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Boreout

Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
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Hallo ihr Lieben,

ich halte mich seit einigen Wochen/Monaten für stark Boreout-gefährdet. Eigentlich habe ich eine verantwortungsvolle Position, die Wirtschaftskrise tut nur ihr Übriges und somit ist meine Arbeit auf Routinetätigkeiten und andere kleine Aufgaben geschrumpft.

Ich bin schon pfiffig genug, mir in solchen Situationen selbst Arbeit zu kreieren, Projekte anzugehen oder Kollegen zu helfen, aber auch das ist mittlerweile so gut wie tot. Dennoch war ich in der Lage im vergangenen Jahr größere Projekte umzusetzen und auch Wichtiges zu leisten - es füllt nur eben nicht mehr eine 40 Stunden Woche aus. Es klingt zwar widersprüchlich, aber ich kann trotz der Tatsache, dass ich nicht ausgelastet bin, recht gut dokumentieren, dass ich für die Firma an Wert hinzugewonnen habe.

Da ich darunter leide und mit der Zeit privat sicherlich viel Besseres anfangen könnte (zumal ich auch gesundheitlich angeschlagen bin), würde ich das gern ansprechen. Ich hatte meinen Chef schon einmal darauf angesprochen. Auch wenn ich eigentlich gesetzlich ein Recht auf Teilzeit habe (hier sprechen auch keine betrieblichen Dinge dagegen), meinte er, ich würde mich ersetzbar machen, wenn ich einen Tag weniger die Woche arbeiten würde. Das sehe ich anders, denn kein anderer im Betrieb kennt mein Aufgabengebiet so gut, dass er es übernehmen könnte. Und das weiß er auch.

Da dieses Jahr Gehaltserhöhungen sicherlich nicht drin sind, wäre ein Tag weniger Arbeit in der Woche mein Verhandlungsangebot. Nur wie erwirke ich dies? Es soll sich ja nicht nach Gejammer anhören, aber wenn es so weiter geht, sterbe ich vor Langeweile. Es fällt aber evtl. auf mich zurück, wenn ich unmotiviert wirke (obwohl hier sehr viele von dem "neuen Müßiggang" betroffen sind).

Danke für Eure Tipps.

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speedy1984

Mitglied seit
14.01.2009
Beiträge: 1906
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Hallo Allsdruff,

das klingt schon sehr widersprüchlich und ist daher sicher nicht einfach.

Kannst du deinem Chef evtl. eine Übersicht erstellen, was du früher in einer 40-Std-WO erledigt hast und aufzeigen, dass du das nun in 32 Std. erledigen kannst? So kannst du ggf. rechtfertigen, dass du die gleiche Leistung in weniger Zeit erbringst - so bist du ein enormer Gewinn für die Firma und das kann mit einem Bonus-frei-Tag belohnen...

Allerdings kann er das auch wieder anders sehen, und davon ausgehen, dass du nun noch mehr in gleicher Zeit machen könntest (wenn er Aufgaben hätte) zum gleichen Gehalt und hat am Ende sogar die Erwartungshaltung, dass du nach einem Jahr so routiniert drin bist und wieder 8 Std./WO einsparen würdest...

Das ist echt nicht einfach. Auf jeden Fall musst du dich echt ordentlich auf so ein Gespräch vorbereiten und Argumente sammeln - und das ist in einer widersprüchlichen Sache immer schwierig. Ich drück dir die Daumen.

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Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
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Das mit der Auflistung ist etwas schwer, da ich sehr viele verschiedene Aufgaben erledige. Ich würde ihm eine Trialphase von z. B. 6 Wochen anbieten, damit er sieht, dass ich es schaffe. Außerhalb der Arbeitszeit bin ich auch erreichbar. Es gibt also keinen Grund zur Beunruhigung.

Anhand der derzeitigen Auslastung würde er mir ohnehin glauben, dass es auch in kürzerer Zeit zu schaffen ist. Ich weiß auch nicht, warum er dagegen ist, dass ich einen Tag weniger die Woche da bin. Mit dem Argument Geld kann ich auch nicht punkten. Die Kosten, die er sich durch vier Tage weniger Lohn im Monat spart, fallen offenbar nicht genug ins Gewicht, um das als Entscheidungshilfe anzuführen. Hab ich schon versucht.

Meine Motivation würde sich durch die veränderte Arbeitszeit ja auch wieder bessern, außerdem soll es wissenschaftlich erwiesen sein, dass Teilzeitkräfte effizienter arbeiten als Vollzeitkräfte.

Noch mehr Arbeit in der gleichen Zeit wäre sicherlich von mir aus zu schaffen, dafür fehlen aber tatsächlich die Aufträge. Ich habe ja von meinen Vorgesetzten schon zusätzliche Projekte an die Hand bekommen, weil ich mich beklagt hatte, aber die bedürfen der Mitwirkung von Kollegen, die oftmals andere Prioritäten haben, sodass ich auch hiermit nicht durchweg beschäftigt bin.

Ich will ja nicht am Ende mit mehr Arbeit in derselben Zeit dastehen, sondern dieselbe Arbeit in weniger Zeit erledigen, ohne den Eindruck zu erwecken, ich sei faul - das bin ich nämlich nicht. Ich bin es nur satt, dumm rumzusitzen...

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speedy1984

Mitglied seit
14.01.2009
Beiträge: 1906
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Oh man, das ist hart!

Mit nem Fläschchen Nagellack hinsetzen & Nägel lackieren wird ja nun auch nicht die Lösung sein

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Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
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Tja, wenn ich mehrmals am Tag die Farbe wechseln möchte, vielleicht... :?

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Rosti

Mitglied seit
26.05.2004
Beiträge: 47
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Hallo,

wie wäre es wenn Du jeden Tag weniger arbeitest, z.b. 6 Std. täglich? Vielleicht ist ihm das lieber, als einen kompletten Tag ohne Dich?

Ich würde noch argumentieren, dass es nicht im Sinne der Firma sein kann Dich für´s rumsitzen zu bezahlen. Entweder ist genug Arbeit für die volle Zeit da oder Du wirst bis auf weiteres auf eine geringere Stundenzahl zurückgesetzt. Und wenn Du das Hintertürchen für ihn offen lässt, dass es solange ist, bis wieder genügend Arbeit da ist, vielleicht ist er dann einverstanden.

Viel Glück!
Gruss, Rosti

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Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
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Mal schauen. Ich will eigentlich aufgrund meiner langen Anfahrt nicht 5 x 6 Std. arbeiten.

Das Argument mit dem Rumsitzen habe ich in abgewandelter Form schon gebracht. Ich bin etwas irritiert, ob es überhaupt gut war, ehrlich zu sein und meinen Beschäftigungsmangel an die große Glocke zu hängen. Wenn mein Chef schon meint, das würde mich entbehrlich machen (wobei ich denke, dass das nur eine taktische Aussage war - wie gesagt, mein Aufgabenfeld könnte keiner ad hoc übernehmen).

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sue1978@hotmail.de

Mitglied seit
11.04.2008
Beiträge: 10
Hilfreich: 0

Oh man vom Bore-Out kann ich auch ein Liedchen singen (siehe mein Thread). Aber ich könnte nicht auf 75% wechseln ohne gehaltliche Einbußen....

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