Feiern in Zeiten der Pandemie: Digitale Alternativen für Ihre Firmenfeier
Feiern in Zeiten der Pandemie: Digitale Alternativen für Ihre Firmenfeier © Emilija AdobeStock

Feiern in Zeiten der Pandemie: Digitale Alternativen für Ihre Firmenfeier

Jubiläen, Workshops, Sommerfeste, all das wird schmerzlich vermisst: In den vergangenen zwölf Monaten wurden fast alle Mitarbeiter-Events abgesagt oder verschoben. Der Nachholbedarf ist groß, kreative Strategien sind gefragt. Wie Unternehmen das Thema im Jahr 2021 angehen.

Die Feier war bis ins kleinste Detail organisiert, dann kam kurz vor dem Termin die Absage: „Spielverderber“ war der erste Lockdown im März 2020. Eine Erfahrung, die Assistentin Julia Dobrecht mit vielen Kolleginnen und Kollegen teilt. Bei ihrem Arbeitgeber Lebkuchen Schmidt findet die große jährliche Betriebsfeier für die rund 300 Stammkräfte stets in der etwas ruhigeren Phase im Frühjahr statt, denn während der Vorweihnachtszeit ist jede Hand in der Produktion gefragt.  

Auch die Ehrung der diesmal etwa 40 Jubilare, die traditionell Anfang Dezember in festlichem Rahmen begangen wird, musste wegen der Pandemie verschoben werden. Um die langjährigen Mitarbeiter dennoch zu würdigen, bekamen sie einen Brief und ein kleines Geschenk. Als Erinnerung wurden Fotos mit der Geschäftsführung gemacht, verbunden mit dem Versprechen, Sektempfang und Essen nachzuholen, sobald die Lage es wieder zulässt.  

Für die Jahresfeier wurde für das Frühjahr 2021 ein Ersatz angedacht, im Freien auf dem Firmengelände, vielleicht ein Streetfoodmarkt mit Foodtrucks. „Denkbar wäre zum Beispiel eine verlängerte Pause für die Mitarbeiter. Aber wie genau es ablaufen soll, ob in Schichten oder gar auf drei Tage verteilt, das steht noch nicht fest“, erklärt die Assistentin der Geschäftsführung, die zum dreiköpfigen Orga-Team für Mitarbeiterfeste gehört. „Wie wir solche größeren Ereignisse in diesem Jahr realisieren können, hängt natürlich vom aktuellen Infektionsgeschehen und den sich daraus ableitenden rechtlichen Vorgaben ab. Da ist auf jeden Fall viel Flexibilität gefragt.“ Julia Dobrecht plant deshalb kurzfristig und mehrgleisig.    

Viele Wünsche, große Unsicherheit

Die aktuelle Situation bringt viele Unwägbarkeiten für alle Beteiligten mit sich, vom Hotelier über Eventagenturen bis hin zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Firmen. Es fehlen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen, mit der Führungsriege: „Ich hätte nicht gedacht, dass es unter Corona so schwer sein würde, die Kontakte im Team aufrechtzuerhalten“, kommentiert Mary Gatzka-Enck die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen.  

Als Personal Assistent der beiden Geschäftsführer von Transfermarkt in Hamburg sieht sie ihre Aufgabe auch darin, das Team, zu dem viele junge Väter gehören, zusammenzuhalten. Bowling- und Grillabende, spontane Pizzarunden für alle, Offsite-Workshops und eine große Weihnachtsfeier sorgten bisher regelmäßig für Spaß und den Erhalt des Team-Spirits. „Für dieses Jahr haben sich viele Mitarbeiter ein Sommerfest gewünscht, zu dem sie ihre Familien mitbringen können. Eine super Idee, finden wir, aber ob wir das unter den Gegebenheiten umsetzen können?“, fragt sich Mary Gatzka-Enck.  

Vor allem Konzerne und große Unternehmen zogen 2020 komplett die Reißleine und strichen sämtliche Aktivitäten, vom Betriebsausflug übers Sommerfest bis hin zur Weihnachtsfeier. Geschäftliche Meetings finden digital statt. „Oft verfolgen große Firmen noch strengere Hygieneregeln als vom Staat gefordert“, beobachtet Nils Hirschfeld aus Erfurt. Auch bei seiner Eventagentur hat sich das Geschäft weitestgehend auf digitale Angebote verlagert. Präsenzveranstaltungen wie etwa Geocaching oder Kanufahrten durch die Weinberge an der Mosel wurden von Firmenkunden zu Jahresbeginn nur vereinzelt und für den Sommer angefragt. Schließlich will niemand die Gesundheit der Mitarbeiter gefährden oder geplante Veranstaltungen immer wieder verschieben oder absagen müssen, ganz abgesehen von Stornogebühren, die dabei anfallen könnten.  

Den vollständigen Artikel lesen Sie in working@office.