Püschologie?

esbe

Mitglied seit
08.11.2006
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Hallo,

die erste Arbeitswoche ist überstanden, aber jetzt beschleichen mich fürchterliche Gefühle. Da alles neu in diesem Büro für mich ist, habe ich den Eindruck, grundsätzlich alles falsch zu machen. Kennt ihr das? Es sind alle nett und freundlich, aber so unterschwellig köchelt da Angst in mir.

Ich versuche mich ja anzupassen wie und wo es geht, vergesse Dinge und bin zum Teil auch überfordert, da ich diese Projekte ja alle noch nicht kenne. Ich verstehe nicht, dass Briefe wie zu Urzeiten formatiert sind, diese immer wieder verwendet werden und es nervt, wenn man z. B. mit der Entertaste auf die nächste Seite hoppelt.

Darf ich meinem Chef sagen, dass man das eigentlich anders macht? Oder das man schon seit Jahren im Anschriftenfeld zwischen Straße und Ort keine Leerzeile mehr setzt? Ich soll die Büroorganisation da übernehmen, aber wie mache ich das, wenn man alles beim Alten belässt und es bestimmt Vereinfachungen gäbe. Täglich bete ich mir vor \"langsam, immer schön langsam, es wird schon werden\" und trotzdem fällt es mir schwer.

Was sagt der Rat weisen Sekkis hier im Forum???

Liebe Grüße von der regelrecht erschöpften

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.

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TraumSekki

Mitglied seit
03.02.2011
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Hallo liebe Esbe,

wow, freu dich! Du hast schon eine Woche geschafft und am Ende dieser Woche darfst du wahrscheinlich endlich mal wieder eine ECHTE Gehaltsabrechnung in der Hand halten! Das ist doch schon mal viel wert!

Esbe, mach dir bitte noch nicht so viele Gedanken. Es gibt nichts Schlimmeres, als dass du dir selbst die Anforderung setzt, innerhalb von einer WO alles in der Firma zu kennen und verbessert zu haben!

In jedem ordentlichen Unternehmen weiß man, dass ein Mitarbeiter sich auf jeden Fall 3 Monate richtig einarbeiten sollte. In der Zeit solltest du also wirklich die dämlichsten Fragen stellen, die es gibt, denn nach 1 Jahr wär\'s ja dann schon wieder peinlich

Bzgl. deiner Änderungsvorschläge kann ich dir nur den Tipp geben, nicht alles von heute auf morgen oder gar sofort ändern zu wollen. Es ist immer schwer, alte Gewohnheiten aufzugeben und neue Strukturen zu verinnerlichen. Ich würde zusehen, dass ich sämtliche Prozesse, die bestehen kennen lerne und zwar mit allen Vor- und Nachteilen. Da kannst du dann in ein paar Monaten auf deinen Chef zugehen und sagen: \"Herr XY, dieses System find ich richtig gut, weil das und das, allerdings benötige ich im folgenden Schritt immer 10 min. für das und das. Vielleicht kann man das so und so effektiver gestalten, was halten Sie davon?\" - und dann kannst ja auch mit der neuen DIN kommen und die Leerzeile aus den Vorlagen nehmen

Alles Liebe und weiterhin viel Erfolg!

LG,
TraumSekki

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Frau-Urmel

Mitglied seit
11.05.2009
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Hallo Esbe,

ich sehe das wie TraumSekki. Mach immer einen Schritt nach dem anderen. Arbeite Dich langsam und gründlich ein und dann kannst nach und nach versuchen die alten Angewohnheiten zu verändern. Mach Dich nicht verrückt, man kann nicht nach einer Woche alles Wissen. Freu Dich über jeden kleinen Fortschritt von Dir, das motiviert.

Ich drücke Dir die Daumen, dass Du Deine innere Ruhe findest, dann geht alles fast von allein.

LG
Frau Urmel

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Cay

Mitglied seit
07.07.2011
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Hallo espe,

selbst wenn man lange in einen Betrieb ist kann man sich immer wieder überfordert fühlen, ob jetzt durch neue Aufgaben, seltene Aufgaben oder einfach komplizierte und ungewöhnliche Aufgaben.
Ich schließ mich den vorangegangenen Aussagen an, mach dich nicht verrückt, arbeite dich gründlich ein und denk daran, jeder Motor muss sich erst einlaufen.
Was die Gefühlslage angeht würde ich dir raten mal über Bachblüten nachzudenken. Ich selbst leide unterfurchtbarer Prüfungsangst und alle Situationen in denen ich ‚geprüft‘ werde (alles was ich tue und direkt bewertet wird) für mich Horror sind, habe ich immer „Notfalltropfen“ in der Tasche. Für mich etwas wunderbares ohne Risiken und Nebenwirkungen. Wenn es dich interessiert kann ich dir gerne mehr dazu sagen.
Liebe Grüße
Cay

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Bekiwe

Mitglied seit
13.09.2011
Beiträge: 4
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Hallo Esbe,

ich glaube ich kann es langsam nachempfinden was du gerade durchmachst.
Anfang 2012 geht es bei mir los!
Ich schließe mich den anderen an: LASS DIR ZEIT!
Sammle deine Verbesserungsvorschläge, evtl. auch für ein möglichen Zwischengespräch wo du dann \"punkten\" kannst.
Lerne die Prozesse wie sie sind und nebenbei kannst du dir deine Notizen pflegen.
Ich bin immer optimistisch: ALLES WIRD GUT!

Weiterhin VIEL ERFOLG!!!

LG

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esbe

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 782
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Hallo Cay,

danke für den Tipp, aber ich habe auch Rescue- Tropfen, für day und auch für night. Nehme ich auch und trotzdem kommt täglich ein neuer Klopps, der mich aufregt. Heute: Mein PC verändert selbsttätig die Schriftgrößen im Dokument, wer war´s? Frau esbe! Und diese Anweisungen \" wenn du hier und da drückst, dann...ich bin jetzt mal wieder weg\". Grrrr

Aber ehrlich gesagt, wenn man hier dann mal schreiben kann, wird der Frust schon erträglicher.

Liebe Grüße

esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.

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Melsi

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 938
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Huhuuuu Esbe,

wie schon geschrieben: In der Ruhe liegt die Kraft und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut

Lass Dich nicht stressen bzw. hetzen. Gut Ding will eben Weile haben. Das das Eine oder Andere nicht auf Anhieb klappt, ist auch völlig normal und Dein Arbeitgeber wird das sicherlich auch wissen.

Du schaffst das alles, davon bin ich überzeugt und ich glaube, unsere Mädels im Forum sehen das auch so

Vertraue einfach auf Dich und Deine Kenntnisse und Du wirst sehen, alles wird gut

TSCHACKA - DU SCHAFFST DAS

GGLG, Melsi

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Julia

Mitglied seit
08.04.2009
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Hallo esbe,

Du machst das schon! Vertrau Dir einfach und lass Dich nicht verrückt machen.

Die Kolleginnen hier im Forum haben schon viele gute Tipps und Ratschläge abgegeben, deshalb kann ich mich da nur anschließen.

Für\'s \"Dampf ablassen\" oder hast Du ja uns mit unseren offenen Ohren.
Zum Aufbauen gibt\'s dann und Schoki oder und den einen oder anderen guten Tipp und dann sieht die Welt schon wieder anders aus.

Einen Tipp zum \"dann klick mal hier und dann da und tschüss\" habe ich noch: bitte die Kollegin es Dir noch mal \"langsam zum Mitschreiben\" zu zeigen (so dass Du wirklich mitschreiben kannst), weil Du sie ja dann viel weniger in Anspruch nimmst - vielleicht ist sie dann nicht mehr ganz so schnell. Es klappt übrigens noch besser, wenn man vorher die Kollegin bittet, es mal - so wie ihre Zeit es erlaubt - selbst aufzuschreiben (dazu haben die Wenigsten Lust) und erklären dann langsamer .

Gruß
Julia

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esbe

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 782
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Kollegin?

Ich habe keine Kollegin die mich einarbeiten würde! Das ist Chefsache! Die Stelle gab es vorher nicht! Er persönlich zeigt mir die Dinge und ist aber durch die Flut der Termine immer auf dem Sprung! Ist natürlich schlecht für mich und wenn ich dann nach meinem Wissen die Dinge bearbeite, ist es wieder nicht richtig. Da beißt sich die Katze in den Schwanz und ich mir auf die Zunge. Unfreundlich ist mir noch keiner gekommen, aber ich selber habe ein schlechtes Gewissen, denn eigentlich tendiere ich dahin, lieber alles 150% zu machen als Fusch abzuliefern. Vielleicht erlebe ich ja einen Tag, an dem mal Zeit ist und ich so die ein oder andere Frage klären kann.

Ich habe ganz schlicht und einfach Angst, da zu versagen, denn ansonsten ist es dort herrlich zu arbeiten! Ehrlich!

Liebe Grüße
esbe

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.

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Suse

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08.11.2006
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Hallo esbe,

ich denke es ist richtig, die Dinge langsam anzugehen, schnell hat man sonst einen Ruf weg und verärgert sich nur die Mannschaft. Allerdings sollte es in meinen Augen möglich sein, Kleinigkeiten schon bei Zeiten in Angriff zu nehmen.
Was hat er denn für eine Erwartung an Dich, erwartet er Eigeninitiative und Mitdenken und erhofft sich auch Verbesserungen? Dann ist das Deine Aufhängung finde ich.
Kannst Du ihn direkt fragen, wie er es gerne hätte, wenn Dir etwas auffallen würde, was nicht korrekt läuft, wie diese Adressgeschichte zum Beispiel? Diese Änderung bedeutet ja keine Revolution den anderen gegenüber und wäre einfach zu machen.
Wenn er eher abwartend da ist, dann ist das so und Du arbeitest einfach für Dich weiter und fasst da nach und nach Fuß. Gut Ding will Weil haben und Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, sind doch tolle Sprüche Stress Dich nicht, anderen würde es ganz genauso ergehen auf dieser Stelle, okay? Und Du kannst nur von dem Input leben, den Du bekommst. Vielleicht hast Du ja mal Gelegenheit mit Cheffe drüber zu reden. Aber auf jeden Fall ist schon mal schön, dass Du Dich wohlfühlst!

LG Suse

Behandele andere so, wie Du selber behandelt werden möchtest!

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