Thema: Kündigung und vorzeitiger Austritt


Komet
(91 Beiträge)
von schnuffeline am 16.03.2016 um 12:21 zitieren

Hallo ihr Lieben,

ich schaue mich seit geraumer Zeit nach einer neuen Herausforderung um. Nun habe ich etwas in Aussicht, zwar noch nichts unterschrieben, aber großes Interesse an mir ist da. Mein Problem ist nun: ich habe eine recht lange Kündigungsfrist und der potentielle neue Arbeitgeber sucht "zum nächstmöglichen Zeitpunkt", hat mich auch schon gefragt ob ich früher anfangen könnte. Ich meinte, ich müsste das zu gegebener Zeit abklären.

Ich bin nun am überlegen, wie man das am besten macht? Sollte ich das bereits irgendwie in die Kündigung mit reinschreiben, dass ich zum xxx (reguläres Enddatum) kündige und gern früher aus dem Vertrag möchte? Oder sollte ich erstmal die reguläre Kündigung einreichen und dann im Nachhinein das Thema bei der Personalabteilung ansprechen?

Wie ist es am besten? (Natürlich kündige ich erst, wenn ich den neuen Vertrag vorliegen habe.)

Liebe Grüße
schnuffeline

Muss nur noch kurz die Welt retten....


Antwort: Re: Kündigung und vorzeitiger Austritt

Kaiserin
(1270 Beiträge)
von Melsi am 17.03.2016 um 11:26 zitieren

Hallo Schnuffeline,

prima, dass das mit der Jobsuche geklappt hat

Wie lange ist denn Deine Kündigungsfrist? Also ich würde wie folgt vorgehen:

Erst mal den Arbeitsvertrag abwarten. Wenn der angekommen und in Ordnung ist, würde ich zunächst mal mit meinem direkten Chef sprechen. In der Regel ist er derjenige, der dann auch mit der Personalabteilung klären kann, ob ein vorzeitiger Austritt (z. B. über eine Art Aufhebungsvertrag) machbar ist.

In die Kündigung würde ich dann mit reinschreiben, dass ihr euch auf das Austrittsdatum xxx geeinigt habt. Das Schreiben lässt Du Dir dann entsprechend mit Datum, Stempel und Unterschrift der Personalabteilung rückbestätigen.

Danach würde ich dann auch erst den Arbeitsvertrag unterschreiben.

Grundsätzlich würde ich Dir raten, keine negativen Begründungen bzgl. Deiner Kündigung auszusprechen. Also Sachen wie "ich bin ja so unzufrieden" oder "ich komme mit meinem Chef nicht klar" etc. hinterlassen einen faden Beigeschmack und machen den vorzeitigen Austritt sicherlich nur schwerer. Dann lieber mit einem persönlichen Aspekt begründen, wie z. B. Du verbesserst Dich in Deiner zukünftigen Position, hast eine kürze Anfahrt, neue Aufgaben etc. etc.

Bei uns kündigen auch immer wieder mal Leute. Haben die eine lange Kündigungsfrist, lassen wir uns meist auch darauf ein, dass die Leute früher aus dem Vertrag kommen. Ein Mitarbeiter, der innerlich längst gekündigt hat, bringt selten einen hohen/guten Arbeitseinsatz nach der eingereichten Kündigung und viele haben bei uns dann auch schon gerne mal jede Menge Krankmeldungen eingereicht.

Kommt aber auch immer darauf an, welche Position ein Mitarbeiter inne hat und wie schnell sich ein adäquater Nachfolger intern bzw. auf dem Arbeitsmarkt findet. Würde ich z. B. kündigen wollen, würde mein Chef mich sicherlich nicht vorzeitig aus dem Vertrag lassen. Es wäre definitiv eine längere Einarbeitungszeit für meine Nachfolgerin von Nöten, sonst geht der ganze Kram die Bachgasse runter

Ich drücke Dir also feste die Daumen, dass alles in Deinem Sinne klappt!!! Halte uns mal auf dem Laufenden

LG, Melsi


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