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Aktuelle Gehaltsstudie working@office

Ali

Mitglied seit
21.12.2013
Beiträge: 3
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Nun ist ja soeben die neue Gehaltsstudie von Kienbaum herausgekommen für Office Fachkräfte. Ich bin gerade in der Bewerbungsphase und habe den Eindruck, dass neue Stellen für wesentlich weniger angeboten werden, als bereits bestehende Stellen. Das, was mir bisher geboten wurde, stimmt nicht im Entferntesten mit der Studie überein, und ich komm nicht mal annähernd an mein bisheriges Gehalt ran. Furchtbar deprimierend. Kurz zu den Eckdaten: Ich such im Münchner Raum, hab 17 Jahre Berufserfahrung, Fachabi, Europa-Sekretärin und grad noch eine zweijährige nebenberufliche Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt IHK abgeschlossen. Zwei Beispiele: Assistentin der GF, durchaus anspruchsvolle Aufgaben für 40.000 k in München, Teamleiter Export mit Personalverantwortung für 45.000 k. Ich bin entsetzt!

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jesko

Mitglied seit
24.04.2015
Beiträge: 6
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Ich versteh nicht ganz wie ich entsetzt verstehen soll. Zuviel, zu wenig? Wir im Norden denken da sicher anders.

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Zauberfee

Mitglied seit
24.06.2014
Beiträge: 26
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Hallo Ali,

die Studien von Kienbaum kenne ich. Allerdings habe ich jedes Jahr das Gefühl, dass diese Gehälter für Office Fachkräfte unrealistisch hoch sind. Das gilt aus meiner Erfahrung vor allem für Gehälter im Osten.

Auch wenn ich weiß, dass im Münchener Raum zumeist sehr gut bezahlt wird, kommen mir die angebotenen Gehälter immer noch gut vor. In meiner beruflichen Praxis habe ich es noch nie erlebt, dass Gehälter in Richtung 40 T¤ für Assistenzkräfte geboten werden. Selbst nicht für Assi GF, Studienabschluss, Erfahrung, Verantwortung etc. Das war auch nicht im Ansatz verhandelbar.

Das ist wahrlich deprimierend. Trotzdem drücke ich dir die Daumen, dass du eine neue Stelle findest, bei der du mit deinem Gehalt zufrieden bist.

Viel Erfolg!
Zauberfee

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Melsi

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1226
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Hallo @All,

also ich denke, dass hier jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und man sich nicht wirklich an diesen Studien orientieren kann.

Mein Gehalt als Assistentin der GF liegt bei 4.300 Euro brutto/Monat. Ich betreue 2 GFs und insgesamt 30 Mitarbeiter in einem IT-Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Im Unternehmen bin ich seit 15,5 Jahren.

Zu meiner Person:
Ich bin 45 Jahre alt, habe eine Ausbildung zur Büroassistentin und zwischenzeitlich 27 Berufsjahre (inkl. Ausbildung) auf dem Buckel. Mein Verantwortungsbereich ist wirklich sehr umfassend. Ich mache für das Unternehmen die gesamte Finanzbuchhaltung (Rechnungserstellung, sämtliche Buchungen wie z. B. Bank, Kasse, Kreditorenrechnungen und Vorbereitung für die Bilanzerstellung). Die monatlich variablen Gehälter unserer Mitarbeiter erstelle ich auch komplett und bin ebenfalls die Schnittstelle zum Steuerbüro, Finanzamt etc. und Ansprechpartnerin bei Betriebsprüfungen.

Hinzu kommt noch die gesamte Verwaltungsarbeit, Fuhrparkmanagement, Personaleinsatzplanung unserer Techniker, Betreuung meiner beiden GFs (inkl. deren Privatkram) usw. usw.

Generell empfinde ich mein Gehalt durchaus als angemessen. Mein Arbeitstag besteht allerdings auch nicht nur aus 8 Stunden pro Tag. Häufig bin ich 9 bis 12 Stunden auf der Arbeit, manchmal auch am Wochenende. Überstunden werden bei mir nicht zusätzlich vergütet, die kann ich abfeiern, wenn es meine Arbeit erlaubt.

Man muss sicherlich auch differenzieren, WAS eine Arbeitskraft leistet, wie sich der Arbeitsplatz gestaltet (Aufgabenstellung etc.), ob Personalverantwortung gefordert ist oder nicht. Man kann nicht pauschal sagen "eine Assistentin hat xxx Euro zu verdienen".

Es ist sicherlich auch immer Verhandlungssache, wie gut oder wie schlecht man sich verkauft, welches Gehalt man entsprechend der Qualifikation fordern kann. Irgendwelche Scheine und Qualifizierungsmaßnahmen (von denen ich übrigens nichts nachweise kann) spielen auch nicht immer eine Rolle. Bei unseren Techniker z. B. sagt es nichts über die tatsächlichen Kenntnisse aus, wenn jemand Bescheinigung von Schulungsmaßnahmen oder Zertifizierungen inne hat. Die Erfahrung kommt in der Praxis und definitiv nicht aus Büchern oder Schulungsmaßnahmen - das ist reine Theorie und unterscheidet sich (leider) sehr häufig von der Praxis!

Wichtig ist auch, welche Kenntnisse man tatsächlich hat und was in den Arbeitszeugnissen an Tätigkeiten bescheinigt wurde. Hat man z. B. nur Kopierkram, Ablage und allgemeine Sekretariatstätigkeiten im Zeugnis stehen, kann man sicherlich auch schlecht über ein hohes Gehalt verhandeln. Das sind m. E. n. Aufgaben, die jeder ungelernte Mensch nach vier Wochen erlernen und machen kann.

So zumindest ist mein Standpunkt zum Thema.

Die Region in der man arbeitet spielt auch eine große Rolle. Gerade in Ballungszentren oder Großstädten werden häufig viel höhere Gehälter gezahlt, als auf dem platten Land oder auch im Osten Deutschlands. Hier spielen dann auch andere Faktoren eine Rolle. Eine Wohnung in München oder Frankfurt ist viel teurer, als vielleicht in Hannover. Auch Preise für Lebensmittel variieren im Bundesgebiet. Es stünde dann in keinem Verhältnis, wenn die Gehälter deutschlandweit gleich hoch sind, dafür die Lebenshaltungskostet eklatant auseinanderklaffen.

Also immer schön gucken, WO sind die Spitzengehälter normal/angemessen, WAS sind für Positionen genannt und WELCHE Kenntnisse werden gefordert

Ein heikles Thema, zu dem man sicherlich mal wieder viele Stellungnahmen im Forum lesen wird. Ich bin sehr gespannt

LG, Melsi

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MSmith

Mitglied seit
13.05.2015
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Ich verdiene ein bisschen weniger, arbeite aber nur sieben Stunden am Tag, bei Gleitzeit. Umgerechnet auf 9 Stunden würde ich etwas mehr verdienen als du, würde aber nicht so lange arbeiten wollen.

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Michelle

Mitglied seit
20.11.2008
Beiträge: 128
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Hier auf dem Land kann man von solchen Gehältern nur träumen Wenn man 15 Euro pro Stunde bekommt, ist man schon an der Obergrenze.

Bei den großen Industriefirmen, Banken und Autoherstellern wird besser bezahlt, als in unserer Branche. Aber genaue Gehälter kenne ich da leider nicht.

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MSmith

Mitglied seit
13.05.2015
Beiträge: 5
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Bei mir ist es Tarif nach IG Metall Bayern, kommt natürlich auch auf die Einstufung an.

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mut

Mitglied seit
05.06.2008
Beiträge: 116
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Hallo, zusammen,

weiß jemand, wie man an die Kienbaum-Studie kommt?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Einen schönen Resttag und ich wünsche allen besseres Wetter!

Viele Grüße
mut

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mut

Mitglied seit
05.06.2008
Beiträge: 116
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Sorry, noch eine Ergänzung:

... ich meine natürlich an die AKTUELLE Kienbaum-Studie

Viele Grüße
mut

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jesko

Mitglied seit
24.04.2015
Beiträge: 6
Hilfreich: 0

Und gerade in Süddeutschland bzw. in Städten wird viel besser bezahlt als bei uns im Norden.

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