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Bewerbungsgespräch

Anne W

Mitglied seit
17.12.2005
Beiträge: 149
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Liebe Agnes,
zunächst mal herzlichen Dank für deine umfangreiche Antwort und deine wertvollen Tipps.
Ja, du hast Recht, ich neige auch dazu, minderbegünstigen eine Chance zu geben. Im Berufsleben hatte ich nie die Möglichkeit dazu, privat schon. Außer einem Mal ist es aber nie schlecht ausgegangen.

Ich habe mir deinen Ratschlag ausgedruckt und wird dann ab heute meine Eselsbrücke sein. Den Stellenbewerbern einen Vordruck vorzulegen, wird in der Entscheidung des GF liegen, er wird schon in der Hauptsache das Gespräch führen. Nur...wenn es denn plötzlich heißt:"Nun, Frau Anne, haben Sie auch noch Fragen an die Bewerberin?" Da möchte ich auch nicht japsen, wie ein Fisch auf dem trockenen...

Heute abend werde ich berichten, wie es gelaufen ist.

Liebe Grüße

Anne

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Teti

Mitglied seit
27.01.2003
Beiträge: 1728
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Ich würde die Bewerber den Fragenkatalog nicht ausfüllen lassen, sondern ihn für das Gespräch nutzen.
Hochachtung vor Jedem der es schafft, in 5 Minuten auf diese - doch sehr komplexen - Fragen schriftlich (!) zu antworten.
Das sind Fragen, die man einem Beweber im ersten Gespräch stellt - einen Eindruck von ihm kann und sollte man sich schon aus seinen Bewerbungsunterlagen verschaffen, darauf sollte man im Bewerbungsgespräch auch eingehen.

Ich hatte immer einen Fragenkatalog zur Hand und habe bereits im Vorfeld mit allen Beteiligten meinen Eindruck von dem kommenden Bewerber durchgesprochen, warum gerade er/sie eingeladen wurde, was ich mir erhoffe und was ich anhand seiner Bewerbung gern näher erläutert hätte.

Übrigens mußt Du niemandem mitteilen, daß Du ihn für "nicht geeignet" hältst. Du teilst mit der Absage lediglich mit, daß ihr euch für einen anderen Bewerber entschieden habt.

LG aus Berlin

Teti [img:2dcb6edb59]http://i7.photobucket.com/albums/y275/campanula/peacecat.gif[/img:2dcb6edb59]

[size=9:2dcb6edb59][color=blue:2dcb6edb59]Wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt doch der Hintern zu sehen.
(japanisches Sprichwort)[/color:2dcb6edb59][/size:2dcb6edb59]

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Gigibo

Mitglied seit
14.02.2006
Beiträge: 7
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Liebe Anne,

bin schon gespannt auf deinen Bericht heute. Hoffe du kannst von den Infos etwas gebrauchen, und bekommst die Möglichkeit deine Fragen auch zu stellen.

@Teti: Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass die 5 Minuten reichen. Es müssen ja nicht alle Dinge ausgefüllt werden. Die persönlcihen Daten, Adresse etc. kann man ja auch dem Lebenslauf entnehmen. Es geht mir primär darum zu sehen ob die beruflichen Daten sich mit den Angaben auf dem Bogen decken.

Wünsche euch noch einen schönen Arbeitstag.

Lg
Agnes

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Anne W

Mitglied seit
17.12.2005
Beiträge: 149
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Am anderen Ende des Tisches zu sitzen, ist schon ein merkwürdiges Gefühl.

Wie sich vielleicht jemand von euch erinnern kann, habe ich zum 01.12. in einem neuen Seniorenheim die Verwaltungsleitung übernommen. Nun gehört es auch zu meinen Aufgaben, zusammen mit dem GF, Bewerber für ausgeschriebene Stellen auszusuchen und einzustellen. Für die Rezeption, die dann auch meine Urlaubsvertretung sein soll, sind 2 halbe Stellen und 3 Aushilfen geplant. Gestern hatte ich Premiere. Ein liebes, nettes Mädel hatte sich vorgestellt. Sie war aber so nervös und so unscheinbar, dass es so gar nicht passte. Zudem hatte ich das Gefühl, dass sie nur einen Job wollte - irgend einen Job. Nun tut es mir unendlich leid, dass man auswählen muss. Es ist etwas anderes, jemanden, den man nicht kennt eine Absage zu schreiben oder jemanden, der sich große Hoffnungen auf den Job macht und den man persönlich kennen gelernt hat mitzuteilen, dass man ihn nicht für geeignet hält. Für sie würde es einen gewissen sozialen Aufstieg bedeuten, soviel ist klar. Aus ihren Bewerbungsunterlagen geht hervor, dass sie in den 8 Jahren nach ihrer Ausbildung 7 Stellen hatte und die Zeugnisse sind eher "neutral"

Außderdem habe ich mich total gehemmt gefühlt. Was für Fragen stelle ich? Ich bin selbst nicht die geborene Rednerin und Selbstdarstellerin.

Morgen schon kommt die 2. Bewerberin, da geht es von vorne los...Habt ihr eine Art Fragenkatalog? Mir ist schon wichtig, auch beim Thema Einstellungsgespräche ein gutes Bild von mir abzuliefern und würde mich über Tipps freuen.

Liebe Grüße

Anne

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Cloe29

Mitglied seit
25.01.2006
Beiträge: 120
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Hallo, Anne,

herzlichen Glückwunsch zu deinem Job.

Ich habe noch nie bei einem Vorstellungsgespräch auf der "anderen" Seite gesessen, also keinerlei Erfahrungen.

Mir ist nur bei deinem Text aufgefallen, das du schreibst, du hattest das Gefühl sie würde einfach einen Job haben wollen, egal welchen.

Jetzt mal davon abgesehen, ob sie zu euch passt, die Qualifikationen etc. hat; ist es nicht heute, wenn du arbeitslos bist so, dass du deine Erwartungen und Ansprüche soweit runterschrauben musst und auch sollst (wird ja von vielen hier immer wieder gefordert, dass man in einer solchen Situation auch jeden Job annehmen soll), dass man alles nehmen muss?
Ich find es immer heuchlerisch, wenn von Arbeitssuchenden erwartet wird, dass sie zum Ausdruck bringen sollen, warum sie grad in DIESER Firma arbeiten wollen. Man bewirbt sich doch heutzutage nicht mehr nur bei einer Firma. Man schaut die Zeitungen und sonst welche Stellenanzeigen durch und bewirbt sich auf alles, was angeboten wird. So sind die Zeiten... Mir ging es da auch nicht anders. Ich glaube, da sollten die Personaler auch mal umdenken.

Gute Mädchen kommen in den Himmel ... da will ich gar nicht hin, denn in der Hölle trifft man eh die interessanteren Menschen [img:3dba0a049d]http://www.cosgan.de/images/smilie/teufel/d040.gif[/img:3dba0a049d]

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Gigibo

Mitglied seit
14.02.2006
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

Hallo Anne,

Herzlichen Glückwunsch zu deine neuen Stelle. Ich finde, dass die Personalbeauftragte in einem Unternehmen eines der wichtigsten Position überhaupt einnimmt. Es bedarf einer guten Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen um diese Stelle gut ausüben zu können. Sicherlich wird es Situationen geben, bei welcher dir die Absage besonders schwer fällt, aber langfristig gesehen ist es immer wichtiger die Dinge objektiv zu sehen und dich nicht von "Nebensächlichkeiten" oder "Gefühlen" leiten zu lassen.

Ich habe einige Gespräche bereits hinter mir und weiss das man anfänglich dazu neigt, "hoffnungslosen" Fällen eine Chance zu geben aber leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass genau diese Menschen dir dann im Nachhinein ein Hackn ins Kreuz hauen und man sie dann nur mehr schwer wieder loswird. Gerade die Fälle, die bereits unzählige Male gewechselt haben (und dies soll keinesfalls negativ sein, den in vielen Fällen sind genau diese Leute äussert strebsam.Sie wechseln, auf der Suche nach immer mehr Verantworung und Herausforderung, die Stellen) und nur schlechter Zeugnisse aufweisen können, solltest du wachsam sein. Es kann immer vorkommen, dass man unverschuldet zu einem schlechten Zeugnis kommt, aber bei jedem Arbeitgeber??

Nun aber zu deiner eigentlichen Frage. Ich habe mir die Mühe gemacht und verwende einen Bewerbungsbogen, aus denen ich die wichtigsten Informationen über den Bewerber beziehe. Diesen überreiche ich dem Stellenbewerber und gebe ihm 5 MInuten alleine, um diesen auszufülllen. Aufbauend auf diese Informationen stelle ich dann meine Fragen. Die üblichsten kennt man ja noch aus eigener Erfahrung:

Warum bewerben Sie sich ausgerechnet bei diesem Unternehmen?

Warum genau um diese Stelle?

Wissen Sie schon, worauf es in der neuen Position ankommen wird?

Welche Gebeite interessieren Sie besonders und welche weniger?

Wie ist Ihre jetzige berufliche Situation?

Stellt es für Sie ein Problem da, bestimmte Aufgaben zu verrichten? (Kaffee kochen, Botendienste erledigen) -> Mag vielleicht unwichtig klingen, aber ich hab da schon manche Überraschungen erlebt im nachhinein.

Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen? -> klar das der Bewerber hierauf nicht mit "Chefetage" antworten wird, aber man kann aus den Antworten der BEwerber schon sehr gut heraushören wo die Prioritäten der Bewerber liegen, ob sie ehrgeizig sind, ob sie gesteckte Ziele haben welche sie erreichen möchten.

Beruflicher Werdegang

Welche Stellen oder Positionen hatten Sie inne? (wenn das nicht aus dem Bogen hervorgeht)

Welche besonderen Erfolge haben Sie erreicht? Auf was sind Sie besonders stolz? (meine Lieblingsfrage!!)

Wie teamfähig sind Sie? (wichtig, wichtig)
In welchen Gebieten haben Sie besondere Erfahrung? Für welche Aufgaben möchte Sie auch in ZUkunft gerne zuständig sein?

Du kannst dann natürlcih auch noch die Frage aller Fragen stellen: Haben Sie noch Fragen? Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass 80% der Leute am Ende des Gespräches eigentlich keine Fragen mehr haben bzw. die INteressierten unter ihnen die Fragen bereits während dem Gespräch gestellt haben.

Ich hoffe du kannst mit den Info etwas anfagen, viel Glück für dein morgiges Gespräch und der Suche nach einer kompetenten neuen Kollegin/Mitarbeiterin.

Lg
Agnes

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