Das können wir schon längst – Zukunftsskills
Der Trendstudie Future of Work zufolge beschleunigt die Digitalisierung die Karriereentwicklung und öffnet neue Türen.

Das können wir schon längst – Zukunftsskills

Der digitale Wandel verändert Aufgaben und Berufsbilder. Was müssen Office-Workerinnen bzw. -Worker und andere Professionals künftig einbringen? Zukunftsforscher prognostizieren: Vor allem Soft-Skills werden zu Karriere-Verstärkern. Höchste Zeit, sie effektiv einzusetzen!

Keine Frage, die digitale Transformation findet auch in der Office-Welt statt. Roboter, Chatbots und virtuelle Assistenten erobern zunehmend unser Arbeitsleben. Laut der Trendstudie Future of Work von Michael Page krempeln neue Technologien und digitale Lösungen das Arbeitsleben regelrecht um – dem PageGroup-Bewerber Index zufolge durchaus auch im positiven Sinne. 75 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass sich die Digitalisierung positiv auf die Flexibilität der Arbeitszeit und des Arbeitsorts auswirke. Für 64 Prozent trägt das zu einer besseren Work-Life-Balance bei. Unliebsame und zeitraubende Routineaufgaben werden automatisiert und fallen weg.

Tatsächlich übernehmen Office-Professionals heute schon deutlich andere Aufgaben als das früher der Fall war. Projektmanagement beispielsweise; einfache Sekretariatsaufgaben erledigt zunehmend eine Geräte-Generation mit Alexa und Siri. Die kontinuierliche Entwicklung von Laptops, Smartphones und Smartwatches werde dazu führen, dass nicht nur Jobs, sondern möglicherweise ganze Berufsfelder revolutioniert werden, schreibt die Karrierebibel im Internet. Dem New Work Trendbook von Xing zufolge glaubt jeder Dritte, dass es seinen Job in der jetzigen Form in 15 Jahren nicht mehr geben werde. Und immerhin 15 Prozent seien jetzt schon in Berufen tätig, die erst nach 2003 entstanden sind, zum Beispiel Online-Marketing-Manager.

Technologie bringt neue Arbeit hervor

Dass uns die Arbeit ausgeht, glaubt Zukunftsforscher Matthias Horx allerdings nicht. „Arbeit ist kein Kuchen, der irgendwann vertilgt ist.“ Arbeit sei eine Ökologie, in der die nichtlinearen Gesetze der Evolution gelten. Automatisierung, also weniger körperliche Arbeit, erzeuge beispielsweise einen riesigen Bewegungs- und Gesundheitsmarkt. „Wenn alles lärmt und schreit, vermehren sich die Yoga-Lehrer exponentiell“, erklärt Horx den Wandel plakativ. Ein digitalisiertes Arbeitsumfeld braucht demnach vermutlich mehr menschelnde Stärken – Soft-Skills. Und jeder Technologieschub erzeugt nach Ansicht von Horx eine Kaskade an Komplexität. Technologie bringe so immer auch neue Arbeit hervor.

Digitalisierung erzeugt Chancen

Und die erfordert eben auch neue Fertigkeiten. Deshalb zählt beispielsweise lebenslanges Lernen künftig nicht mehr als Zeichen des persönlichen Engagements, sondern die Veränderungsbereitschaft wird von Arbeitgebern als eine der Top-Skills gewertet. Liquid Skills wird das lebenslange Lernen als Grundlage für die Karriere der Zukunft auch genannt. „Der Einzelne muss berufliche Möglichkeiten im Blick behalten und sich die neu geforderten Fähigkeiten und Kenntnisse auf eigene Initiative aneignen“, wird Career Coach als Autorin von MD Personal Career in den Medien zitiert.

„Der Wert formaler Bildung liegt nicht länger in der Aneignung von Wissen, sondern in der Weiterentwicklung des eigenen Lernvermögens“, flankiert die Personalberatung Michael Page. Darin liegen große Chancen für jeden Einzelnen, gerade auch für Office-Workerinnen. Der Trendstudie Future of Work zufolge beschleunigt die Digitalisierung sogar die Karriereentwicklung und öffnet neue Türen. Berufsbilder verändern sich, Aufgabenfelder verschieben sich. Qualifizierte Jobs reichern sich an mit mehr Verantwortung, Entscheidungsfreiheiten und Gestaltungsspielräumen, das geht aus verschiedenen Studien über die Zukunft der Arbeit hervor. Doch welche Fähigkeiten sind gefragt?    

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