Menu

Anordnung von "Minus"-Stunden

La-Luna

Mitglied seit
07.06.2002
Beiträge: 78
Hilfreich: 0

Hallo zusammen,

wer weiß, wie es sich verhält, wenn der AG Minusstunden mangels Arbeit anordnet? Ist das sein gutes Recht?

Ein Arbeitsvertrag ist doch von zwei Seiten über eine bestimmte Anzahl Wochenstunden geschlossen worden...

Wenn der AG keine Arbeit für den AN hat, geht das dann zu Lasten des AN oder darf der auch ablehnen und im Zweifelsfalle Däumchen drehen bzw. verlangen, evtl. aus anderen Gebieten Arbeit zu bekommen?

In der Fertigung wird das praktiziert, dort sind öfter Hochs und Tiefs. Aber unsere Verwaltungsmitarbeiter haben Angst, dass sie evtl. von den Minusstunden nicht mehr "runterkommen".

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Bevor die Firma Kurzarbeit anmeldet und ich dann Verdienstausfall habe lasse ich mein Zeitkonto lieber ins Minus rutschen. Bei uns war das bisher erst einmal der Fall und zum Glück gab es danach wieder Stoßzeiten, in denen ich mein Konto wieder auffüllen konnte.

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Carli

Mitglied seit
22.09.2005
Beiträge: 289
Hilfreich: 0

Bei uns ist diese Handhabung per Betriebsvereinbarung geregelt.

Liebe Grüße
Charlotte

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Mila_2005

Mitglied seit
25.05.2005
Beiträge: 110
Hilfreich: 0

Habt ihr Gleitzeit?

Es wird ja häufiger so gehandhabt, in flauen Zeiten Minusstunden aufzubauen, die dann in stärkeren Zeit abgebaut werden. Im Buchhaltungsbereich zum Beispiel fallen ja in der Zeit der Abschlüsse oft Überstunden an.

Vivir con miedo es vivir a medias.

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

_Sera_

Mitglied seit
22.06.2004
Beiträge: 60
Hilfreich: 0

Also, bei uns gibt's seit ein paar Monaten die Regelung, dass alle ins Minus müssen! Klar kann ich auch Plusstunden aufbauen, aber die werden immer quartalsweise ersatzlos gestrichen.
Ich darf auch bis 50 Stunden ins Soll, probier aber immer bis höchtens
-15 zu gehen, ich muss halt noch Land sehen können...

[size=9:ad46702f91]*Dream on - never surrender*[/size:ad46702f91]

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

La-Luna

Mitglied seit
07.06.2002
Beiträge: 78
Hilfreich: 0

Ja, es gibt Gleitzeitkonten +/- 50 Stunden - aber es ist wohl so, dass die betroffenen Mitarbeiter nicht wirklich ins Minus wollen...

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

La-Luna

Mitglied seit
07.06.2002
Beiträge: 78
Hilfreich: 0

Betriebsvereinbarung haben wir nicht und was bedeutet: "Es gibt die Anweisung"? Gibt's dazu eine Rechtsgrundlage???

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

ich arbeite Gleitzeit und ich möchte auch nicht mehr anders arbeiten. Kann kommen und gehen, wann ich will, muss halt die Arbeit schaffen. Wir haben auch ein Gleitzeitkonto, wo wir auch ins Minus gehen könnten oder, sollte mal eine Auftragsflaute sein und wir länger nicht produzieren, sogar müssen, wenn kein Urlaub usw. mehr da ist. So geschehen zum Jahreswechsel. Da mussten viele Zuhause bleiben und dann eben auch ins Minus. Aber das wollten die wenigstens. Und mal ganz ehrlich, ich möchte auch nicht ins Minus rutschen. Hab da psychologisch Probleme mit. Aber im Zweifelfall müsste ich das auch.

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.

Hazett

Mitglied seit
17.05.2005
Beiträge: 1164
Hilfreich: 0

Die gesetzlichen Regelungen kenne ich nicht - aber eine Grundlage muss es geben, denn in vielen Betrieben meiner Branche (Anlagenbau) ist es üblich.

Ich finde es schade, dass Mitarbeiter hier sehr oft nicht mitziehen - bei uns gibt es Kandidaten die es sogar noch in Zeiten der Unterauslastung schaffen, Ihr Gleitzeitkonto aufzustocken - die also wirklich mit Gewalt heimgeschickt werden müssen. Wenn dann große Projekte da sind, bestehen die Herrschaften auf ihrem Recht, Überstunden abzubauen, weil sie gerne frei möchten. Ziemlich paradox. Sie sehen nicht, dass die Zeiten vorbei sind, in denen ausschliesslich der Arbeitgeber für das Wohl des Arbeitnehmers verantwortlich war - heute ist mehr gefordert.

Diese Kurzsichtigkeit hat hier 2 Mitarbeitern den Arbeitsplatz gekostet - denn wenn die "eigenen" diese Flexibiltät nicht mittragen erwerben wir sie durch den Einsatz von Leihkräften zurück.

Einerseits werden unsere Baustellenmonteure immer etwas herablassend behandelt, aber sie scheinen die einzigen zu sein, die genug psychische Stabilität mitbringen um mit Zeitkonten von +/- 300 umgehen zu können.

Herzlichst, Hazett

Dieser Beitrag wurde 0 mal als hilfreich markiert.
Hinweis: Sie müssen sich einloggen um antworten zu können. Noch kein Login? Hier registrieren.