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Beileidsbrief an Firma bei tödlichem Arbeitsunfall

Hazett

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17.05.2005
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Liliane,

an wen schreibst Du denn genau? Seinen Chef? Ein Unternehmen hat ja nun kein Mitleid.

Und wozu willst Du ihm Beileid bekunden?

Vielleicht zum Verlust eines wertvollen, langjährigen, erfahrenen Mitarbeiters, der eine Stütze des Unternehmens war, der eine schwer zu füllende Lücke hinterlässt, der immer ein Vorbild für die Kollegen war oder so etwas?

Herzlichst, Hazett

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blondchen

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Ich versuchs mal...

Sehr geehrter Herr X,

wir kennen Sie als fairen Mitbewerber, dem das Wohl und die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt. Doch manche Dinge liegen in Gottes Hand. Dann würd ich das von Urmele nehmen: Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod Ihres Mitarbeiters aufgenommen. Und (wenn du es weist, was nettes wie Hazett über den MA schreiben)

Wenn ihr den Mitarbeiter kanntet:
Das erfüllte Leben eines lieben Menschen ging in aller Stille zu Ende. Wir sind von Herzen dankbar für eine gemeinsam verbrachte schöne Zeit und werden die Erinnerung immer lebendig halten.

Für Hummel ab jetzt ohne Bild

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lillliane

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28.01.2004
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Hallo zusammen,

vielleicht könnt ihr mir helfen, ich stehe völlig auf dem Schlauch.

Ich soll an eine befreundete Firma der gleichen Branche einen Beileidsbrief verfassen - einer ihrer Mitarbeiter ist bei einem sehr unglücklichen Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Und mir fällt so garnichts ein.
Muß nicht konventionell sein, auch keine Sinnsprüche enthalten - sondern einfach nur nette Zeilen...

Habt ihr einen Ansatz für mich?

Danke schonmal,

Lillly

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lillliane

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28.01.2004
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Danke Euch allen - ich werde aus den einzelnen Sätzen von fast jeder von euch jetzt etwas basteln.

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Teerose

Mitglied seit
13.05.2005
Beiträge: 933
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Ich kann nix dagegen machen, mir runzelt sich da grad die Stirn!

Findest du es nicht auch selbst etwas geschmacklos, ein Beileidsschreiben an die FIRMA zu senden (vermutlich Mitleid deines Chefs, weil die jetzt ziemlichen Trouble haben werden hinsichtlich des Arbeitsunfalls)? Ein Beileidsschreiben sollte eher den Hinterbliebenen des bedauernswerten Mannes gelten - aber die kennt ihr vermutlich nicht, weil er ja keiner EURER Mitarbeiter war. Außerdem wäre die Familie vermutlich etwas befremdet, von einer vollkommen unbeteiligten, unbekannten Firma ein Beileidsschreiben zu bekommen.

In diesem Sinne würde ich versuchen, das deinem Chef auszureden.
Ganz ehrlich.

[img:47bae127bc]http://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/k055.gif[/img:47bae127bc]
Man ist stets gerne zu Diensten.

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Brezel

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[quote:73af2acafe="blondchen"]wir kennen Sie als fairen Mitbewerber, dem das Wohl und die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter am Herzen liegt. Doch manche Dinge liegen in Gottes Hand. [/quote:73af2acafe]
Also, ohne jetzt eine theologische Debatte lostreten zu wollen: ich würde Gott da raushalten. Dazu fällt mir ein:
[quote]Ein besonderer Liebesdienst in der Begleitung von trauernden Menschen besteht in der Ermutigung zum Protest:
Kurt Marti, der unbestechlicher Anwalt gegen die leichtfertige Rede angesichts des Todes erinnert in vielen seiner Texte daran, dass wir ?Protestleute gegen den Tod? (Christoph Blumhardt) sind. Und das ist in erster Linie gegen die gesagt, die uns weismachen wollen, dass der Tod ?dem herrn unserem gott? ?gefallen? hätte:
? dem herrn unserem gott
hat es ganz und gar nicht gefallen
dass einige von euch dachten
es habe ihm solches gefallen?
(Kurt Marti, Leichenreden, Nagel & Kimche, Zürich 2001, 27)
Elie Wiesel erzählt: ?Bei einem Nachbarn des Rabbi Mosche Löb waren mehrere Kinder nacheinander im zarten Alter gestorben.
Die Mutter vertraut eines Tages ihren Kummer der Frau des Zaddiks an: ?Was für ein Gott ist denn der Gott Israels? Er ist grausam und nicht barmherzig. Er nimmt, was er gegeben hat.?
? Du darfst nicht so reden?, sagt die Frau des Zaddik, ? so darfst du nicht reden. Die Wege des Himmels sind unergründlich. Man muss lernen, sein Schicksal anzunehmen.?
In diesem Augenblick erscheint Rabbi Mosche Löb auf der Türschwelle und sagt der unglücklichen Mutter: ?Und ich sage dir, Frau, man muss es nicht annehmen! Man muss sich nicht unterwerfen. Ich rate dir, zu rufen, zu schreien, zu protestieren, Gerechtigkeit zu fordern, verstehst du mich, Frau? Man darf es nicht einfach annehmen!? (Quelle: Arnold Mettnitzer, Voll Leben und voll Tod ist diese Erde?
Gedanken für den Tag, http://www.mettnitzer.at/gedanken/m_lit0506_LebenundTod.html[/quote:73af2acafe]

Gruß
Brezel

Lunovis mane mortuumst.
Sol ruber atque ips' albumst.
Lunovis.

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Seerobbe

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18.02.2004
Beiträge: 594
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Hallo, Hallo,

ich hab hier was. Vielleicht kannst du daraus was machen.

Lieber Herr Günther,

im Angesicht des Todes sind wir immer reichlich hilflos.
Zumal dann, wenn das Schicksal mit solcher Macht wie bei Ihnen
hereinbricht.

Den Verlust, den der erschütternde Tod Ihrer Frau für Sie bedeutet, kann ich
nur erahnen. Aber auch ich bin von dieser traurigen Nachricht sehr ergriffen.

Ich weiss, dass mein Mitgefühl Ihren Schmerz nicht mindern kann. Aber ich hoffe, dass meine Anteilnahme Ihnen ein wenig Kraft gibt, sich in den Stunden
tiefster Trauer auch an die schönen Zeiten Ihres gemeinsamen Lebens zu erinnern.

In tiefer Anteilnahme

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lillliane

Mitglied seit
28.01.2004
Beiträge: 163
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Teerose, grundsätzlich hast du sicher recht - aber unsere Branche ist da sehr speziell, und es wäre eher ziemlich daneben, keinen Brief zu schreiben.
Fällt denn niemandem was ein?

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Blutjaspis

Mitglied seit
20.04.2006
Beiträge: 152
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Guck doch mal unter

http://www.kondolenz.info/formulierungen.htm

Hier kannste ganz rechts Formulierungen für Einleitung etc. heraussuchen.

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Urmele

Mitglied seit
28.02.2006
Beiträge: 174
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Wenn dann evt. so:

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod Ihres (Name Mitarbeiter) aufgenommen und trauern mit Ihnen.

???? Hier was über die Tätigkeit und Wertschätzung des Mitarbeiters ????

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie.

Mfg

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