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Mal ein Dankeschön einfordern?

Magdalena

Mitglied seit
04.11.2014
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

Guten Tag

Es geht um einen Kollegen, der bis vor einer Umstrukturierung mein direkter Vorgesetzter war. Ich erledige immer noch recht viel Arbeit für ihn und sein Team und er kann sich wirklich nicht beklagen, nicht einmal habe ich mein Aufgabenheft konsultiert und ihn oder ein Teammitglied abgewiesen und auch inhaltlilch hatte er bisher nichts zu beanstanden.

Ich jedoch langsam ... noch bis 1.5 Jahre nach der Umstrukturierung hat sich Geben und Nehmen die Wage gehalten. Beispielsweise bedankt er sich bei seinem Team udn MA, die eng mit ihm und seinem Team zusammengearbeitet haben, einmal pro Jahr mit einem gepflegten Mittagessen. Bisher war ich wie selbstverständlich dabei, auch noch nachdem er nicht mehr mein VG war, nur dieses Jahr nicht mehr. Dann organisiere ich für ihn einmal pro Jahr einen grossen Kundenanlass. Es hat auch letztes Jahr alles geklappt und er hat sich bei seinem Team bedankt und alle während der Veranstaltung aufstehen lassen und vorgestellt inkl. zwei Praktikantinnen. Mich hat er vergessen, obwohl ich das Ganze organisiert habe.

So ist es weitergegangen das ganze Jahr über: wir haben aber ein gutes Verhältnis, immer noch, er ist nett zu mir, aber ich hätte einfach gerne mal ein Dankeschön von ihm, insbesondere, wenn ich wieder mal was erledigt habe, was eingentlich sein Job war oder der eines seiner Teammitglieder.

Ich habe auch schon mit ihm gesprochen und er hat sich entschuldigt. Nur früchte ich, dass sich nichts ändert. Ich verlange ja nichts Unmögliches, sondern nur eine Behandlung, wie er sie mir jahrelang hat zukommen lassen und immer noch anderen zukommen lässt.

Was könnt ihr mir empfehlen? Mal ein Mail schreiben, nachdem ich wieder eine umfangreiche Arbeit für ihn erledigt habe ohne ein Dankeschön?

Ich weiss ja, dass ich zum Arbeiten angestellt bin und mein Gehalt bekomme, aber wenn ich mich noch lange als MA zweiter Klasse fühle, dann leidet auch die Arbeit.

Liebe Grüsse

Magdalena

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heddix

Mitglied seit
16.11.2006
Beiträge: 3370
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Hallo,

du möchtest eine Empfehlung: Besuche ein Seminar "Lernen Nein zu sagen" !!!

Er ist nicht mehr dein VG und zu seinem Team gehörst du scheinbar auch nicht. Da stellt sich mir die Fragen, wieso du überhaupt etwas für ihn arbeitest. Bist du mit deinen eigentlichen Aufgaben nicht ausgelastet? Was sagt dein VG dazu?

Solche Typen nutzen gutmütige Menschen wie dich gerne aus, aber beim Dankesagen wirst du eben "vergessen", da du ihm eben doch nicht so wichtig bist.

So würde ich es machen:
Bei einem nächsten Auftrag, den er an dich heranträgt, solltest du ihm sagen, dass du derzeit voll eingespannt bist und er die Aufgabe doch bitte an sein Team delegiert.

Nur Mut, Du fühlst dich hinterher besser, glaube mir.

Gruß
heddix

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gitti

Mitglied seit
15.07.2009
Beiträge: 124
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Hallo Magdalena,
ich glaube, irgendwer hier im Forum hat mal den hübschen Begriff vom DVD geprägt. Das ist der Depp vom Dienst, der bzw. die, die immer macht, alles gut und zur Zufriedenheit macht, allen hilft und die letzte ist, die nein sagt. Und das Danke - das geht dann an andere....
Die Idee von Heddix finde ich gut, denn "nein sagen" kann unglaublich schwer sein, und wenn wir das nicht könnten, macht es Sinn, es zu lernen.
Gitti

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Magdalena

Mitglied seit
04.11.2014
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

Hallo

Vielen Dank erstmal. Ein Problem bei uns ist, dass ich emotional immer noch seine Assistentin bin und er emotional immer noch ein wenig mein Chef. Das Abgrenzen wird extrem schwierig. Ausserdem, es ist ein wenig kompliziert, muss ich per Aufgabenheft noch gewisse Aufgaben für ihn erledigen. Ist ja auch in Ordnung. Aber eben: ich hätte gerne mal ein Dankeschön. Das kostet ja nichts und über 10 Jahre gings ja auch.

Ich habe nun viele Coaching-Bücher gelesen und denke, wir müssten uns wirklich mal "emotional" verabschieden. Wenn ich Pflichtenheftaufgaben für ihn erledige, kann ich das emotional noch unter "Job, für den man bezahlt wird" abbuchen, aber wenn ich Aufgaben mache, die nicht mehr darunter fallen, fühle ich mich ver...

Das Problem ist, dass er eben auch noch irgendwie verbacken ist (wir hatten ein zwar immer profesionelles, aber sehr nahes Verhältnis) und auch mir oft so zur Seite steht, wie er es früher als Vorgesetzter musste, wie es aber nicht mehr seinem Job entspricht.

Langsam verstehe ich, weiso einem anderen ehemaligen Untergebenen von ihm von seinem neuen VG strikt untersagt wurde, uns zu helfen. Er ist auch innerlich von meinem Ex-VG (er war seinerzeit sehr beliebt) nicht losgekommen.

Nein sagen geht also und auch wieder nicht, da ich ja gewisse Aufgaben erledigen muss. Ich kann höchstens Nein sagen bei den Aufgaben, die nicht mehr in meinen Zuständigkeitsbereich gehören. Aber oft handelt es sich um Kleinigkeiten und ich bin völlig überrumpelt und sage dann doch ja.

Ich habe ihn mir aber neulich zur Brust genommen und ihm gesagt, dass ich gerne anständige Arbeit abliefere, aber auch gerne wie eine geschätze MA behandelt werden möchte. Mal sehen, ob es wirkt. ich bin skeptisch.

Gruss

Magdalena

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Zauberfee

Mitglied seit
24.06.2014
Beiträge: 26
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Hallo Magdalena,

eine komplizierte Sache. Trotzdem musst du aus meiner Sicht wirklich lernen "nein" zu sagen bei Dingen, für die du nicht mehr zuständig bist. Wie du die Sache geschildert hast, haben du und deiner ehemaliger Vorgesetzter nach wie vor ein gutes Verhältnis, trotzdem vergisst er regelmäßig, sich für dein Engagement zu bedanken. Das ist nicht nur Zufall, dass er es "einfach" immer wieder vergisst und dich z.B. bei dem großen Kundenevent regelrecht brüskiert, indem er sich bei allen anderen nur nicht bei dir bedankt. Da dich die Sache mit der fehlenden Anerkennung massiv stört, musst du schon in deinem Interesse nein sagen. Sonst ärgerst du dich immer wieder. Und wofür? Wie ich dich verstanden habe, erbringst du nicht wenige zusätzliche Aufgaben für ihn und sein Team, die nicht in deinem Pflichtenheft stehen. Das muss schon, wenn schon nicht monetär, in angemessener Weise gewürdigt werden. Selbst ein Dankeschön ist meines Erachtens in diesem Fall nicht ausreichend. Wie du schilderst, hilfst du nicht nur hin und wieder bei Kleinigkeiten aus Gefälligkeit aus, sondern scheinst für ihn so einiges zu erledigen. Das geht auf deine Kosten. Wofür?

An deiner Stelle würde ich mir vorher in Ruhe überlegen, welche Aufgaben du mit welcher Begründung ablehnen könntest. Höflich aber bestimmt. Das musst du dann immer im Hinterkopf behalten, wenn er dich fragt, damit du nicht wieder überrumpelt wirst. Notfalls bitte um kurze Bedenkzeit. Im Zweifelsfall merkst du dir das Gefühl, wie es war, als du nicht zum Dankeschön-Mittagessen eingeladen warst. Das hilft vielleicht, das Nein durchzuhalten. Hin und wieder kannst du ja, wenn du das möchtest (aber nur dann), etwas für ihn erledigen.
Eine andere Überlegung ist, direkt mit deinem jetzigen Chef zu reden, wie du dich verhalten sollst, wenn nach wie vor weitere Aufgaben von ihm an dich herangetragen werden, für die du nicht zuständig bist. Vielleicht kannst du ihm sagen, dass es in der Übergangszeit in Ordnung war, jetzt aber die Forderungen überhand nehmen. Schließlich musst und willst du die Aufgaben für ihn erledigen. Das hat Priorität.

Wünsche dir viel Erfolg. Trenn dich emotional. Den Ex-Chef ist nett zu dir, weil er etwas von dir will. Wie er deine Leistung wertschätzt, zeigt er klar in seinem Verhalten.

Zauberfee

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Melsi

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1226
Hilfreich: 1

Hallo

also ich kann mich den Mädels nur anschließen und habe die gleiche Meinung, wie meine Vorrednerinnen.

Für mich ist es irgendwie nicht nachvollziehbar, dass Du die Arbeit für diesen Mann erledigst, er sich aber in keinster Weise bei Dir dafür bedankt oder Dich mal lobend vor der Mannschaft erwähnt. Das ist irgendwie respektlos.

Allein das wäre schon ein Grund für mich, mir die Arbeit von dieser Person nach und nach vom Hals zu schaffen und "nein" zu sagen.

Es hat auch nichts damit zu tun, dass Du Dich Deinem Ex-Chef irgendwie noch verpflichtet fühlst. Er ist nun mal auch nicht mehr Dein Chef! Man hilft ja gerne mit und erledigt sicherlich auch mal Arbeiten, die nicht zum direkten Arbeitsbereich gehören. Aber ich persönlich würde mich nicht ausnutzen lassen. Ein Chef oder Kollege muss sich auch nicht permanent bei mir bedanken, wenn ich was für diese Person erledige. Aber mal ein gesprochenes Dankeschön oder eine lobende Erwähnung im Team würde ich schon erwarten.

Ich habe hier auch Leute, die gerne mal die ungeliebte Arbeit abdrücken. Zwischenzeitlich filtere ich die Vorgänge aber auch, sonst würde ich meine Arbeit liegen lassen und nur noch deren Kram erledigen. Das geht auch nicht. Es sollte ein Geben und Nehmen sein. Gibst du mir was, dann revanchiere ich mich auch gerne dafür. Ansonsten "rutsch mir doch den Buckel runter".

An Deiner Stelle würde ich die ganze Sache wirklich mal genau überdenken und mir die Frage stellen: Wozu mache ich das eigentlich? Was habe ich für einen Nutzen davon? Haben nur andere Personen was davon oder bringt es mir persönlich auch etwas?

Vielleicht stellst Du dann auch fest, dass Du einfach mal etwas egoistischer sein solltest. Neinsagen hilft oftmals auch, um sich einen gewissen Respekt zu verdienen. Sagst Du immer nur ja, dann wirst Du ständig ausgenutzt und ärgerst Dich darüber.

Gutes Gelingen!

LG, Melsi

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Dummerle
Dummerle

Hallo,

kann den anderen nur zustimmen, du musst das Wort "Nein" öfters gebrauchen. Denke, du wirst auch privat selten nein sagen und oft Dinge für andere erledigen.

Das habe ich früher auch gemacht. Doch jetzt ist Schluss damit und diese kleine Fragerunde an mich selbst, hat mir geholfen.

Frage: Ist das "meine Sache", also gehört das wirklich zu deinen Jobaufgaben?

1. Antwort Ja: dann ist es klar und du machst es.

Antwort Nein: dann kommt die

Frage: Will ich das überhaupt machen? Ja, ich will.
Habe ich die Zeit dazu? Zeit habe ich. Dann mach es.

Jedoch wenn du keine Zeit hast, sagst du klar und deutlich NEIN.

2. Antwort Nein: Es ist nicht deine Sache und du willst es auch nicht machen, somit sagst du ebenfalls einfach nur NEIN.

Mit diesem kleinen Fragespiel machst du dir immer deutlich, ob du es erledigen musst oder ob du es wirklich machen möchtest. Am Anfang fällt es dir vielleicht noch etwas schwer, doch mit der Zeit wirst du nur noch auf deine wirklichen Aufgaben angesprochen und auf keine undankbaren Zusatzaufgaben.

Du wirst dich auch befreiter fühlen, denn du machst alles bewusst und ohne dich selbst zu verbiegen. Ich wünsche dir viel Erfolg.

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Magdalena

Mitglied seit
04.11.2014
Beiträge: 7
Hilfreich: 0

Hallo

Vielen Dank erstmal für eure Antworten.

Grundsätzlich ist es so, dass ich gewisse Arbeiten für ihn in meinem Aufgabenheft stehen habe. Gleichzeitig versuche ich es für die Firma so gut wie möglich zum machen. Als Beispiel: Ich organisiere für ihn, wie gesagt, einen grossen Kundenevent. Das ist meine Aufgabe. Dafür sucht er immer möglichst tolle externe Referenten und einer, den er für dieses Jahr angefragt hat, hat abgesagt. Ich habe dann angeboten, meine privaten Kontakte einzusetzen und via einen guten Bekannten (der dann dafür eingeladen wird an den Event) für einen externen Referenten angefragt, der wäre dann wirklich toll.

Wir wissen noch nicht, ob er kann, der Referent, wir haben aber bereits eine erste Antwort erhalten. Er, mein Kollege, hat sich auch hier nicht bedankt, keine Spur und wenn der Referent kann, dann ist er wieder der tolle Held, der die tollen Leute zu sich holt.

Dann ist noch passiert: mein Ex-Team geht wieder mal auf ein Bier, ich war früher auch immer dazugeladen, Jahre lang. Ich habe gefragt, ob ich mitgehen dürfe (es ist, Mensch, nur ein Bier nach Feierabend) und nein, ich darf da nicht mehr mitgehen. Ob nur dieses Mal nicht oder immer ... keine Ahnung. Es ist nur ein Bier nach Feierabend und nicht so wichtig. Wichtig ist das, was dahinter steht. Ich komme mir nun ziemlich dämlich vor, als wäre ich nicht mehr gut genug, mit seinen Leuten am gleichen Tisch zu sitzen.

Nun habe ich beschlossen, mal kurz professionelle Hilfe in Form eines Coachings anzunehmen. Wenn er weiter mit mir so umgeht, wirklich teilweise blossstellend und demütigend, so empfinde ich es, dann kann ich nicht mehr für eine einwandfreie Arbeit garantieren.

Eines ist aber klar: ich war auf der falschen Schiene. Ich dachte immer, wenn ich noch mehr mache, wenn ich noch mehr Einsatz zeigen würde, würde er mich wieder achten, aber ich fürchte, das Gegenteil ist der Fall.

Liebe Grüsse

Magdalena

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Melsi

Mitglied seit
08.11.2006
Beiträge: 1226
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Hallo Magdalena,

also das ist jetzt ja noch die Oberkrönung! Du wurdest nicht zum Feierabend-Bierchen eingeladen und nach Deiner Nachfrage hat man Dir eiskalt gesagt, dass Deine Anwesenheit nicht erwünscht bzw. gewollt ist?! Also das schlägt dem Faß den Boden aus!

An Deiner Stelle würde ich mich aus der ganzen Sache zurückziehen. Mache Deinen Job, erledige DEINE Aufgaben und damit gut. Hilfsbereitschaft hin oder her, aber DAS würde ich mir jetzt definitiv nicht mehr geben.

Ich selbst engagiere mich in meiner Firma auch über die Maßen. a) arbeite ich dort seit 15 Jahren als Assistentin der Geschäftsführung, b) habe ich kein Kind und die Firma ist quasi mein Baby (weil ich das Unternehmen mit aufgebaut habe) und c) ist mein Lebensgefährte auch mein hiesiger Geschäftsführer. Also habe ich zig Gründe, warum ich mich engagiere und vielleicht auch mehr Dinge erledige, als ich müßte. Schließlich soll es dem Baby auch gut gehen und groß werden.

Ich arbeite wirklich sehr sehr gerne und meine Kollegen mag ich allesamt auch gerne. Aber wenn man mich so ins Aus kicken würde, wäre bei mir Schicht im Schacht. Geben und nehmen - ein einfaches Prinzip!

Man ist doch nicht der DVD (Depp vom Dienst) oder AVD (Ar*** vom Dienst) und kein Angestellter darf sich von einem anderen so ausbeuten lassen.

Ein Chef hat sicherlich das Recht, einem Arbeitsaufträge zu erteilen, die manchmal auch über das Ziel hinausschießen und eben mehr Engagement verlangen. Aber dafür ist es eben auch der Chef. In Deinem Fall ist der Typ nicht (mehr) Dein Chef, also was will er von Dir? Er hat doch genug Leute um sich herum und dann sollen die sich eben um seinen Kram kümmern. Vielleicht wollen die die Aufgaben aber auch nicht erledigen, weil sie a) wissen, dass er die Mannschaft nur mißbraucht oder b) weil er kein Chef ist und sie auch dann die Erfordernis nicht sehen.

Der Mensch ansich ist so gestrickt, dass er immer nur den Weg des geringsten Widerstandes geht. In Dir hat der Typ eben jemanden gefunden, der nicht nein sagen kann. Somit hat er leichtes Spiel und muss auch nicht lange diskutieren.

Du solltest in Ruhe mal darüber nachdenken ... ich persönlich bin der Meinung, dass Du dafür auch kein Coaching-Seminar brauchst! Einfach nur mutig sein, an sich arbeiten und hier und da nein sagen. Das ist die halbe Miete.

Also Kopf hoch und trau Dich einfach! Du wirst sehen, alles kann gelingen, wenn Du es nur wirklich willst

LG, Melsi

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Zauberfee

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24.06.2014
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Liebe Magdalena,

das Verhalten deines Ex-Chefs und der Kollegen ist ja ein Schlag mitten ins Gesicht. Lass dich davon nicht unterkriegen. Du machst sehr engagiert deinen Job und hast das nicht verdient. So etwas Gemeines macht man nicht und mit diesen Leuten würde ich in Zukunft meine private Zeit nicht mehr verbringen wollen. Jetzt hast du auch ohne Coaching einen zwingenden Grund, dich emotional zu lösen und den finalen Schlusspunkt zu setzen. Pflichtenheft! Darüber hinaus würde ich jede weitere Aufgabe nett und freundlich zurückdelegieren. Und die Aufgaben, die du für ihn machen musst, werden so gut wie immer erledigt, nur das Extra obendrauf schenkst du dir und machst pünktlich Feierabend. Du hast deine Aufgaben und er seine. Für seine hat er sein Team! Und ganz ehrlich, du bist mittlerweile so wütend und enttäuscht, dass selbst ein ehrliches Danke von ihm die Sache nicht mehr in Ordnung bringen könnte. War er früher als dein Chef wirklich so anders? Oder hat er dich mit einem netten Lächeln im Gesicht schon immer ausgenutzt?

Dein Engagement in allen Ehren. Es ist toll, wenn sich Leute so für ihre Firma einsetzen. Das macht gute Assistentinnen aus. Aber vergiss bitte dich dabei nicht dich. Was ist dein Lohn für deine Anstrengungen? Sieht überhaupt jemand deine extra Arbeit? Dein Ex-Chef hat übrigens auch eine Verantwortung für die Firma, der er gerecht werden muss und für die er mit Sicherheit gut bezahlt wird. Mach nicht seinen Job und lass ihn dafür die Lorbeeren kassieren.

Versuch dich auf deinen jetzigen Chef zu konzentrieren. Die Arbeit für ihn hat Priorität. Wenn du das Engagement für den Ex-Chef runterfährst, kannst du ihn vielleicht mehr unterstützen, neue Aufgaben oder Projekte übernehmen. Sprich mit ihm und mach ihm Vorschläge. Dann hast du auch Rückendeckung, wenn dein Ex-Chef weiterhin mit Zusatzaufgaben kommt. Besteht die Möglichkeit, die Aufgaben, die noch in deinem Pflichtenheft für deinen Ex-Chef stehen, nach und nach auf dessen Team zu übertragen?

Gibt es in deinem jetzigen Umfeld ein Team, mit dem du gut klar kommst und dort den sozialen Anschluss und die Anerkennung bekommst, die du möchtest? Dann hättest du genügend Rückenhalt.

Wünsche dir viel Kraft für die Umsetzung. Aber ich bin sicher, dass es dir deutlich besser gehen wird, wenn du die erste Zusatzaufgabe abgelehnt hast.

Zauberfee

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