Thema: Tipps zum Kondolenzbrief


Königin
(258 Beiträge)
von Zausel am 08.03.2012 um 08:15 zitieren

Dieses Thema kommt ja auch immer mal wieder. Deshalb stelle ich mal den Blog aus Sekada daily hier rein, vielleicht ist es für euch hilfreich:

1. Beschreiben Sie Ihre Gefühle ehrlich
Schreiben Sie in eigenen, einfachen und ehrlichen Worten über Ihre Empfindungen und vermeiden Sie Pathos und Übertreibungen.

So nicht: Sie hat viele Spuren der Liebe und Fürsorge hinterlassen, und die Erinnerung an all das Wunderbare wird in uns lebendig bleiben.

So auch nicht: Wenn die Zeit eines geliebten Menschen vollendet ist und er uns verlässt, verliert die Sonne ihren wärmenden Schein und wir trauern in der Dunkelheit der fortan lichtlosen Tage.

Das sagt das „Sekretärinnen-Handbuch“ dazu: zu dramatisch und übertrieben formuliert. Das wirkt unglaubwürdig.

Besser so: Wir haben Ihre Frau als einen freundlichen und herzlichen Menschen kennen gelernt und werden so immer an sie denken.

Oder: Wir denken an Sie und wünschen Ihnen Kraft, um die leidvolle Situation anzunehmen und tröstende Erinnerungen zu behalten.

Finden Sie eine Ausdrucksweise, die einerseits nicht nüchtern und fast gleichgültig klingt, aber andererseits auch nicht unnötig dramatisiert.

Das Kondolenzschreiben signalisiert:
• Wir haben vom Tod Ihres Angehörigen erfahren.
• Wir trauern mit Ihnen.
• Wir halten die Erinnerung an den Verstorbenen lebendig.
• Wir wünschen und hoffen, dass Sie diesen Verlust verkraften.
Versuchen Sie, sich kurz zu fassen. Benutzen Sie keine abgenutzten Floskeln wie zum Beispiel „aufrichtige Anteilnahme“, „in stillem Gedenken“ oder „Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren“.

Verzichten Sie prinzipiell auf religiöse Formulierungen – es sei denn, Sie wissen ganz genau, dass der Verstorbene und die Hinterbliebenen, an die Ihr Brief gerichtet ist, gläubig sind und aus diesem Glauben Trost schöpfen.

Verwenden Sie nur Zitate, mit denen Sie sich identifizieren können.

2. Das richtige Papier
Verwenden Sie keinesfalls einen Geschäftsbriefbogen, der die Kontonummer des Unternehmens enthält! Falls Sie kein relativ neutrales geschäftliches Briefpapier zur Hand haben, nehmen Sie für den Brief stattdessen einen Briefbogen in einer dezenten, neutralen Farbe, beispielsweise Beige oder Weiß, möglichst in einer besseren Qualität als Kopierpapier.

3. Handschrift ist ideal
Idealerweise verfassen Sie ein Kondolenzschreiben handschriftlich. Falls Ihnen dieser Aufwand zu hoch erscheint oder Sie oder Ihr Chef eine schwer leserliche Handschrift haben, können Sie zumindest die Anrede und den Gruß mit der Hand schreiben.

4. Wiederholung der Funktion und des Namens ist kein Muss
Wenn es sich bei dem Kondolierenden um einen direkten Kollegen oder Vorgesetzten handelt und die handschriftliche Unterschrift dem Trauernden vertraut ist, können Sie auf die maschinenschriftliche Wiederholung des Namens und der Funktion des Unterschreibenden verzichten.

Kondolieren aber ein oder eventuell sogar mehrere Repräsentanten des Unternehmens in dessen Auftrag, der/die keinen direkten persönlichen Bezug zum Trauernden hat/haben, ist es ratsam, den/die Absendernamen und die dazugehörige Funktion zu nennen.

5. Der schwarze Rand ist tabu
Was viele nicht wissen: Der Briefumschlag mit dem schwarzen Rand ist nur dafür vorgesehen, andere vom Tod eines Menschen zu unterrichten, wird also von den trauernden Angehörigen verschickt und eignet sich nicht für die Beileidsbekundung des Kondolierenden.

6. Finger weg vom „Trauerhaus“!
Benutzen Sie in der Adresse nicht die veraltete Formulierung „An das Trauerhaus“, sondern nennen Sie den Empfänger einfach beim Namen. Adressieren Sie Ihr Schreiben nicht an die ganze Familie, sondern an den Angehörigen, zu dem Sie einen Bezug haben.

7. Der richtige Briefumschlag
Fensterumschläge sind ebenso unpassend wie freigestempelte Schreiben.
Grundsätzlich sollte der Umschlag eines Kondolenzschreibens mit einer Briefmarke frankiert werden und dieselbe Qualität und Farbe haben wie der Briefbogen.

8. Handeln Sie schnell
Verlieren Sie nicht unnötig Zeit, sondern senden Sie das Kondolenzschreiben so schnell wie möglich ab, nachdem Sie von dem Trauerfall erfahren haben. Sollte die Nachricht Sie verspätet erreicht haben, so können Sie einen entsprechenden Hinweis einbauen und um Verständnis dafür bitten, dass Sie nicht früher reagieren konnten.

Grüße
Zausel


Zurück zur ÜbersichtSie müssen sich einloggen zum Antworten