Stressmanagement: Wie BGM auch digital funktioniert
Corona beschleunigt die Digitalisierung: In der aktuellen Situation ist BGM vor allem digital gefragt

Stressmanagement: Wie BGM auch digital funktioniert

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bringt viele Vorteile mit sich, nicht zuletzt, weil es Mitarbeiter ans Unternehmen bindet und gleichzeitig Ausfälle niedrig hält. Doch funktioniert BGM auch digital? Was Unternehmen für ihre Mitarbeiter tun können, wenn sie beispielsweise im Homeoffice sind.

Motivierte und gesunde Mitarbeiter sind die beste Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Deshalb ist es längst kein Geheimnis mehr, dass sich betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) lohnt: Gesundheitsförderung und Prävention senkt nachweislich Krankenstände und Fluktuation, steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und führt zu größerer Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.

Unter anderem können die Fehlzeitenraten von Beschäftigten durch Programme der Gesundheitsförderung um durchschnittlich 26 Prozent reduziert werden. Das zeigt das Ergebnis einer Auswertung mehrerer hundert Studien der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Außerdem belegen wissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analysen, dass jeder in BGM investierte Euro im Schnitt 2,70 Euro einspart und somit einen positiven Return on Investment (ROI) vorzuweisen hat.

CORONA BESCHLEUNIGT DIE DIGITALISIERUNG

In der aktuellen Situation ist BGM vor allem digital gefragt. „Das Corona-Virus stellt das deutsche Gesundheitswesen und die Gesellschaft auf eine harte Probe“, weiß Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes. „Gleichzeitig bewirkt es eine massive Beschleunigung des digitalen Wandels der Gesellschaft. Denn im Zuge der Krise greifen Unternehmen verstärkt auf digitale Instrumente zurück: Homeoffice, Webkonferenzen, Digital Learning, digitale Beratung und Betreuung sind nun im Einsatz und es stellt sich nicht mehr die Frage des ob, sondern des wie“, erläutert der Experte für BGM.

Doch neue Arbeitsabläufe und veränderte Kommunikationswege können, bei allen Chancen der Digitalisierung, auch belasten. So klagen viele Mitarbeiter darüber, dass die Arbeit immer mehr, komplizierter und verdichteter wird. Sich dauerhaft überfordert zu fühlen führt wiederum zu psychischen Erkrankungen.

DIE INITIATIVE BGM 4.0

Hier will der BKK Dachverband mit seiner Initiative BGM 4.0 gegensteuern. „Zusammen mit den Unternehmen haben wir eine mobile Lösung im Blick, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Coachings und Schulungen mithilfe einer Online-Plattform möglich macht“, sagt Franz Knieps. „Je nach Bedarf sollen Hilfestellungen für einen klugen Umgang mit individuellen und organisationsbezogenen Ressourcen angeboten und Kompetenzen an die Hand geben werden, mit psychischen Belastungen und Stress besser umzugehen.“

Das Hamburger Unternehmen Bornholdt Lee GmbH entwickelt für den BKK Dachverband ein digitales, arbeitsplatzbezogenes Stressbewältigungsprogramm, bei dem die Nutzer spielerisch lernen, mit situativem Stress am Arbeitsplatz besser umzugehen und somit das Wohlbefinden steigern. Die Inhalte reichen von Selbstmanagement, Problemlösungen über Zeitmanagement bis hin zu persönlicher Arbeitsorganisation. Übungen zum Nachmachen am Arbeitsplatz integrieren das Tool praktisch in den Alltag. Das Programm wird im Dezember 2020 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

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