr dort vernünftig arbeiten kann, und habe mich anderweitig beworben (gekündigt hab ich vorher nicth, die Jobsituation war vor 10 Jahren hier schon ziemlich bescheiden). Zwischendurch hab ich dann auch die Kündigung gekriegt, d. h. es war eine Änderungskündigung, nach der ich dann nur noch halbtags arbeiten sollte. So richtig überraascht hat es mich damals nicht, obwohl die Kündigung im Urlaub kam, ich habs ja schon gepostet. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass Du so "an Deinem Stuhl klebst", das würde MICH krankmachen, ehrlich! Ob die Kollegen dann Dein leeres Büro sehen, kann Dir doch ehrlichgesagt egal sein! Konzentriere Deine Kraft auf DICH und nicht auf andere! DU bist jetzt wichtig und DU brauchst Deine ganze Kraft für DICH allein! Guck nach vorn und nicht zurück! Das würde Dir nciht helfen, im Gegenteil!
--
Liebe Grüße

mieze

wieder die echte alte

Liebe Grüße

mieze

*Rechtschreibfehler dürfen behalten werden*

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felidale11

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14.04.2005
Beiträge: 9
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Hallo Anne,

ich kann dir - wie schon geschrieben - wirklich nur den Tipp geben: Lern daraus und versuch die Fehler beim nächten Mal nicht noch einmal zu machen.

Ist einfach gesagt, besonders wenn man ein Gefühlsmensch ist, aber ansonsten gehst zu irgendwann mal zu Grunde daran. Mich hat es damals so tief menschlich getroffen, dass ich echt einen ordentlichen Knacks wegbekommen habe.

Aber ganz ehrlich sollte ich irgendwann mal wieder DEN Job finden, dann würde ich vermutlich den "Fehler" bestimmt noch einmal machen - ich kenne mich. Vielleicht abgespeckter, aber ähnlich...

Klar ist es blöd gelaufen und man könnte heulen, aber lass etwas Zeit vergehen und versuch das "beste" für dich noch rauszuschlagen [Abfindung, Zeugnis...]

Eine mitfühlende
Feli

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Hallo Anne,

ich hatte in einer ehemaligen Firma auch so ein Schlüsselerlebnis. Ich habe dort meinen jetzigen Mann kennengelernt und während der ganzen Zeit, in der wir zusammen waren, danach verlobt, war alles in Ordnung. Als wir verheiratet waren, wurde ich von der Personalleiterin gerufen, die mir mitteilte, dass sie ja ein konservatives Unternehmen wären, Ehepartner würden aufgrund des Betriebsklimas nicht gewünscht, usw. Am Ende des Gespräches legte sie mir nahe, zu kündigen. Habe ich natürlich nicht gemacht. Sie haben insgesamt 1 Jahr gebraucht um einen Grund zu finden. Da in der NL Düsseldorf dann die Abt. Ausland schloss , meinte man mir in Dortmund auch wegen Arbeitsmangel kündigen zu können. Kündigung wegen Arbeitsmangel hat aber zur Folge, dass zu dem Zeitpunkt die anderen Kollegen keine Mehrstunden mehr leisten konnten/durften. Haben sie aber getan. Ich bin sofort zum Anwalt für Arbeitsrecht gegangen, der dann auch Klage eingereicht hat. ... und dann hat die Firma einen entscheidenden Fehler gemacht ... Sie hat per Inserat eine Sekretärin gesucht (und mich hatten sie 2 Monate vorher gekündigt!). Wenn aus Arbeitsmangel gekündigt wird, hätten sie zu dem Zeitpunkt 6 Monate lang keine neue Stelle besetzen dürfen. Haben sie aber versucht und getan. Das hat die Abfindung enorm hochgetrieben, denn dort arbeiten wollte ich nicht mehr und ich hatte inzwischen eine neue Stelle gefunden.
Ich würde es heute genauso wieder tun. Wenn mir ein (guter) Anwalt rät, Klage einzureichen, würde ich es mit Blick auf die Beweislage jederzeit tun.
Ich kann dir nur sagen Kopf hoch und lass dich nicht kleinkriegen. Zu verlieren hast du ohnehin nichts mehr.
Lieben Gruß
Nasenbär

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Anne23

Mitglied seit
04.08.2003
Beiträge: 517
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Hallo felidale11,

das hört sich auch sehr traurig an. Mir wurde auch so wahnsinnig viel versprochen, wird sicherlich bald nochmal zur Sprache kommen. Dann schauen wir mal.

Das Schlimmste ist eigentlich die menschliche Enttäuschung. Wenn man so viele Stunden am Tag zusammenarbeitet, sollte man sich doch kennen. Man baut Vertrauen auf, Sympathie, Zusammengehörigkeitsgefühl (natürlich geschäftlich), Höflichkeit, nicht verletzenden Umgang miteinander, etc. Es kann doch nicht angehen, dass man nur ausgenutzt wird, wenn man arbeitsmäßig gebraucht wird. Es gibt doch auch Rechte.

Es gibt Menschen, die kann man einfach nicht begreifen, und es tut verdammt weh, wenn man trotz aller Schwächen und Defizite, die man gerade in meinem Alter natürlich erkennt, jemanden mag und durchhielt. Privat möchte ich diesen Mann um keinen Preis der Welt geschenkt haben! So einsam könnte ich gar nicht sein, dass ich die Putzfrau für jemanden mache, nur um verheiratet zu sein und ansonsten keine Rechte hätte.
--
Liebe Grüße
Anne23

Liebe Grüße
Anne23

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Anne23

Mitglied seit
04.08.2003
Beiträge: 517
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Hallo Trishia,

Deine Einstellung ist mir ja bekannt ). Auch den Spruch hörte ich schon im Zusammenhang: "Der Fisch stinkt am Kopf zuerst".

Menschen, die nicht führen können, machen sehr viel kaputt. Selbst wenn sie fachliche Qualifikationen haben (die nicht immer unbedingt voll durchkommen sagen wir mal).

Wie kann ein Chef sagen, es sei ihm völlig egal, was seine Mitarbeiter von ihm hielten? Das kann ich nicht nachempfinden. Hat man für diese Erkenntnis ein Führungsseminat für viel Kohle gemacht?
--
Liebe Grüße
Anne23

Liebe Grüße
Anne23

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Anne23

Mitglied seit
04.08.2003
Beiträge: 517
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Hallo Mädels,

ganz lieben Dank erneut für Eure tollen Beiträge und Aufmunterungen. Ich hatte einen super schönen Abend mit 2 ganz lieben Kollegen und Tochter. Das werden wir öfter machen!

Übrigens habe ich mein `Zwischenzeugnis`, original so, wie ich es vorgeschrieben hatte. Leider wusste Chef wohl nicht, dass man es auf dem kompletten Briefbogen ausdruckt (Teil ist im PC gespeichert). Aber woher auch, wenn man keine Sekki oder Assi hat und für längere Zeit haben wird.

Gehe jetzt ins Bettchen und hoffe, dass ich schlafen kann.
--
Liebe Grüße
Anne23

Liebe Grüße
Anne23

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Anne, Kopf hoch und denk positiv! Nicht "Oh, was werde ich jetzt bloss machen..." sondern "Wunderbar, jetzt habe ich endlich Zeit für mich und kann mich im Berufsleben neu orientieren!"
Selbstmitleid führt nur zu Depressionen und ist somit gesundheitsschädlich... Sieh es doch so dass ein Abschnitt Deines Lebens jetzt abgeschlossen ist und dass Du daraus gelernt hast! Vor allem dass man sich nicht außerordentlich in den Job reinhängen sollte... Ich würde an Deiner Stelle keinen Gedanken mehr an den alten Chef /Firma verschwenden, sondern in erster Linie an mich selbst denken und mir schon mal einen neuen Job suchen. SOFORT!
Klar ist die Situazion nicht besonders schön! Aber bei weitem auch nicht hoffnungslos. Oder bist Du total auf das Geld angewiesen und kommst sonst nicht über die Runden?
Also optimistisch sein, positiv denken und selbstbewusst sein!

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loewl

Mitglied seit
19.04.2005
Beiträge: 155
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Hallo Anne,

wenn ich Deine Zeilen lese, kommt mir sehr viel, sehr bekannt vor. Auch ich habe die Kündigung (nach vielen Versuchen von meinem Vorgesetzten)nach 5 Jahren bekommen. Dem Ganzen gingen Ermahnungen, Abmahnungen, cholerische Anfälle, dann wieder Geschenk für die gute Zusammenarbeit voraus. Jetzt hat er es endlich geschafft, nachdem er mir Unterlagen aus dem Jahr 2003 in meinen Ablagekorb gelegt und dann in meiner Abwesenheit (Grippe) und in Anwesenheit meiner Kollegin dort herausgezogen hat. Der Personalrat hat leider kein Rückgrat und der Kündigung zugestimmt. Jetzt liegt die ganze Angelegenheit beim Anwalt und die Klage ist bereits seit gestern beim Arbeitsgericht. Jetzt werden wir sehen, was passiert.

Leider habe ich noch keinen neuen Arbeitsplatz und mich plagen natürlich die Existenzängste. Bis jetzt habe ich 25 Bewerbungen geschrieben und bereits 15 Absagen. Ich werde erst gar nicht zum VG geladen. Bin ja schon froh, dass ich überhaupt 25 Adressen aufgetan habe, um Bewerbungen dorthin zu schicken.

Mein Anwalt sagt, dass die Chancen für eine Wiedereinstellung ganz gut liegen, aber die Stimmung wird dadurch ja auch nicht wieder gut. Ich kann nur hoffen, dass, wenn dies der Fall sein sollte, ich in eine andere Abteilung versetzt werden kann. Obwohl das ganze Haus dann weiß, dass ich meinen AG verklagt habe. Besser wäre wohl wirklich eine neue Stelle.

Drückt mir die Daumen, dass das klappt.

Anne, Dir kann ich nur sagen, dass Du völlig richtig gehandelt hast, als Du nichts unterschrieben hast. Du musst klagen, um Anspruch auf ALG zu haben. Du hast Dich doch bei der Agentur für Arbeit gemeldet? Hier läuft eine Frist von 7 Tagen nach Erhalt der Kündigung.

Ich drücke Dir die Daumen. Halt durch. Das ist das Einzige was bleibt.

Liebe Grüße
Loewl

LG
Loewl

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