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ab wann Anspruch auf Arbeitszeugnis

topsi

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@desperado
indirekt haben wir das ja gemacht, nur dem Kind einen anderen Namen verpasst,
Sie hat ein Tätigkeitsnachweis erhalten. Darin enthalten war bereits ihr Aufgabenbereich, die Dauer der Anstellung und als Abschluss die besten Wünsche für ihre Zukunft. Es hieß halt bloß nicht Arbeitszeugnis.
Mein Chef unterschreibt definitiv kein Arbeitszeugnis, worin steht: sie hat die ihr übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erfüllt - das würde ja auch der fristlosen Kündigung widersprechen.

Ich weiß echt nicht, was wir machen sollen. Ich bin der Meinung, daß sie ein schlechtes Arbeitszeugnis sowieso keiner Bewerbung beilegen würde, also könnte man sich das auch sparen.

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Desperado

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Topsi,

sie hat aber keinen indirekten Anspruch darauf, sondern einen direkten. Nur, wo "Zeugnis" draufsteht, ist auch Zeugnis drin. Noch mal in aller Deutlichkeit: Um ein Arbeitszeugnis kommt Ihr nicht herum! Und daher brauchst Du Dir auch keine Gedanken zu machen, was Du tun sollst, weil die Antwort nämlich eindeutig ist. Ihr müßt ein Zeugnis schreiben, ob es Euch paßt oder nicht.

Bei einem einfachen Zeugnis taucht ein solcher Satz, wie Dein Chef ihn fürchtet, auch gar nicht auf. Und selbst wenn sie ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangt (ja, und auch das kann sie vor Gericht einklagen!), habt Ihr genügend Möglichkeiten, einem Außenstehenden deutlich zu machen, daß sie fristlos gekündigt wurde.

Viele Grüße

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Desperado

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Ja, sie hat einen gesetzlichen Anspruch auf ein Zeugnis (BGB, HGB und div. andere Rechtsgrundlagen). Da kommt Ihr also nicht drum herum.

Um Euch die Arbeit zu erleichtern, könnt Ihr ihr anbieten, ihr ein einfaches (vs. qualifiziertes) Zeugnis auszustellen, d.h. keine Angaben zu Führung und Leistung zu machen, um keine negative Bewertung direkt in das Zeugnis einzuflechten. Unter dem Strich ist es allerdings doch eine negative Aussage, wenn in einem Zeugnis genau diese Aussagen fehlen.

Viele Grüße

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Hummel2

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Tja, das Blöde ist eben, daß in einem Zeugnis nichts negatives stehen darf. Deshalb sagt die Zeugnissprache ja bei nur "zur Zufriedenheit erfüllt", daß das im Grunde grottenschlecht war.

Hummel

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topsi

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das ist ja das Problem, es liegt aus unserer Sicht ein massiver Vertrauensverlust vor, daher auch die fristlose Kündigung, die Arbeit im Allgemeinen war auch nicht so erste Sahne, sie war unheimlich oberflächlich, mutete sich mehr zu, als sie wirklich konnte, von daher würde ein Arbeitszeugnis eher schlecht ausfallen

ein verschönertes Arbeitzeugnis würde auch der fristlosen Kündigung in gewisser Weise widersprechen

wir sind halt der Meinung, lieber keins als ein schlechtes

Daher wollte ich wissen, ob sie einen gesetzlichen Anspruch auch ein Arbeitszeugnis hat.

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Hummel2

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Wenn es meine studentische Hilfskraft wäre, bekäme sie das Zeugnis (wir stellen allen unseren HiWis Zeugnisse aus). Und wenn der Grund der Kündigung nicht allzu schwerwiegend ist, dann würd ich`s auch einigermaßen gut ausfallen lassen - auch das wird bei uns so gehandhabt.

Und nach 5 Monaten Arbeit hat man auf jeden Fall Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis.

Gruß Hummel

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topsi

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Bei uns wurde einer studentischen Hilfskraft fristlos gekündigt. Sie war 5 Monate bei uns.
Nun bat sie um Erstellung eines Arbeitszeugnisses. Hat sie bereits Anspruch darauf. Gibt es hierfür Mindestfristen, was die Laufzeit des Anstellungsvertrages betrifft?
Wer kennt sich aus und könnte mir helfen??

Von uns bekam sie bislang nur einen Tätigkeitsnachweis.

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Hummel2

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Ich würde - um sicher zu gehen - einfach mal bei Euch in der Personalverwaltung nachfragen. DIE sollten es Dir eigentlich verbindlich sagen können.

Oder Ihr stellt einfach aus:

Herr/Frau xxx war in der Zeit vom xxx bis xxx als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für xxx (oder wo auch immer) beschäftigt.
Zu den Aufgaben von Herrn/Frau xxx gehörte:

...
...
...
...

Herr/Frau ... hat die ihm/ihr übertragenen Aufgaben zu unserer Zufriedenheit erledigt (das sagt schon genug aus).

Für seine/ihre Zukunft wünschen wir ihr/ihm alles Gute.

Fertig - aus.
Da steht nix Schlechtes und sagt trotzdem viel aus.

Gruß Hummel

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