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Arbeitsanweisung - wie weit kann das gehen?

Maus22

Mitglied seit
17.05.2004
Beiträge: 69
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krank ist krank, das sucht sich in der Regel keiner aus.

Ich finde auch, dass z.B. wenn sie telefoniert, rechts Hörer halten, links mitschreiben - das eine Zumutung ist.

PS: gibt es nicht 6 Monate Lohnfortzahlung???
Liebe Grüße
Marion

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Sehr kurzfristig gedacht von den Chefs...
Zum einen gibt es evtl. schon Probleme mit Duschen, Haare föhnen, anziehen etc. Im Jogginganzug soll sie dann ja wohl auch nicht kommen, gelle
Ich hatte eine OP an der rechten OP, hatte vorher schon Zähneputzen etc. mit links geübt. Föhnen, Bluse zuknöpfen etc. ging aber einfach nicht.
Ich hätte auch nicht gewusst, wie ich zur Arbeit kommen sollen, keine Chance mit Bus und Bahn.
Zudem besteht bei zu starkem Einsatz der anderen Hand die Gefahr der Überanstrengung: Eine Sehnenscheidenentzündung droht.

Ich kenne deine Situation jetzt nicht genau. Vielleicht kannst du die gesammelten Argumente kurz vorbringen und fragen, ob du trotzdem bei ihr nachhören sollst. Wenn ja, würde ich evtl. anrufen und ihr das am Telefon schildern.

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Catsitter2

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21.06.2017
Beiträge: 460
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Mag sein, daß die Arbeitnehmerin beschränkt einsatzfähig ist, das aber entscheidet letztendlich der Arzt, der sie arbeitsunfähig geschrieben hat.

Jeglicher Zweifel an der vollständigen AU kann nur durch einen Vertrauensarzt festgestellt werden. Diese Möglichkeit besteht jederzeit.

Was Dein Arbeitgeber versucht, ist durch die Hintertür an die Arbeitnehmerin zu gehen. Und da er weiß, daß er das nicht darf - unterstellt er doch damit auch dem Arzt, daß dieser eine falsche AU ausgestellt hat - schickt er Dich vor. So was liebe ich ja. Besonders deshalb, weil Du als ihre Kollegin damit durchaus auch in gewisser Weise "mobbst", während Dein Arbeitgeber fein aus dem Schneider ist, weil er sein Vertrauensverhältnis nicht aufs Spiel setzt. Schließlich ist sie nachweislich nicht faulkrank, da reagieren auch Richter heutzutage noch zugunsten von Arbeitnehmern.

Soll er doch anrufen und ihr die Ohren vorjaulen, wie schade es ist, daß sie gerade jetzt fehlt, wo "jede Hand" gebraucht wird und daß er sich auch vorstellen könnte, einen stundenweisen Einsatz zu unterstützen, wenn sie denn fit ist und ihr Arzt das gutheißen würde.

Alles andere kann gerade für Dich schwer daneben gehen...

Bei aller Liebe, aber heutzutage immer mit "faulkrank" um sich zu schmeißen, find ich völlig daneben, erst recht, wenn sie schon Krankengeld bezieht und der Arbeitgeber nicht mehr löhnen muß. Sie fehlt nun wirklich nicht grundlos und wird sicherlich nicht gerne mit der geringeren Lohnfortzahlung leben. Basta. Alleine das morgendliche Duschen und Fertigmachen dauert mit ener Hand Ewigkeiten. Zumal man die Hand doch immer wieder belastet, was zu einer verzögerten Heilung führen kann.

Es grüßt die Catsitter

[color=green:0f17e63000]Ich bin eine Beamtenkatze - ich schleiche mich zur Arbeit, lege meine Pfoten auf den Tisch und warte auf die Mäuse! [/color:0f17e63000]

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Manuela Katharina

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Beiträge: 54
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Liebe Kolleginnen,

ich frage mal detailierter:
Meine Kollegin ist in der 7. Woche krank (linke Hand gebrochen). Unsere beiden Chefs ärgern sich über die AU und haben mir nun den Arbeitsauftrag erteilt, sie nach einer eingeschränkten Diensttauglichkeit zu fragen.

Kurzum: Die Chefs meinen sie könne durchaus kleine Bürotätigkeiten leisten.

Ich WILL diese Anweisung nicht umsetzen. Zumal: Direkt dürfte ich es nicht sagen, es soll so durch die Blume gehen ....
und außerdem ist meiner Meinung nach eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ein Dokument welches ich nicht anzuzweifeln habe.

Eine kurze Anfrage beim Betriebsrat gab eher den Chefs recht. Es sei schon möglich, ein solches Ansinnen an Mitarbeiter zu stellen ....

Nun meine Frage an die Fachfrauen der Nation:
Was würdet ihr machen?

Herzlichst grüßt Manuela aus der Pfalz

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adelaide

Mitglied seit
27.01.2006
Beiträge: 268
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Ich war jetzt gerade 3 1/2 Monate mit einem gebrochenen Bein zu Hause und bin nun für 2 Wochen in Wiedereingliederung mit 6 Stunden. Ich hätte vorher auch noch nicht arbeiten können, da ich mit dem Auto fahren muss, mangels Öffentlicher, und mit dem rechten Bein einfach noch nichts ging. Da müssen die Chefs auch mal durch. Im Allgemeinen wissen die Ärzte schon was sie tun und einem zumuten können.

[size=9:e27a80423f]Jemanden lieben heißt als Einziger ein für die anderen unsichtbares Wunder sehen.
François Mauriac[/size:e27a80423f]

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Allsdruff

Mitglied seit
07.10.2005
Beiträge: 957
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Wenn sie nicht gerade Linkshänderin ist, verstehe ich nicht, weshalb sie zu Hause bleibt, zumal sie ja nach sechs Wochen keine Lohnfortzahlung mehr bekommt.

Ich hatte auch mal eine Kollegin, die sich die linke Hand gebrochen hat und sechs Wochen ausgefallen ist. Mein Chef war auch sauer und hielt es für eine Taktik (damals war die Situation ziemlich verfahren).

Ich finde, sie kann durchaus arbeiten, ist ja nicht bettlägerig.

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dottie_matrix

Mitglied seit
19.09.2003
Beiträge: 654
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Ich hatte mir vor 1,5 Jahren den Fuß gebrochen. Nach 6 Wochen legte mir mein Chef nahe, wenigstens wieder stundenweise zu arbeiten oder man würde sich jemand anderen suchen. Ich war total geschockt, wollte aber meinen Job nicht verlieren. Meine Ärzte waren dagegen, da es aber ein Arbeitsunfall war, durfte die BG alleine entscheiden, ob ich wieder stundenweise arbeite (Wiedereingliederunsmaßnahme) oder nicht. Es war ein großer Fehler - ich musste dann nämlich noch zur Reha und war insgesamt fast 5 Monate krank. Die Wiedereingliederung war also total kontraproduktiv.

Du kannst deine Kollegin ruhig fragen. Aber bitte setze sie nicht unter Druck. Sie braucht dafür eh eine Genehmigung von Arzt und Kasse (das Ganze nennt sich Hamburger Modell, Wiedereingliederungsmaßnahme).

Ich kann die Chefs nicht verstehen - aber setze deinen Job nicht aufs Spiel. Frag die Kollegin.

LG Steffi

[size=10:b15b266005]Das Leben ist ein Nehmen und Kriegen.[/size:b15b266005]

[img:b15b266005]http://www.mysmilie.de/midi-smileys/liebe/1/0014.gif[/img:b15b266005]

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Tamaralein

Mitglied seit
12.02.2006
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mein Mann hatte anfang des Jahres auch einen komplizierten Handgelenarmbruch an der rechten Seite. Er war leider 9 Wochen krank geschrieben. Sein Arzt hat im verboten früher wieder zu arbeiten. Er wollte ein Automatikfahrzeug fahren und dann zu den Kunden raus. (Außendienst lebt vom Verkauf und somit auch der eigene Lohn )
Er hat das garantiert nicht freiwillig gemacht aber hätte er den Arm nicht voll geschont kann das böse Nachwirkungen haben. Mein Mann hat durch den Armbruch eine Einschränkung und kann diese nie wieder voll belasten. Also ich wäre vorsichtig mit solchen Deutungen. "nur Armbruch"

Kennst Du sie gut? Ruf sie doch an? Vielleicht wohnt sie auch sonst wo und hat kaum eine chance mit der bahn ins geschäft zu kommen.

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Hazett

Mitglied seit
17.05.2005
Beiträge: 1164
Hilfreich: 0

[quote:34298d8eaf="Manuela Katharina"]Zumal: Direkt dürfte ich es nicht sagen, es soll so durch die Blume gehen ....[/quote:34298d8eaf]

Die Möglichkeiten der Wiedereingliederungsmaßnahmen haben meine Vorrednerinnen ja schon angesprochen. Sicher, die gibt es.

Ich an Deiner Stelle würde mich gegen Mauscheleien aller Art wehren. Natürlich kannst Du sie fragen - aber dann bitte geradeheraus und nichts mit "durch die Blume".

Herzlichst, Hazett

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ChaCha

Mitglied seit
16.05.2006
Beiträge: 455
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da koch ich gerade hoch, wenn ich so was lese!!

Ich hatte mir vor zwei Jahren (GsD auch Berufs- bzw. WEgeunfall) die rechte Hand sehr komliziert gebrochen, wurde auch sofort operiert. Ich

Die nächsten DREI Monaten stand ich voll unter Schmerzmittel, anders war es überhaupt nicht auszuhalten! Und ich bin bestimmt kein Weichei.

Ich hab mich dann auch bemüht, über das Hamburger Modell (Wiedereingliederung) stundenweise zu arbeiten, aber ich konnt ja nicht mal die Kaffekanne halten. Ich hab alles mit links gemacht - und vieles ging einfach mal nicht.

Ich find das gelinde gesagt, nicht schön, wenn man unterstellt bekommt, man würde sich "anstellen" (und so empfinde ich das Verhalten deines Chefs). DEM wünsch ich echt mal nen schweren Bruch an den Hals!!

Im Gegensatz dazu hab ich mir 1997 (auch sehr kompliziert mit OP) das Sprunggelenk gebrochen, da war ich noch in der Probezeit und war den Job schneller los, als ich gucken konnte..... Hat mir damals schwer zu schaffen gemacht, hab dann aber den Job meines Lebens bekommen (Fügung von oben??).

Wer meint, Geld ist nicht alles, der war noch nie richtig shoppen......

[img:e1df56d0d7]http://www.cosgan.de/images/smilie/musik/k035.gif[/img:e1df56d0d7]

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