Arbeitszeitenänderung - wie argumentiere ich am besten?

schnuffeline

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Hallo ihr Lieben,

ich schlage mich schon länger mit dem Gedanken rum, evtl mal bei Cheffe anzufragen, ob es nicht möglich ist, meine Arbeitszeiten um eine halbe bis eine Stunde vorzuverlegen. Natürlich in erster Linie, damit ich abends selbst noch was vom Tag habe, aber andererseits habe ich auch gemerkt, dass ich viel besser/produktiver arbeiten kann, wenn ich allein im Büro bin und meine Ruhe habe.

Nur, wie argumentiert man in einem Gespräch am besten? Natürlich würde ich letzteren Punkt mit der besseren Produktivität als erstes und wichtigstes anführen. Es gibt ja einige Arbeiten, die ich schon vorbereiten/erledigen kann, ohne dass jemand im Büro sein muss (Reisekostenabrechnung, Postbearbeitung etc.). Und meistens ist abends in der letzten Arbeitsstunde nicht mehr sooo viel los, die Telefone können notfalls auf Zentrale umgeleitet werden. Meinen privaten Nutzen würde ich nicht erwähnen, das ist meinem Chef wohl ziemlich egal.

Wie würdet ihr das Gespräch aufbauen? Ich bin leider nicht so geübt in solchen Gesprächen.

Sonnige Grüße kurz vor Ostern von
schnuffeline

Muss nur noch kurz die Welt retten....

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pegattac

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Hallo Schnuffeline,
du liegst schon ganz richtig. So eine Änderung sollte zuallererst einen Vorteil für deinen Chef und die Firma darstellen, damit du sie "verkauft" bekommst.

Also z.B. den Tag optimal vorbereiten. Wichtige Dinge in Ruhe bearbeiten - bessere Konzentration. Trage alles zusammen. Wieviel Zeit brauchst du für eine schwierige Arbeit im Tagesgeschäft mit Telefon-Klingeln usw. und in einer ruhigen Zeit..

Wichtig auch, dass durch das frühere Ende kein Problem entsteht. Ein wichtiger Gedanke ist ja schon Telefon, das nächste die Ausgangspost. Wird das alles rechtzeitig fertig wenn du eher gehst?

Geh in Ruhe deinen Tagesablauf durch - jetzt und mit der Verschiebung und überlege dir, ob das für die Firma optimal organisiert werden kann. Wenn ja, dürfte dein Chef eigentlich nichts dagegen haben.

PS: Moderne Chefs legen übrigens auch Wert auf die Work-Life-Balance Ihrer Mitarbeiter ). Aber dazu kenne ich eure Firma und deinen Chef zu wenig. Ob dieses Argument zieht, kannst nur du entscheiden.

Ich wünsch dir viel Erfolg dabei und ein wunderschönes Osterfest.

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schnuffeline

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Hallo pegattac,

vielen Dank für Deine Einschätzung. Eigentlich spricht nicht viel dagegen, dass ich früher komme und abends früher aufhöre. In der Tat gibt es einiges, was man in der "früheren" Stunde schon gut erledigen kann, was im Tagesgeschäft durch klingelnde Telefone und ständig in der Tür stehende Kollegen gern mal unterbrochen/gestört wird. Unsere Ausgangspost würde auch rechtzeitig abgeliefert, die geht meist schon gegen 16:30/ 17:00 Uhr raus. Und für die eine Stunde (oder halbe Stunde), die ich dann abends nicht im Büro bin, kann das Telefon von Cheffe auch auf die Zentrale geleitet werden. Da sehe ich kein Problem. Es gibt in anderen Abteilungen auch Kolleginnen, die durchaus nach Absprache früher gehen. Daher verstehe ich nicht so ganz, warum Cheffe sich bislang so dagegen gesträubt hat. Einen plausiblen Grund konnte er mir dafür auch nicht nennen, lediglich, dass "unsere Arbeitszeit standardmäßig von .. bis" geht.

In der Firma, in der ich vorher gearbeitet hatte, war das kein Thema. Die Idee des früher anfangens und früher aufhörens fand mein dortiger Chef so toll, dass er dann selbst auch früher angefangen hat zu arbeiten.

Ja, Work-Life-Balance ist ein nettes Thema, da wird gern viel drüber geredet. Die Balance sieht dann in der Realität so aus: Viel Work- wenig Life

Ich werde mal mit Cheffe drüber reden. Mehr als "Nein" kann er nicht sagen und wenn, dann hätte ich gern auch eine anständige Begründung.

Liebe Grüße,
schnuffeline

Muss nur noch kurz die Welt retten....

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Dummerle
Dummerle

Du könntest deinem Chef auch eine Testphase vorschlagen. Dann kann er sich davon überzeugen, dass du deine Arbeit erledigst und manches schon vorbereitet ist, wenn er anfängt.

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pegattac

Mitglied seit
10.06.2009
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Sehr gute Idee mit der Testphase.
Und wenn es in anderen Abteilungen schon so gemacht wird, dann zieht die Ausrede mit Standardmäßige Arbeitszeit auch nicht mehr so wirklich oder ).

LG Peggy

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