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Aufbewahrungsfrist Personalakten

Sabrina2101

Mitglied seit
20.03.2006
Beiträge: 220
Hilfreich: 0

Also ich kann dir die gesetzlichen Sachen nicht sagen, sondern nur wie wir es handhaben.

Also grundsätzlich werden alle Personalakten bis zum Tode des Mitarbeiters aufbewahrt, falls eventuell mal Nachfragen kommen sollten.

Gruß

Das, was vor uns liegt und das was hinter uns liegt, ist nichts, verglichen mit dem, was in uns liegt.

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henni

Mitglied seit
08.08.2001
Beiträge: 22
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Guten Morgen zusammen,

kann mir jemand die Aufbewahrungsfrist von Personalakten (Azubis) nennen?

Danke
Gruß
Henni

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Krawallo

Mitglied seit
25.10.2001
Beiträge: 18
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Guten Morgen!
habe in meiner 'online-Literatur' mal geblättert:

Arbeitsrecht

Der Arbeitgeber hat die Personalunterlagen so lange aufzubewahren, wie noch mit Ansprüchen des Arbeitnehmers zu rechnen ist. Damit ist grundsätzlich bis zum Ablauf der einschlägigen Verjährungsfristen (Verjährung) zu rechnen, soweit nicht kürzere Ausschlussfristen gelten. Die Verjährungsfristen für arbeitsrechtliche Ansprüche, z. B. den Anspruch auf Ausstellung eines Zeugnisses, betragen 3 Jahre ab Fälligkeit des Anspruchs und Kenntnis des Gläubigers. Innerhalb dieses Zeitraums ist dem Arbeitgeber die Aufbewahrung aller Personalunterlagen in der Regel zumutbar.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, Personalakten sorgfältig aufzubewahren, bestimmte Informationen (insbesondere über den Gesundheitszustand und allgemeine Aussagen über die Persönlichkeit des Arbeitnehmers) verstärkt zu schützen und vertraulich zu behandeln sowie für die vertrauliche Behandlung durch die Sachbearbeiter zu sorgen (BAG, Urteil v. 15.7.1987, 5 AZR 215/86).

Einführung

Die Verjährung eines Anspruchs gibt dem Schuldner eine Einrede gegen den vom Gläubiger erhobenen Anspruch. Die Einrede der Verjährung ist vom Schuldner geltend zu machen, sie wird vom Gericht nicht von Amts wegen berücksichtigt. Die Erhebung der Verjährungseinrede gibt dem Schuldner ein dauerndes Leistungsverweigerungsrecht; der Anspruch bleibt jedoch bestehen. Diese Grundsätze gelten auch im Arbeitsrecht.

Die Verjährung kann nicht ausgeschlossen werden, die Verjährungsfristen können lediglich verkürzt werden (§ 225 BGB). Dabei können Verjährungsfristen für kollektivvertragliche Ansprüche nur durch ebensolche Verjährungsregelungen verkürzt werden, vgl. § 77 Abs. 4 Satz 4 BetrVG. Allerdings ist die Bedeutung der Verjährung aufgrund der weithin gebräuchlichen Ausschlussfristen gering.

Hoffentlich hilt es! Wir heben die Unetrlagen nicht länger als 10 Jahre auf!

viele Grüße
Krawallo

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Wir haben hier noch alle Akten - aus dem 18. Jh

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henni

Mitglied seit
08.08.2001
Beiträge: 22
Hilfreich: 0

Vielen Dank für eure Antworten.

Wir haben uns jetzt auf 10 Jahre geeinigt.

Gruß
Henni

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Skaa

Mitglied seit
14.01.2003
Beiträge: 475
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Ich meine, wir heben die auch 30 jahre lang auf und ich würde das auch empfehlen, denn gerade in großen Unternehmen kommen die seltsamsten Fragen, wenn ausgeschiedene Mitarbeiter ins Rentenalter kommen. Dann noch was nachzuvollziehen, ist ohne Personalakte unmöglich.

[b:2e37b068cf][color=darkblue:2e37b068cf]Skaa[/b:2e37b068cf][/color:2e37b068cf]

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Desperado

Mitglied seit
10.01.2004
Beiträge: 317
Hilfreich: 0

Wir bewahren Personalakten 30 Jahre auf.

Zum einen, weil so lange die Anspruchsdauer auf Arbeitszeugnisse besteht, zum anderen, weil darin bestimmte sozialversicherungsrechtliche Unterlagen enthalten sind, die eine so lange Archivierungsdauer erfordern.

Viele Grüße

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