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Azubi-Zeugnis meiner Kollegin - brauchen dringend Hilfe!

steppenwoelfin

Mitglied seit
14.03.2006
Beiträge: 29
Hilfreich: 0

Guten Morgen,

es geht um das Ausbildungszeugnis meiner Kollegin. Wir denken das einige Passagen unglücklich formuliert wurden und da ich mich selbst kaum damit auskenne, hab ich mit Ihr ausgemacht, euch zum Gegenlesen das Zeugnis reinzustellen.

Wär echt superlieb wenn Ihr uns mit Verbesserungsvorschlägen helfen könntet... Was wäre es den für eine Note?

Frau X, geboren... usw.

Die Firma Y ist ein Unternehmen.. usw.

Während der 21-monatigen Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation erlernte Frau X alle gängigen Bürotätigkeiten.

Frau X hat Ihre Berufsausbildung mit Engagement und Interesse für Ausbildungsinhalte betrieben. [betrieben? kann man das so sagen? hört sich so lapidar und schlecht formuliert an]
Frau X hat sich mit gutem Erfolg alle Fertigkeiten und Kenntnisse einer KfB angeeignet. [Guter Erfolg??]
Am Berufsschulunterricht hat sie mit großem Interesse teilgenommen und bildete sich darüber hinaus in externen Seminare, z. B. zum Thema "Telefonieren" oder "Personalarbeit" fort. [Formulierung?]

Frau X verrichtete praktische Aufgaben stets qualitativ und quanitativ gut. Daher hat sie unsere Erwartungen in jeder Hinsicht erfüllt.

Frau X Verhalten gegenüber Mitauszubildenden, Mitarbeiten, Ausbildern und Vorgesetzten war jederzeit einwandfrei. Auch im Publikumsverkehr kam Sie stets gut zurecht.

Da wir über Bedarf ausgebildet haben.. usw.

Wir danken Frau X für die angenehme Zusammenarbeit und wünschen ihr für ihre berufliche Zukunft Erfolg. [heißt das nicht viel Erfolg?]

Vielen Dank für eure Mühe, und einen schönen und stressfreien Freitag!

LG steppenwoelfin

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blondchen

Mitglied seit
17.07.2001
Beiträge: 856
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Hallo SW!

dem Zeugnis nach zu urteilen war eure Azubine nicht wirklich eine Granate... Sie war brav im Untericht. Sie hat zwar alles gemacht was man ihr gesagt hat aber weder selbst mitgedacht, nicht selbstständig gearbeitet noch übermäßiges Engagement gezeigt. Das Zeugnis ist sehr lieblos. Ganz ehrlich. Es ist der Start in ein Berufsleben - da sollte sich auch eine Persotante etwas mehr Mühe geben. Alles in allem würd ich sagen ne 3 - "wenn sie mal eine Mitarbeiterin brauchen, die tut was man ihr sagt dann nehmen se die". Ich hab mal ein paar Verbesserungsvorschläge:

Frau X geboren am X in X hat seit dem xx.xx.xxxx den Beruf zur Kauffr. f. Bürokomm. in unserem Betrieb mit (Note aus IHK Zeugnis also z.B. sehr gutem Erfolg, gutem Erfolg) erlernt.

Frau X hat von Anfang an Ihre Berufsausbildung mit (sehr starkem, starken etc. ) Engagement und (großem?) Interesse betrieben.

Am Berufsschulunterricht hat sie mit großem Interesse teilgenommen und bildete sich darüber hinaus in externen Seminaren, z. B. zum Thema "Telefonieren" oder "Personalarbeit" fort.

Frau X erledigte die Ihr übertragenden Aufgaben stets sorgfältig, gewissenhaft, rasch und erfüllte somit unsere Erwartungen in jeder Hinsicht.

Frau war wegen Ihres freundlichen Wesens bei Vorgesetzten, Ausbildern, Mitarbeitern und Mitauszubildenden stets annerkannt und beliebt.

Wir danken Frau X für die angenehme Zusammenarbeit und wünschen Ihre für Ihre berufliche Zukunft und den weiteren Lebensweg viel Erfolg und alles Gute.

Für Hummel ab jetzt ohne Bild

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Schdoffl

Mitglied seit
11.07.2003
Beiträge: 129
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Also ich hätte Blondchens Antwort im Großen und Ganzen nichts hinzuzufügen. Bin der selben Ansicht.

Bei uns steht in den Azubi-Zeugnissen noch mit drin, in welchen Feldern die Azubis besonders tätig waren.

Also zum Beispiel so, ein Auszug aus dem Kopf heraus geschrieben:

Neben den täglich anfallenden Bürotätigkeiten war Frau X ins besondere mit der kompletten Rechnungserfassung und vorbereitenden Buchhaltung betraut. Diese Aufaben erledigte sie größtenteils selbstständig und zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Weiter war Frau X zweitweise als Teil Ihrer Ausbildung in unseren Abteilungssekretariaten eingesetzt. Dort wurden ihr Ketnisse in Auftragserfassung
Projektabwicklung
Rechnunggstellung
Statistiken usw.
vermittelt.

Was ich sagen möchte:
Schön wäre es, wenn noch etwas mehr auf die Ausbidlungsinhalte eingegangen wird. Der jenige der das Zeugnis liest, weiß nicht automatisch worin genau ihr Aufgabenfeld bestand, da ja Bürokauffrau doch nicht gleich Bürokauffrau ist.

Grüßle
Schdoffl

Viele Menschen sind nur deshalb einsam, weil sie Dämme bauen statt Brücken.
(Maurice Chevalier (1888-1972) )

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steppenwoelfin

Mitglied seit
14.03.2006
Beiträge: 29
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Vielen Dank für eure bisherigen Antworten!!

Lieblos finden wir das auch, zumal sich meine Kollegin hier wirklich viel Mühe gegeben hat.

Werden die Änderungen auf jeden Fall "nachreichen". Sollte schliesslich der Wahrheit entsprechen finde ich..

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Jenna

Mitglied seit
14.08.2001
Beiträge: 55
Hilfreich: 0

Wir schreiben die Zeugnisse für die Azubis grundsätzlich auch etwas ausführlicher. Vielleicht hilft Dir das ein bißchen weiter?

Frau Ines XXX, geboren am xx.xx.xxxx in xxxx, wurde in unserem Unternehmen vom 1. August 2001 bis zum 8. Juli 2004 entsprechend dem Berufsbild und der Ausbildungsordnung zur Bürokauffrau ausgebildet.

FIRMENBESCHREIBUNG

Wir haben Frau XXX zu Beginn ihrer Ausbildung für die Dauer von zwei Monaten im Lager eingesetzt, wo sie das Kontrollieren der Lagerbestände, die Annahme und das Kontrollieren von Waren, die Reklamation von Warenmängeln und das Ein- und Auslagern von Waren kennen lernte.

Danach wurde Frau XXX für die Dauer von vier Monaten in der Telefonzentrale eingesetzt und mit der Entgegennahme und Weiterleitung der eingehenden Telefongespräche, der Bearbeitung des Posteingangs, der Erledigung der allgemeinen Korrespondenz sowie der Verwaltung des Büromaterials betraut.

Anschließend wurde Frau XXX für die Dauer von acht Monaten in der Buchhaltung eingesetzt. Dort erwarb sie Erfahrungen in der Kontrolle von Eingangsrechnungen, der Überwachung von Zahlungsterminen, der Veranlassung von Zahlungen sowie der sachgerechten Erfassung von Belegen, der Buchung von Geschäftsvorgängen, der Durchführung von Kostenrechnungen und der Verfolgung der Kostenentwicklungen.

Danach wurde Frau XXX für die Dauer von zwölf Monaten in der Auftragsabwicklung eingesetzt und mit der Erfassung von Aufträgen, der Abklärung von Lieferterminen, der Erstellung von Zoll- und Versandpapieren für Auslandsaufträge sowie der Erstellung von Gutschriften betraut.

Anschließend wurde Frau XXX für die Dauer von vier Monaten im Einkauf eingesetzt. Zu ihren Aufgaben zählten die Bedarfsermittlung, die Einholung von Angeboten, die Erteilung von Bestellungen und die Überwachung von Lieferterminen.

Schließlich wurde Frau XXX für die Dauer von sechs Monaten erneut in der Buchhaltung eingesetzt.

Frau XXX war außerdem fortlaufend mit der Erledigung von Schriftverkehr mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern, der Einholung, Erstellung und Aufbereitung von Informationen und Daten sowie der Anfertigung von Schriftsätzen, Aufstellungen und Statistiken beschäftigt.

Frau XXX hat die ihr übertragenen Aufgaben von Anfang an mit außerordentlichem Engagement ausgeführt und zeigte großes Interesse an ihrer Berufsausbildung. Ihre schnelle Auffassungsgabe und ihr Fleiß haben dazu geführt, dass sie sich rasch mit den jeweiligen Aufgabengebieten vertraut machen konnte und sich mit zunehmender Selbständigkeit durch ihre zügige, umsichtige und zuverlässige Arbeitsweise auszeichnete. Auch starkem Arbeitsanfall war sie jederzeit gewachsen. Die ihr übertragenen Aufgaben hat sie stets zu unserer vollen Zufriedenheit erfüllt.

Das persönliche Verhalten von Frau XXX war jederzeit einwandfrei. Im Umgang mit Vorgesetzen, Kollegen und Geschäftspartnern war sie freundlich, offen und zuvorkommend. Sie förderte aktiv die Zusammenarbeit, akzeptierte sachliche Kritik, war stets hilfsbereit und stellte, falls erforderlich, auch persönliche Interessen zurück.

Wir freuen uns, dass wir Frau XXX im Anschluss an ihre 8. Juli 2004 vor der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld erfolgreich bestandene Prüfung zur Bürokauffrau am in ein befristetes Angestelltenverhältnis übernehmen können.

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Brezel

Mitglied seit
12.12.2003
Beiträge: 654
Hilfreich: 0

Zur Schlußformel noch eins: "...und wünschen ihr für ihre berufliche Zukunft Erfolg" heißt: bei uns hatte sie keinen. Es müßte heißen "weiterhin (viel) Erfolg". Nett wäre "wünschen Ihr für ihren beruflichen und privaten Lebensweg...".

Das Zeugnisbeispiel von Jenna finde ich gut.

Gruß
Brezel

Lunovis mane mortuumst.
Sol ruber atque ips' albumst.
Lunovis.

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