Events können eine ungünstige Klimabilanz aufweisen. Es gibt jedoch zahlreiche Maßnahmen, um ein Event nachhaltig zu gestalten.
Events können eine ungünstige Klimabilanz aufweisen. Es gibt jedoch zahlreiche Maßnahmen, um ein Event nachhaltig zu gestalten. © CYBERUSS/AdobeStock

Green Events: So planen Sie nachhaltig

Veranstaltungen und Events können eine ungünstige Klimabilanz aufweisen. Es gibt jedoch zahlreiche Maßnahmen, die dazu beitragen, Ihr Event-Management nachhaltig zu gestalten, zum Beispiel bei der An- und Abreise, dem gastronomischen Konzept, dem Ressourcenverbrauch des Veranstaltungsortes, den Give-Aways und vielem mehr. Ein Überblick mit Tipps und Handlungsempfehlungen.

Das nachhaltigste Meeting ist natürlich das, zu dem niemand anreisen muss. Auch wenn dafür riesige Serverfarmen betrieben und Strom für den Betrieb von Meeting-Software erzeugt werden muss, ist das doch wenig Impact im Vergleich zu einem Vor-Ort-Meeting, bei dem zusätzlich Reisekosten und einiges mehr anfallen. Vor allem Flieger und Auto schwärzen die Bilanz mit ihren Abgasen und Ruß-Ausstößen im wahrsten Sinne des Wortes. Für eine maximal nachhaltige Bilanz sollten Sie daher – wann immer es möglich ist – ein Meeting durch eine Telefonkonferenz oder einen Zoom-Anruf ersetzen.

Anreise und Klimakompensation

Wenn zehn Kolleg*innen aus Italien für ein Event nach München reisen, verhageln zehn Flugreisen böse die Klimabilanz. Hinzu kommen hohe Reisekosten für den Flug. Deshalb sollten Sie als Organisator*in eines Meetings darauf achten, dass die Teilnehmenden gemeinsam reisen können. Zum Beispiel in kleinen Gruppen, die zusammen mit dem Auto fahren, mit einem Bus-Charter oder mit einem Bahnticket für Gruppenreisende. Je weniger Einzelfahrten, desto besser fürs Klima. Zentral gelegene Locations sind dabei besser als Locations ab vom Schuss.

Digital können Sie ein entsprechendes Board einrichten, über das sich Mitfahrende abstimmen können. Falls die Gruppenreise jedoch keine Option darstellt und Flüge unumgänglich sind, besteht immer noch die Möglichkeit, die ausgestoßenen CO2-Emissionen auszugleichen. Hierfür gibt es zuverlässige Plattformen, die den gespendeten Gegenwert der CO2-Emissionen in Klimaschutzprojekte investieren.

Anreise: To-dos auf einen Blick

  • verkehrsgünstige und zentrale Lage des Veranstaltungsortes wählen
  • Hinweis auf umweltfreundliche Verkehrsmittel versenden
  • Unterstützung der umweltfreundlichen Anreise durch geeignete Kommunikationsmaßnahmen
  • Veranstaltungsbeginn/-ende nicht zu früh/zu spät planen, sodass eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut möglich ist
  • Kompensation der CO2-Emissionen

Grüne Unterkünfte und noch grünere Tagungsräume

Anbieter wie hotel.de oder booking.com bieten inzwischen auch einen Filter namens „Nachhaltigkeit“ für ihre Hotelzimmer an. Das erleichtert die Suche nach grünen Unterkünften erheblich. Noch wichtiger ist jedoch die Klimabilanz des Veranstaltungsortes. Idealerweise ist das Gebäude mit modernster Energiespartechnik ausgestattet: LED statt Glühlampe, umweltfreundliche Heiztechnik und gute Isolierung sowie pflanzenbasierte Produktalternativen für Möbel und Deko sind nur ein paar relevante Kriterien. Und auch die Baumaterialien sollten nachhaltig sein: Das Holz sollte aus nachhaltiger heimischer Forstwirtschaft stammen, Stühle oder Mobiliar aus holzbasiertem Bio-Kunststoff. Wünschenswert wäre auch, wenn die Möbel mit den Gütezeichen PEFC, FSC (beide Holz) oder GOTS (Textilien) aufwarten könnten.

Ziehen Sie daher für Ihre nächste Veranstaltung einen LEED-zertifizierten Veranstaltungsort in Betracht, der mit modernen Systemen ausgestattet ist, die Strom und Wasser sparen, wie zum Beispiel energieeffiziente Beleuchtung und intelligente Temperaturregelung. Auf www.eventlocations.com können Sie beispielsweise nach „Nachhaltigkeit“ filtern und passende Örtlichkeiten heraussuchen.

Klimafreundliche Snacks und Catering

Je nach Dauer des Meetings ist es sinnvoll, Mahlzeiten oder Snacks anzubieten. Dafür gibt es eine einfache Grundregel: Je pflanzlicher, regionaler, fairer, saisonaler und biologischer, desto nachhaltiger. Bio- und Regional-Siegel sind eine gute Orientierung. Nachhaltige Gastronomie sorgt für Lebensmittel und Mahlzeiten, die glyphosatfrei sind und damit sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit und nicht zuletzt die Tiere schützen. Kurz: Für verantwortungsvolle Unternehmen ist Bio ein Muss. Neben Bio sind auch Rücknahmesysteme und Mehrwegverpackungen beim Catering ein großes Plus. Einwegprodukte wie Besteck, Teller oder Tassen aus Kunststoff sind dagegen ein No-Go.

Catering: To-dos auf einen Blick

  • Bevorzugung regionaler und saisonaler Produkte
  • Catering in zertifizierter Bioqualität
  • Einkauf von fair gehandeltem Kaffee oder Tee sowie Keksen
  • Getränke von regionalen Anbietern
  • Vorrang für vegetarische/vegane Speisen

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office.